mini|hochkant|Kandidatenplakat zur Bundestagswahl 1983 Alois Graf von Waldburg-Zeil und Trauchburg (* als Maria Aloysius Willibald Eustachius Matthäus Franziskus vom Kreuz Graf von Waldburg-Zeil und Trauchburg am 20. September 1933 in Leutkirch im Allgäu; † 14. Dezember 2014) war ein deutscher Politiker der CDU.
Familie Alois von Waldburg-Zeil und Trauchburg war viertes von insgesamt sieben Kindern aus der Ehe von Erich August Fürst von Waldburg zu Zeil und Trauchburg (1899–1953) und Monika Prinzessin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (1905–1992) und wurde auf Schloss Zeil bei Leutkirch geboren. Georg Fürst von Waldburg zu Zeil war sein älterer Bruder.
Am 21. Juni 1956 heiratete er auf Schloss Weißenstein Clarissa Gräfin von Schönborn-Wiesentheid (* Jüterbog 14. Oktober 1936 - † 27. September 2020), Tochter von Clemens Graf von Schönborn-Wiesentheid (1905–1944) und Dorothea Gräfin zu Pappenheim (1908–1991). Der Ehe entstammen insgesamt fünf Kinder:
Monika Gräfin Wolff Metternich zur Gracht (* 1957) Clemens Graf von Waldburg-Zeil (* 1960) Georg Graf von Waldburg-Zeil (1961–1989) Theresa Lenhart Gräfin von Waldburg-Zeil (* 1962) Franz-Anton Graf von Waldburg-Zeil (1964–1987)
Leben Nach dem Besuch der Volksschule Schloss Zeil absolvierte er das Salvatorkolleg Bad Wurzach.Deutscher Bundestag: Alois Graf von Waldburg-Zeil - Forstwirt Nach dem Abitur am Kolleg St. Blasien studierte Alois von Waldburg-Zeil Volkswirtschaftslehre und Politische Wissenschaft in Bonn, Rom und München.
1964 gründete er in München den Weltforum-Verlag und war bis 1979 Geschäftsführer sowie Mitherausgeber der Zeitschriften Internationales Afrikaforum und Internationales Asienforum.
Von 1998 bis 2006 war Alois Graf von Waldburg-Zeil Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen; Nachfolgerin wurde Ursula Seiler-Albring.
Politische Laufbahn 1962 wurde er Mitglied der CDU und war von 1981 bis 1993 Mitglied des baden-württembergischen Landesvorstands der Union. Von 1972 bis 1980 war er Mitglied des Gemeinderats von Argenbühl.
Von 1980 bis 1998 war Alois Graf von Waldburg-Zeil Mitglied des Deutschen Bundestags für den Bundestagswahlkreis Biberach. Er wurde 1983 mit 75,1 Prozent in seinem Biberacher Wahlkreis gewählt. Schwäbische Zeitung, 14. Dezember 2014:
Von 1980 bis 1983 war er im Deutschen Bundestag Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und im Unterausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, von 1990 bis 1994 war er Bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, anschließend bis 1998 Vorsitzender des Unterausschusses für auswärtige Kulturpolitik.
Ehrungen und Auszeichnungen Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland Großoffizierskreuz Isabella Catolica (Spanien) Ordre national du Lion (Senegal) Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (1993) Komturkreuz des päpstlichen Gregoriusordens Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde Argenbühl
Weblinks
Christian Keun: Die reichsten Deutschen – Schwabens milliardenschwere Blaublüter. Der Spiegel, 1. Mai 2001
Einzelnachweise
Alois Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg) Kategorie:Kommunalpolitiker (Landkreis Ravensburg) Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Person (Leutkirch im Allgäu) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur) Kategorie:Träger des Nationalen Löwenordens Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Ravensburg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1933 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann