Die von 2000 bis 2007 als Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, kurz BMSG, ab 2003 Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz, kurz BMSK oder Sozialministerium bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes war vor allem zuständig für Sozialpolitik, Sozialversicherung, Familien-, Jugend-, Senioren-, Männer- und Konsumentenpolitik.

Bundesminister Das Ministerium mit dem Schlagwort war von der ÖVP/FPÖ-Bundesregierung Schüssel I mit 24. Oktober 2000 geschaffen worden und ersetzte das bisherige Bundesministerium für Arbeit und Soziales der sozialistischen Regierungen Vranitzky und Klima seit 1987 – bei Antritt der Schüssel-Regierung Februar 2000 war Elisabeth Sickl (FPÖ) noch Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales (so seit 1997). Ihr folgte dann im Oktober Herbert Haupt (FPÖ, dann BZÖ) als Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen nach.

Mit dem formellen Regierungswechsel Kabinett Schüssel II im Jahr 2003 bekam das Ministerium die Konsumentenschutzagenden vom Bundesministerium für Justiz; die Gesundheits- und Frauenagenden wurden dagegen in das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen ausgegliedert und wurde fortan Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz genannt.

24. Jänner 2005 folgte Ursula Haubner (FPÖ, seit 4. Mai 2005 BZÖ) als Bundesministerin.

Nach Antritt der Regierung Gusenbauer (SPÖ) 11. Jänner 2007 wurden Erwin Buchinger Sozialminister, mit 1. März 2007 wurden die Kompetenzen dieses Ministeriums auf das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz (Sozialministerium) und Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend (Gesundheitsministerium) aufgeteilt.

Kompetenzen Das BMSG war zuständig für (Stand 2005, Haubner): Allgemeine Sozialpolitik Sozialversicherung (Pensionsversicherung) Angelegenheiten der allgemeinen und der besonderen Fürsorge (Mutterschafts- und der Säuglingsfürsorge) Pflegevorsorge sowie Behinderten-, Versorgungs- und Sozialhilfeangelegenheiten Familienpolitik; Familienpolitischer Beirat; Familienberatungsförderung Familienlastenausgleich Familienpolitische Angelegenheiten: Wohnungswesen öffentliche Abgaben Ehe- und Kindschaftsrecht, Vormundschafts-, Pflegschafts- und Sachwalterrecht, Unterhaltsvorschussrecht und Resozialisierung einschließlich des Rechts der Bewährungshilfe Sozialversicherung einschließlich der Arbeitslosenversicherung, Mutterschutz, allgemeine und besondere Fürsorge sowie Behindertenhilfe Volksbildung Allgemeine Bevölkerungspolitik Jugendwohlfahrt außerschulischen Jugenderziehung Seniorenpolitik Konsumentenpolitik Tierschutz

Organisation Das BMSG war folgendermaßen gegliedert (Stand 2005, Haubner):

Bundesminister Internes Büro des Bundesministers Abteilung Öffentlichkeitsarbeit Stabsstelle Chief Information Office Interne Revision Büro des Bundesbehindertenanwalts Kinder- und Jugendanwaltschaft des Bundes Staatssekretariat für Familie, Generationen und Konsumentenschutz Büro des Staatssekretärs (Sigisbert Dolinschek) Sektion I: Supportfunktionen IT, EUI Sektion II: Sozialversicherung Sektion III: Konsumentenschutz Sektion IV: Pflegevorsorge, Behinderten-, Versorgungs- und Sozialhilfeangelegenheiten 1 Bundessozialamt 9 Landesstellen Sektion V: Jugend-, Familien-, Männer- und Seniorenpolitische Angelegenheiten Fachliches Aufsichts- und Weisungsrecht im Bereich des Familienlastenausgleichs bei den Finanzämtern

Historische Entwicklung   Sozialministerium Familienministerium Gesundheitsministerium Frauenministerium 1918–19 Staatsamt für soziale Fürsorge       1919–20und 1945 Staatsamt für soziale Verwaltung 1920–381945–87 Bundesministerium für soziale Verwaltung 1972 Bundesministerium für Gesundheit und Umweltschutz 1983 Bundesministerium für Familie, Jugend und Konsumentenschutz 1987 Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie1995 Bundesministerium für Jugend und Familie Angelegenheiten der Gesundheit von eigenem Minister im Bundeskanzleramt wahrgenommen bis 1991: Staatssekretariat im Bundeskanzleramt 1991 Bundesministerium für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz Bundesministerium für Frauenangelegenheiten 1996 Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz – 1997 Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Das bisherige Gesundheitsministerium wird aufgelöst, die Agenden übernimmt größtenteils das Sozialministerium. 2000 Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen2003 Das bisherige Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen erhält die Konsumentenangelegenheiten vom Bundesministerium für Justiz und gibt die Frauenangelegenheiten an das neu geschaffene Bundesministerium für Gesundheit und Frauen ab. Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz 30pxBundesministerium für Gesundheit und Frauen 2007 Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz 30px Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend

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