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Steinen (mundartlich: Stääne) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Selters (Westerwald) an.

Geographie Steinen liegt 5 km von Herschbach und 7 km von Selters (Westerwald) an der Westerwälder Seenplatte. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Kautenmühle und Schönerlen. Im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft wurde Steinen mehrfach ausgezeichnet.

Geschichte Die Gemeinde Steinen bestand früher aus drei Ortsteilen: Steinen, Straßen und Stahlhofen. Straßen (Oberdorf) und Steinen (Unterdorf) sind heute baulich zusammengewachsen. Der Weiler Stahlhofen hatte sechs Häuser, die in der Nähe des Hofgutes Schönerlen lagen. Das letzte Haus von Stahlhofen wurde 1897 niedergelegt und in Straßen wieder aufgebaut.

Die drei Orte gehörten landesherrlich bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Grafschaft Wied-Neuwied und zusammen mit dem Kirchspiel Rückeroth zum wiedischen Amt Grenzhausen. Zu Stahlhofen gehörten fünf Mühlen und die Höfe Adelsheim, Beller, Boosischer Hof, Herschbacher Kellereihof, Niesnerischer Hof, Seeburg, Schönerlen und Dehriss.Nassauische Annalen, Band 10, 1870, S. 304 (Google Books)

Im Zusammenhang mit der Bildung des napoleonischen Rheinbundes kam die gesamte Grafschaft Wied und damit auch die heutige Gemeinde Steinen 1806 zum Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung wurde die Gemeinde dem Amt Selters zugeordnet.Staats- und Adreß-Handbuch des Herzogthums Nassau, 1821, S. 125 (Google Books) Nach dem sogenannten Deutschen Krieg kam das Gebiet 1866 zum Königreich Preußen, die Gemeinde Steinen wurde dem Unterwesterwaldkreis im Hessen-Nassau zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Steinen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 172 1835 206 1871 200 1905 165 1939 172 1950 208 1961 212 Jahr Einwohner 1970 197 1987 211 1997 220 2005 252 2011 251 2017 256

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Steinen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2009 wurden die Mitglieder in einer Mehrheitswahl gewählt.Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl WG Reifenberg WG Schneider WG Blasius Gesamt 2024 4 – 2 6 Sitze 2019Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. 2 4 – 6 Sitze

Bürgermeister Mario Reifenberg wurde im Sommer 2019 Ortsbürgermeister von Steinen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit 58,75 Prozent der abgegebenen Stimmen für fünf Jahre gewählt worden.Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Direktwahlen. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er mit 78,4 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Reifenbergs Vorgänger Thomas Horn hatte das Amt 30 Jahre ausgeübt.

Wappen

Verkehr Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 8, die von Limburg an der Lahn nach Siegburg führt. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Mogendorf an der A 3. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Steinen Liste der Naturdenkmale in Steinen

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Steinen Ortsgemeinde Steinen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Selters (Westerwald)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Westerwaldkreis