Carlos Alberto Menditéguy (* 10. August 1915 in Buenos Aires; † 28. April 1973 ebenda) war ein argentinischer Polospieler und Rennfahrer.

Karriere Menditéguy gehörte zu dem großen Reservoir sportlicher Multitalente Anfang der 1950er-Jahre, die im Gefolge Juan Manuel Fangios und José Froilán González nach Europa zogen, um dort ihre Grenzen zu suchen. Carlos galt schon als einer der sechs besten Polo-Reiter der Welt, als er sich am Steuer eines Rennwagens versuchte. In der Automobil-Weltmeisterschaft 1953 startete er erstmals auf einem Gordini in seiner Heimatstadt, jedoch ohne zählbaren Erfolg.

Sein Stil zeichnete sich eher durch Furchtlosigkeit denn durch einen sauberen Fahrstil aus. Seine Mechaniker waren oft gefordert, weil er Motor und Fahrwerk seines Maseratis, den er vorzugsweise fuhr, zu hart heran nahm.

Bei seinem Heimgrandprix in Argentinien startete Menditéguy regelmäßig, bestritt jedoch nie eine komplette Formel-1-Saison und 1954 setzte er komplett aus.

Im Folgejahr versuchte er es erneut. Bei dem Hitzerennen in seiner Heimatstadt landete Menditéguy trotz Ausfall auf dem siebten Platz, doch damals gab es nur bis zum fünften Rang Weltmeisterschaftspunkte. Diese holte er sich bei seinem Start in Monza, wo er den fünften Platz belegte.

Während der Automobil-Weltmeisterschaft 1957 erzielte Menditéguy mit einem dritten Rang in seinem Geburtsort seine beste Platzierung. Dies war auch sein bestes Jahr. Obwohl er nun mit höheren Ansprüchen ebenfalls in Monaco, Frankreich und Großbritannien startete, konnte er das Erfolgserlebnis nicht wiederholen. Im Endklassement belegte er damit den 14. Platz.

Sein letztes von insgesamt lediglich zehn Rennen in der Formel 1 bestritt Carlos Menditéguy 1960 mit immerhin 45 Jahren selbstverständlich in Buenos Aires – jedoch diesmal auf einem Cooper-Climax, um mit einem versöhnlichen vierten Rang eine Motorsportkarriere der Gelegenheitsstarts auslaufen zu lassen. Im Vergleich mit anderen Lokalmatadoren konnte sich seine Bilanz durchaus sehen lassen.

Menditeguy fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Recoleta in Buenos Aires.

Statistik Statistik in der Automobil-Weltmeisterschaft Gesamtübersicht Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.Rennrunden Punkte WM-Pos. 1953 Equipe Gordini Gordini T16 Gordini 2.0 L6 1 − − − − − − NC 1955 Officine Alfieri Maserati Maserati 250F Maserati 2.5 L6 2 − − − − − 2 19. 1956 Officine Alfieri Maserati Maserati 250F Maserati 2.5 L6 1 − − − − − − NC 1957 Officine Alfieri Maserati Maserati 250F Maserati 2.5 L6 4 − − 1 − − 4 14. 1958 Scuderia Sud Americana Maserati 250F Maserati 2.5 L6 1 − − − − − − NC 1960 Scuderia Centro Sud Cooper T51 Maserati 2.5 L4 1 − − − − − 3 19. Gesamt 10 − − 1 − − 9

Einzelergebnisse Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Anmerkungen 1953 DNF 1954 DNS 1955 fiel in der 2. Rd. aus, übernahm Buccis Wagen; Rd. 22–50.DNF/DNF5 1956 DNF 1957 3DNFDNFDNF 1958 7 1960 4

Sebring-Ergebnisse Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1956 Officine Alfieri Maserati Maserati 300S Cesare Perdisa Ausfall Unfall

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 1954 Roberto Bonomi Ferrari 625TF DNF 1956 Maserati Maserati 300S 1 DNF 1957 MaseratiMadunina Maserati 300SAlfa Romeo Giulietta SV 2 DNF

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Carlos Menditéguy bei Racing Sports Cars

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