mini|Erstausgabe des Oberhessischen Anzeigers vom 1. Mai 1866 Die Oberhessische Presse (OP) ist eine 1951 erstmals erschienene Tageszeitung mit Lokalberichterstattung für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. Sie wird heute von der Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG verlegt. Die Zeitung behauptete sich gegen die Konkurrenz der Marburger Neue Zeitung. Es erscheinen die zwei Teilausgaben „Marburg & Ostkreis“ und „Hinterland“ für das Hessische Hinterland. Neben der Print-Ausgabe erscheint seit 2007 auch eine Online-Ausgabe der Zeitung (E-Zeitung). Im Verlag erscheint zudem das wöchentliche Anzeigenblatt Mein Samstag.
Geschichte Die Oberhessische Presse entstand 1951 aus dem Zusammenschluss der Oberhessischen Zeitung und der Marburger Presse. 2002 wurde die Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent von der Familie Hitzeroth an den externen Investor, die Verlagsgesellschaft Madsack verkauft, an dem auch die SPD Anteile besitzt. Wolfram Hitzeroth hielt weiter 49 Prozent am Unternehmen.Selbstdarstellung im Internetauftritt der Oberhessischen Presse, abgerufen am 19. Oktober 2010 Ab 2009 belieferte die OP auch die ebenfalls zu Madsack gehörende Waldeckische Landeszeitung und die Frankenberger Zeitung mit dem überregionalen Teil.
Am 1. Januar 2015 hat Wolfram Hitzeroth die 51 Prozent von Madsack zurückgekauft. 6 Prozent der Anteile hatte er vorher an seine Ehefrau Luise Hitzeroth übertragen. Sie sind seither die beiden alleinigen Inhaber der Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG und der „Oberhessischen Presse“. Inzwischen lässt sich die OP mit überregionalen Inhalten vom wiederum zu Madsack gehörigen Redaktionsnetzwerk Deutschland beliefern.
Deutschlandweite Aufmerksamkeit bekam die Zeitung 2013 im Rahmen des NSU-Prozesses, als sie den ihr zugelosten Presseplatz der FAZ überließ.
Mitarbeiter Momentan beschäftigt der Verlag zirka 120 Mitarbeiter. Wegen der Übernahme durch die Madsack-Verlagsgesellschaft hat sich die Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren stark verändert. Zuvor gehörten dem Verlag bis zu 600 Mitarbeiter an. In dieser Zeit gehörten die 400 Zeitungszusteller noch zum Verlag und wurden von ihm entlohnt. Heute arbeiten sie für die ZVG mbH (Zeitungs-Vertriebs-Gesellschaft).
Auflage Die Oberhessische Presse hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Sie betrug im dritten Quartal 2023 insgesamt 30.970 Exemplar. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei Prozent.
Trivia Nicht zu verwechseln ist sie mit der Oberhessischen Zeitung. Die Oberhessische Zeitung erscheint im südlichen Teil Oberhessens, als Lokalzeitung in Alsfeld im Vogelsbergkreis, wobei das Verbreitungsgebiet der Oberhessischen Presse dem nördlichen Teil, auch Oberkurhessen, zuzuordnen ist.
Literatur Eva-Juliane Welsch: Dissertation: Die hessischen Lizenzträger und ihre Zeitungen. Dortmund. Univ. Diss. 2002.
Weblinks Website der Oberhessischen Presse
Einzelnachweise
Kategorie:Deutschsprachige Tageszeitung Kategorie:Zeitung (Hessen) Kategorie:Medienunternehmen (Marburg) Kategorie:Ersterscheinen 1951