Die Steinach ist ein, von seiner mündungsfernsten Quelle an gerechnet, gut 22 km langer Bach im Grenzbereich des nordwestlichen Bayern zum nordöstlichen Baden-Württemberg, der bei Bieberehren im Landkreis Würzburg von rechts und Osten in die Tauber mündet. Seine Oberläufe sind der rechte Grimmelbach und der linke Gailshofenerbach.
Geographie Oberläufe Rechter Oberlauf Grimmelbach Der Grimmelbach entsteht neben der Kreisstraße 43 vom Gallmersgartener Dorf Mörlbach nach dem Uffenheimer Kirchdorf Custenlohr etwas vor deren Eintritt in den Hardt auf etwa und läuft als Graben neben einem Feldweg erst einen halben Kilometer südwestlich. Er knickt vor dem Wald Lindenau in der Hälfte dieser Strecke nach Süden, nimmt auf diesem Stück von links einen ähnlich langen Weggraben auf und erreicht dann seine durchwegs westlich verlaufende, flache Auenmulde, in der er sich von Wegen löst und seinen ersten bedeutenderen Zulauf von links aus dem Wald Kautau aufnimmt.
Dann überquert ihn die Straße von Ohrenbach und der zugehörigen Einöde Landthurm wenig links des Laufes, wo früher ein Landturm der Rothenburger Landhege Durchlass durch die Umhegung des Territoriums der Reichsstadt bot, nach dem zu Uffenheim gehörenden Hinterpfeinach im Norden; dort und etwas danach fließen ihm aus dessen Richtung zwei weitere Gräben zu. Wenig darauf tritt der Grimmelbach, der zuvor schon abschnittsweise an einigen kleinen Waldstücken entlanglief, mit seinem Auenband zwischen dem großen Buchholz im Norden, in dem die Relikte einer ca. 4 ha großen Keltenschanze von früher Besiedlung der Gegend zeugen, und einem kleineren Wald im Süden, aus dem ihm wieder ein Bach zuläuft und in dem eine kleinere Schanze liegt. Nach etwas über einen Kilometer trifft er kurz vor der die Wälder durchziehenden A 7 auf den von links kommenden Gailshofenerbach und vereint sich mit diesem nach einem Lauf von 3,7 km zur Steinach.
Linker Oberlauf Gailshofenerbach Der linke Quellbach Gailshofenerbach entsteht mit dem Namen Bodenwiesgraben südöstlich von Ohrenbach am Rand der Waldinsel Walzerlohe auf etwa . Er fließt von dort auf das Dorf zu, nimmt kurz vor ihm einen kleinen Zufluss von links auf, berührt es im Osten und wird nach dem Ort von einem darin entstehenden Zulauf gestärkt. Dann läuft er in breiter Wiesenmulde erst nördlich, dann nordwestlich und fließt nach 2,9 km an der Ohrenbacher Kläranlage mit dem nicht ganz halb so langen linken Brühlgraben zusammen, der am Rande des Ohrenbacher Dorfes Gailshofen entsteht. Der Gailshofenerbach hat dann noch einen Lauf von 1,2 km und berührt am rechten Ufer auf fast dieser ganzen Strecke einen Waldrand.
Nach etwa der Hälfte dieser Strecke mündet von links der 1,6 km lange Herbisgraben, der ebenfalls am Rand von Gailshofen entsteht, danach läuft der Gailshofenerbach nördlich, unterquert den Damm der A 7, nimmt den Zufluss eines Teichs im Mündungswinkel auf und vereint sich nach insgesamt 4,1 km mit dem linken Grimmelbach zur Steinach, die danach in der Grimmelbach-Richtung westlich weiterläuft.
