Der Monte-Moro-Pass ist ein hoher Saumpass, der den Hauptkamm der Walliser Alpen östlich des Monte-Rosa-Massivs überquert.
Lage Über den Pass verläuft die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Der Pass verbindet das Walliser Saastal mit dem italienischen Valle Anzasca, einem westlichen Seitental des Valle d’Ossola (Eschental). Die Passhöhe wird im Westen vom Monte Moro () und im Osten vom Joderhorn () begrenzt.
Geschichte Der verhältnismässig leicht begehbare Monte-Moro-Pass stellte nie eine wichtige transalpine Route dar. Er war aber im Hochmittelalter von regionaler Bedeutung, wovon noch Reste des gepflasterten Saumpfades zeugen. In dieser Zeit wanderten viele Saaser (Walser) über den südlichen Alpenhauptkamm und besiedelten die Täler östlich und südlich des Monte Rosa.
Erschliessung Der von Saas-Almagell ausgehende Saumweg führt entlang dem Stausee Mattmark südwärts ins Quellgebiet der Saaser Vispa und steigt dann steil zur Passhöhe an. Knapp südlich der Passhöhe liegt auf das Rifugio Gaspare Oberto. Von dort erfolgt ein ebenfalls steiler Abstieg zum italienischen Passfussort Staffa, einem Ortsteil der Gemeinde Macugnaga. Von hier führt heute eine Luftseilbahn in zwei Sektionen bis fast auf den Monte-Moro-Pass, der Ausblick auf die höchsten Gipfel des Monte Rosa und einen Blick auf die Monte Rosa-Ostwand bietet. Die Seilbahn wurde 1962 errichtet und Anfang 2023 umfassend modernisiert.
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