Jay Gard (* 1984 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Bildhauer und Installationskünstler. Er lebt und arbeitet in Berlin. alternativtext=Porträt von Jay Gard, 2026|mini|Jay Gard in Berlin, 2026

Biographie Gard wuchs in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, auf. Von 2004 bis 2006 studierte er Malerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Zwischen 2006 und 2008 arbeitete er im Studio des US-amerikanischen Künstlers Tom Sachs und anschließend für Thomas Demand in Berlin. 2008 studierte er Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin bei Florian Slotawa und wechselte anschließend an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in die Klasse für Installation und Raum bei Joachim Blank. Dort schloss er 2011 sein Studium mit Diplom ab. Seit 2012 lebt und arbeitet Gard in Berlin. mini|Baroque Schnörkel, Skulpturenpark Pilane, Tjörn, Schweden, 2025 mini|Schnörkel Wanda mit Wandarbeiten von Anna Haifisch, Kunsthaus Potsdam, 2026 Skulpturen Gards künstlerische Arbeit konzentriert sich auf Skulptur. Seine früheren Arbeiten waren häufig von geometrischen Formen, Farbsystemen sowie Elementen aus Architektur und Design geprägt. Seit den frühen 2020er Jahren entwickelt er zunehmend freie und gestische Formen, die unter anderem aus Zeichnungen und Ornamenten hervorgehen.

Zu seinen häufig verwendeten Materialien gehören Aluminium, Stahl, Holz und Keramik. Spuren der Herstellung wie Schweißnähte, Verschraubungen und Schnittkanten bleiben bei vielen Arbeiten sichtbar.

Seine Arbeiten wurden unter anderem im Haus am Lützowplatz in Berlin (2020), im Jonas Mekas Visual Arts Center in Vilnius (2017) und im Museum Gunzenhauser in Chemnitz (2019) präsentiert. Mit der Skulptur Sanssouci realisierte er 2023 ein fünf Meter hohes Werk für den Vorplatz der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Die Arbeit Plywood entstand in Olbernhau für den Kunst- und Skulpturenweg Purple Path der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Im selben Jahr präsentierte er die monumentale Skulptur Baroque Schnörkel im Pilane Skulpturenpark auf der schwedischen Insel Tjörn. alternativtext=Jay Gard: Sanssouci, ILB Potsdam, 2026|mini|Sanssouci, ILB Potsdam, 2023

Ausstellungen (Auswahl) 2026: Fell und Stahl, Kunsthaus Potsdam, Potsdam 2025: Skulpturenpark Pilane, Tjörn 2025: Skulpturenpark Schlossgut Schwante, Oberkrämer 2024: Purple Path, Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, Olbernhau 2021: Circles, Grimmwelt, Kassel 2020: We Built This City, Haus am Lützowplatz, Berlin 2019: Gabriele, Museum Gunzenhauser, Chemnitz 2019: Bauhaus Museum Dessau, Dessau 2017: It’s the Frame Not the Painting, Jonas Mekas Visual Arts Center, Vilnius 2017: Nah und Fern, Skulpturen-Triennale Bingen, Bingen am Rhein 2016: Signale der Moderne, Stiftung Bauhaus Dessau, Dessau 2015: Spring Exhibition, Kunsthal Charlottenborg, Kopenhagen 2014: Booster – Kunst Sound Maschine, Marta Herford, Herford 2014: Everybody's Moving, Galerie B2, Leipzig 2013: Jay Gard, Galerie Sexauer, Berlin

Weblinks

www.jaygard.de Kulturwerk des bbk berlin: Künstlerdatenbank-Profil Verlag Lubok: Monografie "Jay Gard – Form & Farbe" (2019) (Shop/Info mit Leseprobe)

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Berlin) Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Mann