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Die auf etwa entstandene Steinach unterquert die Autobahn, läuft in westlicher Richtung auf Langensteinach zu und lässt dabei den Wald bald hinter sich. Kurz vor dem Pfarrdorf mündet der 4,6 km lange Buchholzbach aus dem namengebenden großen Waldstück nördlich des Grimmelbachs und oberhalb der Steinach. Im Dorf, das in der Talmulde liegt, stößt der Selbach von links zu, nach ihm der Heimbach von rechts.
Bach und Tal tiefen sich nun weiter ein und schlängeln sich dabei leicht in ihrem Westlauf zwischen Wäldern auf den Hochflächen links und rechts. Ins Tal tritt die Kreisstraße 43 von rechts ein. Der 7,1 km lange Harbach mündet danach von links, er ist der längste Steinach-Zufluss. Zwischen wieder offenen Höhen erreicht die Steinach dann den Simmershofener Ort Equarhofen, in dessen Mitte der Wallmersbach vom gleichnamigen Ort Uffenheims 6,1 km bachaufwärts im Nordosten mündet. In Equarhofen mündet außerdem noch der Höllbach der von links kommt. Er entspringt in einem linken Seitental das Struth genannt wird. Nach dem Pfarrdorf erreicht der Bach an der zugehörigen Grubenmühle die Landesgrenze zu Baden-Württemberg, auf deren Trasse von links der etwa einen Kilometer kürzere Freudenbach zufließt.
Auf dem folgenden Nordkeil der Stadtgemarkung von Creglingen nach Bayern passiert der Bach das Dorf Frauental rechts, das mit den verbliebenen Teilen des Zisterzienserinnenklosters Frauental auf einem kleinen, flach auslaufenden Nordsporn liegt. Über zweieinhalb Kilometer bachabwärts durchquert er den Creglinger Weiler Niedersteinach und nimmt kurz danach und etwa 60 m unter dem steilen rechten Sporn der zugehörigen Burgruine Brauneck seinen letzten bedeutenderen Bach auf, den 2,5 km langen Sechselbach.
Ab dort pendelt die Landesgrenze um den Bachlauf. Unterhalb der Altmühle, die zu Reinsbronn links in einem kleinen Seitental gehört, tritt der Bach endgültig nach Bayern über, ins Gemeindegebiet von Bieberehren. Weniger als einen Kilometer abwärts erreicht er die rechte Talaue des dort nordwärts ziehenden Taubertals, läuft noch einen halben Kilometer darin in spitzem Winkel auf den Fluss zu und mündet dann weniger als einen Kilometer südöstlich des namengebenden Pfarrdorfs der Gemeinde auf knapp von rechts und zuletzt Südsüdosten in die Tauber. Vom Zusammenfluss seiner Quellbäche an hat er dort einen Lauf von etwa 18,2 km hinter sich, von der mündungsfernsten Quelle des Bodenwiesgrabens an sind es 22,3 km.
Einzugsgebiet Die Steinach hat ein Einzugsgebiet von 85,4 km². Es erstreckt sich etwa von der Straße Mörlbach – Custenlohr im Osten bis zur Mündung in die Tauber auf knapp ganz im Westen über 17 km weit, hat bis zur Landesgrenze bei Equarhofen eine gleichbleibende Breite bis 7 km und keilt dann aus. Die Hochebene, in die sich der Bach bald nach Vereinigung seiner Quelläste einschneidet, fällt merklich von Ost nach West und von Süd nach Nord ab. Am Ostrand des Einzugsgebietes nahe der Grimmelbachquelle erreicht das Gelände eine Höhe von , im Osten der südlichen Wasserscheide gegen Gickelhäuser Bach und Tauber, die an einer Stelle nicht einmal einen Kilometer entfernt fließt, um , anderswo abseits der Taleinschnitte bleibt es durchwegs über .
