Wilhelm „Willi“ Georg Krause (Pseudonym Peter Hagen; * 11. Mai 1907 in Nieder-Schöneweide, Kreis TeltowGeburtsregister Standesamt Nieder-Schöneweide, Nr. 36/1907; † unsicher: 1945) war ein deutscher Journalist, Regisseur und Drehbuchautor.

Leben Krause war ein Sohn des Lokomotivheizers Wilhelm Krause und der Gertrud Anna Hofbauer. Ende der 1920er Jahre war Krause Redakteur beim Scherl-Verlag. Zum 1. August 1930 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 289.251).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/23020193Stefan Krings: Hitlers Pressechef: Otto Dietrich (1897-1952). Eine Biografie, 2012. Im Herbst 1930 wurde er bei der Parteizeitung Der Angriff, die vom Gauleiter des Gaus Berlin Joseph Goebbels herausgegeben wurde, zunächst Redakteur für Lokalpolitik, später Kulturredakteur, insbesondere für Filmrezensionen.Russel Lemmons: Goebbels and der Angriff, 2014, S. 29.

1933 wurde Krause Filmkritiker beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, weiterhin unter Goebbels.Lemmons: Goebbels, S. 29. Im selben Jahr veröffentlichte Krause eine der ersten Biographien über Goebbels überhaupt mit dem Buch Reichsminister Dr. Goebbels, eine rein hagiographische Verherrlichung Goebbels’ ohne wissenschaftlichen Wert. Spätere Biographen haben Krause sowie Wilfried Bade und Max Jungnickel aufgrund der propagandistischen Inszenierung von Goebbels als „Hofbiographen“ gekennzeichnet. Viktor Reimann weist darauf hin, dass die Werke von Krause und seinen Kollegen nicht einmal verlässliche Daten über Goebbels’ Lebenslauf liefern.Viktor Reimann: Dr. Joseph Goebbels, 1971, S. 361.

In späteren Jahren betätigte Krause sich als Schriftsteller unter dem Namen Peter Hagen. Sein Werk umfasste Romane, Lyrik und Bühnenwerke.

Im Februar 1934 wurde Krause von Goebbels zum Reichsfilmdramaturg und 1935 zum Mitglied des Reichskultursenats ernannt. Diese Stellung hatte er bis 1936 inne. 1935 ging er mit der Schauspielerin Jessie Vihrog seine zweite Ehe ein.Heiratsregister Standesamt Charlottenburg 3, Nr. 1005/1935

Krauses Roman „Nur nicht weich werden, Suzanne!“ von 1934 war die Vorlage für den Film Nur nicht weich werden, Susanne! von 1935 unter der Regie von Arzén von Cserépy mit Veit Harlan in einer Hauptrolle. 1935 versuchte sich Krause ohne eigene einschlägige Erfahrung erstmals als Regisseur; es entstand der antisowjetische Propagandafilm Friesennot. PDF

1940 wurde Krause Kriegsberichterstatter bei der Luftwaffe.Stefan Krings: Hitlers Pressechef: Otto Dietrich (1897-1952). Eine Biografie, 2012.

Krauses Verbleib nach 1940 ist ungeklärt.

Archivarische Überlieferung

Das Bundesarchiv Berlin verwahrt im Bestand R 55 (Akten des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda) zwei Personalakten zu Krause aus seiner Tätigkeit als Mitarbeiter des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (R 55/24283 sowie R 55/23617).

Schriften Reichsminister Dr. Goebbels, Berlin 1933.

Filmografie als Drehbuchautor, wenn nicht anders angegeben

1934: Nur nicht weich werden, Susanne! 1935: Friesennot (Regie) 1936: Nachtwache im Paradies (auch Regie) 1938: Ballade (auch Regie) 1938: Der Spieler 1938: Tanz auf dem Vulkan 1939: Verwandte sind auch Menschen

Weblinks

Einzelnachweise

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