Sengerich ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.
Geographie Der Ort liegt in der westlichen Eifel, nur wenige Kilometer östlich der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg. Zu Sengerich gehört auch der Wohnplatz Herrig.
Das Gemeindegebiet wird zu 57,2 % landwirtschaftlich genutzt, 38,4 % sind von Wald bestanden (Stand: 2020).
Nachbargemeinden sind Herzfeld und Leidenborn im Norden, Üttfeld im Osten, Reiff im Süden sowie Eschfeld im Westen.
Geschichte Der Ort wurde erst Ende des 15. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Sengerich zur Meierei Binscheid in der luxemburgischen Herrschaft Dasburg.Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier: nach amtlichen Quellen … Band 1, Lintz, 1849, S. 86 (Google Books)
Nach der Inbesitznahme der Österreichischen Niederlande (1794), zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, und deren Annexion im Oktober 1795 wurde Sengerich Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs. Durch die Übernahme der französischen Verwaltungsstrukturen (1795) gehörte das Dorf nachfolgend zur Mairie Eschfeld im Kanton Arzfeld, der verwaltungsmäßig dem Arrondissement Bitburg im Departement der Wälder zugeordnet war.Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier: nach amtlichen Quellen … Band 2, Lintz, 1846, S. 65 (Google Books)
Nach der Niederlage Napoleons wurde 1815 aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Sengerich von 1816 an zur Bürgermeisterei Eschfeld im neu errichteten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier, der ab 1822 zur preußischen Rheinprovinz gehörte.
Im Jahr 1857 wurde in Sengerich ein Tonkrug mit 57 goldenen, etwa 700 silbernen Münzen und 70 Heller gefunden, die dem Ende des 16. Jahrhunderts angehörten.Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande, Bände 41–43, Bonn, 1866, S. 205 (Google Books)
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Die Bürgermeisterei Eschfeld wurde 1927 in Amt umbenannt und ging 1936 im Amt Daleiden-Leidenborn auf.Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden () Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Mit dem „8. Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ wurden die Ämter Daleiden-Leidenborn (mit Sengerich) und Waxweiler am 7. November 1970 zur heutigen Verbandsgemeinde Arzfeld fusioniert.
Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Sengerich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 18 1835 26 1871 33 1905 38 1939 42 1950 33 1961 27 Jahr Einwohner 1970 36 1987 28 1997 17 2005 20 2011 21 2017 20
Politik
Ortsbürgermeister Dorothea Smolarek wurde 2024 Ortsbürgermeisterin von Sengerich. Der Vorgänger war Rudolf Heck von 2004 bis 2024.
Wappen
Sehenswertes Zu den Sehenswürdigkeiten in Sengerich gehört eine Kapelle sowie eine alte Burgruine.
Verkehr Die Landesstraße 14 durchquert den Ort und verbindet ihn unter anderem mit Reiff im Süden.
Weblinks
Ortsgemeinde Sengerich auf den Seiten der Verbandsgemeinde Arzfeld
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm Kategorie:Ersterwähnung im 15. Jahrhundert