Gemünd ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Lage Gemünd liegt in der Eifel und ist benannt nach der Mündung des Flüsschens Irsen in die Our. Der Ort liegt westlich von Rodershausen. Hier führt eine Brücke über die Our, die als Grenzübergang nach Luxemburg dient.

Geschichte mini|Außenansicht der Kirche mini|Innenraum

Die dem heiligen Servatius geweihte Kirche der Gemeinde wurde erstmals 1563 erwähnt, wobei der dazugehörige Ort Gemun genannt wurde.

Gemünd gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Grafschaft Vianden im Herzogtum Luxemburg.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Neuerburg im Departement der Wälder.Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Hetzrodt, 1818, S. 40 (Google Books)

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam die Gemeinde Gemünd 1816 zum Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Gemünd wurde von der Bürgermeisterei Karlshausen verwaltet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gemünd, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten. Jahr Einwohner 1815 98 1835 168 1871 139 1905 124 1939 120 1950 111 1961 100 Jahr Einwohner 1970 83 1987 48 1997 34 2005 21 2011 34 2017 27

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Gemünd besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Guy Thies wurde am 29. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Gemünd. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Kandidat mit einem Stimmenanteil von 83,3 % für fünf Jahre gewählt worden.

Die Vorgängerin von Guy Thies, Stephanie Weiler, hatte das Amt am 17. Juni 2019 von Jakob Schares übernommen und bewarb sich 2024 nicht erneut.

Wappen

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Gemünd

Weblinks

Private Seite über Gemünd an der Our

Ortsgemeinde Gemünd bei der Verbandsgemeinde Südeifel

Einzelnachweise

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