Poilly-lez-Gien ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Loiret in der Region Centre-Val de Loire; sie gehört zum Arrondissement Montargis und zum Kanton Sully-sur-Loire.

Die Gemeinde liegt am linken Ufer der Loire, an der Einmündung der Bras, die auch Notreure genannt wird. Sie gehört zur Unité urbaine von Gien. Ein Teil des Gebietes steht im Rahmen von Natura 2000 unter Schutz. Im Ort gibt es eine Grundschule und ein Collège.

Geschichte Die Namensherkunft aus dem Latein lässt auf den Hof eines Mannes namens Paullius schließen. Aus der Gallo-römischen Kultur wurden auf dem Gemeindegebiet eine Axt und andere Gegenstände gefunden. Der Ort blieb auch in der Zeit der Merowinger und im Mittelalter besiedelt.

1567 wurde die örtliche Kirche von Protestanten teilweise zerstört. 1836 wurden Erweiterungs- und Restaurierungsarbeiten an der Kirche vorgenommen. Das Rathaus wurde 1858 gebaut.

Als große Teile Frankreichs im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzung befreit waren, führte der Conseil national de la Résistance (CNR) 1945 die Befragung „États généraux de la Renaissance française“ über die Zukunftsvorstellungen der Bevölkerung in der Tradition der cahiers des doléances durch. Die versammelten Bürger von Poilly-lez-Gien verlangten in ihrer Antwort an den CNR unter anderem die „absolute Unabhängigkeit der Kolonialvölker“ in den französischen Kolonien.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011 2018Einwohner 1366 1550 1849 2104 2281 2189 2370 2402 Quellen: Cassini und INSEE

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Einzelnachweise

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