mini|Käthe Gold und Michael Heltau in Die Glasmenagerie, 1969Käthe Gold, eigentlich Katharina Stephanie Gold (* 11. Februar 1907 in Wien, Österreich-Ungarn; † 11. OktoberDas Sterbedatum 11. Oktober 1997 nennen z. B. IMDb, das Österreich-Lexikon von aeiou, das dtv Theaterlexikon sowie Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars. Das Sterbedatum 10. November 1997 findet sich bei Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films und Ulrich Liebe (Hrsg.): Von Adorf bis Ziemann. Die Bibliographie der Schauspieler-Biographien 1900-2000. Allerdings findet sich in der Spiegel-Ausgabe vom 20. Oktober 1997 der Hinweis, Käthe Gold sei am 11. Oktober in Wien gestorben. 1997 ebenda), war eine österreichische Schauspielerin.
Leben und Wirken mini|hochkant=0.80|Grabstätte von Käthe Gold
Die Tochter eines Wiener Schlossergehilfen absolvierte eine Schauspielausbildung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie debütierte allerdings schon als Kind in Puccinis Madame Butterfly an der Wiener Staatsoper. Ihr erster Auftritt als professionelle Schauspielerin erfolgte 1926 als Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung. Bis 1927 war sie am Stadttheater Bern engagiert. Weitere Stationen waren 1928 bis 1931 das Lobe-Theater in Breslau und die Münchner Kammerspiele, wo sie bis 1935 engagiert war. Im Jahre 1932 kam sie nach Berlin, wo sie bis 1944 blieb. Hier hatte sie ihren Durchbruch und feierte am Staatstheater ihre größten Erfolge: als Gretchen in Goethes Faust, als Ophelia in Shakespeares Hamlet und als Nora in Ibsens Nora oder Ein Puppenheim. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Gold, Käthe. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 376
Nach der Schließung aller deutschen Theater im August 1944 wechselte Käthe Gold an das Schauspielhaus Zürich, 1947 nach Wien ans Burgtheater und Akademietheater, an denen sie ebenfalls große Erfolge feierte. Gastspiele führten sie zu den Salzburger Festspielen, den Bad Hersfelder Festspielen und den Bregenzer Festspielen. Sie war eine der am meisten geachteten deutschsprachigen Bühnenschauspielerinnen, die eine Fülle von klassischen Frauenhauptrollen spielte.
Ihre Auftritte auf der Leinwand hielten sich in Grenzen. Im Film wirkte sie als Alkmene in Amphitryon – Aus den Wolken kommt das Glück (1935), Das Fräulein von Barnhelm (1940) und nach dem Krieg in Wolfgang Staudtes Rose Bernd (1957) und Hans-Jürgen Syberbergs Karl May (1974) mit.
1985 nahm sie Abschied von der Bühne. Käthe Gold starb 1997 im Alter von 90 Jahren. Sie wurde auf dem Sieveringer Friedhof (Gruppe 29, Reihe 5, Nummer 9) in Wien zu Grabe getragen.knerger.de: Das Grab von Käthe Gold Im Jahr 2016 wurde in Wien-Döbling (19. Bezirk) der Käthe-Gold-Weg nach ihr benannt.
Filmografie 1912: Der Unbekannte (Mitwirkung unsicher) 1935: Amphitryon – Aus den Wolken kommt das Glück 1935: Der Ammenkönig 1937: Andere Welt 1939: Die unheimlichen Wünsche 1940: Das Fräulein von Barnhelm 1950: Der Wallnerbub (Das Jahr des Herrn) 1951: Augen der Liebe 1952: Palast Hotel (Palace Hotel) 1955: Nora 1957: Rose Bernd 1961: Der Bauer als Millionär 1962: Portrait einer Madonna 1962: Anatol 1968: Der Tod des Handlungsreisenden 1971: Der Wald 1973: Der Kommissar – Schwarzes Dreieck 1974: Der Kommissar – Ein Anteil am Leben 1974: Karl May 1976: Johann und Anna 1979: Abendlicht 1980: Die Reise ins tausendjährige Reich 1984: Einmal Moskau und zurück 1988: Derrick – Eine Reihe von schönen Tagen
Auszeichnungen 1936: Staatsschauspielerin in Berlin 1952: Kammerschauspielerin in Wien 1960: Hans Reinhart-Ring 1963: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und KunstAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB) 1965: Josef-Kainz-Medaille für die Darstellung der Frau Page in Die lustigen Weiber von Windsor im Burgtheater 1967: Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold 1977: Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1982: Ehrenring der Stadt Wien 1988: Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
Literatur
Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 310 f. C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 232 f. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 302. Ernst Wurm: Käthe Gold. Eine Monographie. Leykam-Verlag, Graz 1951.
Weblinks
Anmerkungen
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Burgschauspieler Kategorie:Kammerschauspieler Kategorie:Darstellende Kunst (Nationalsozialismus) Kategorie:Träger der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich Kategorie:Träger der Kainz-Medaille Kategorie:Ehrenringträger der Stadt Wien Kategorie:Raimund-Ringträger Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Frau