Von Nordwesten über den Norden bis in den Nordosten grenzt das Einzugsgebiet der etwas größeren Gollach an, die wenig abwärts in Bieberehren in die Tauber mündet. Im Osten konkurriert jenseits der bis dorthin nirgendwo sehr markanten Wasserscheide die Aisch, die zunächst gegenläufig nach Osten zur Regnitz zieht. Im Süden läuft sie gegen die aufnehmende Tauber selbst und ihre dort viel kleineren rechten Zuflüsse, von denen allein der in Oberscheckenbach nahe den Quellen des Bodenwiesgrabens als Scheckenbach entstehende Gickelhäuser Bach eine Länge von 5 km überschreitet.
Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Höhenangaben nach dem Höhenlinienbild auf dem Bayernatlas bzw. dem Geodatenviewer, Gewässerlängen in der Regel abgemessen bzw. nach LUBW-FG10 (Datensatzeinträge) und Einzugsgebiete entsprechend nach LUBW-GEZG. Quellen für die nicht abgemessenen Angaben sind vermerkt.
Zusammenfluss der Steinach aus Grimmelbach und Gailshofenerbach auf etwa neben dem Damm der A 7 etwa 1,5 km ostsüdöstlich des Uffenheimer Pfarrdorfs Langensteinach im Buchholz.
Grimmelbach, rechter Quellbach, ca. 3,7 km. Er entsteht etwas vor dem Waldeintritt der Kreisstraße 43 (K 43) vom Gallmersgartener Pfarrdorf Mörlbach zum Uffenheimer Kirchdorf Custenlohr auf etwa . () Er ist erst wenig vor dem Zulauf des Bachs aus dem Kautau mehr als ein Weggraben. (Weggraben), von links an der Südostecke des Waldstücks Lindenau auf etwa , ca. 0,6 km. Er entsteht am Rande der Kreisstraße auf etwa . (Bach aus dem Wald Kautau), von links an dessen Nordrand auf knapp , ca. 1,4 km. Er entsteht in einer Mulde in dessen Süden auf etwa . Mit diesem Zufluss als Oberlauf wäre der Grimmelbach etwa 3,9 km lang. (Zulauf durch Hinterpfeinach), von rechts an der Brücke der Straßen von Uffenheim-Hinterpfeinach nach Ohrenbach auf etwa , ca. 1,2 km. Er entsteht an der Nordspitze des Waldes Lindenau auf etwa . (Zufluss), von rechts wenig danach auf etwa , ca. 0,5 km. Er entsteht am Westrand von Hinterpfeinach auf etwa . (Bach durch den Dornschlag), von links am Beginn der Wiesenau zwischen Buchholz und einem weiteren Wald im Süden auf etwa , ca. 1,7 km. Er entsteht in der Flur etwa 0,5 km südöstlich des Landthurms auf etwa . Gailshofenerbach, linker Quellbach, ca. 1,2 km ab Zusammenfluss und ca. 4,1 km ab der mündungsfernsten Quelle des Bodenwiesgrabens. Er entsteht aus dem Zusammenfluss von Bodenwiesgraben und Brühlgraben an der Ohrenbacher Kläranlage auf etwa . Bodenwiesgraben, rechter Quellbach des Gailshofenerbachs, ca. 2,9 km. Er entsteht südöstlich von Ohrenbach am Nordwestrand der Waldinsel Walzerlohe auf etwa . () Er bleibt Weggraben bis etwas hinter Ohrenbach und ist im Ortsbereich unbeständig. (Zulauf), von links fast am Ortsrand von Ohrenbach auf etwa , ca. 0,6 km. Er entsteht auf einem Geländesattel gegen Oberscheckenbach zu auf etwa . (Zulauf aus der Dorfmitte), von links wenig nordöstlich von Ohrenbach auf wenig über , ca. 0,4 km, vielleicht mit Verdolung 0,7 km, da am südwestlichen Dorfrand ein kleiner Teich in der oberen Talmulde auf etwa liegt, dessen Abfluss er wohl ist. Brühlgraben, linker Quellbach des Gailshofenerbachs, ca. 1,2 km. Er entsteht am südwestlichen Ortsrand des Ohrenbacher Dorfs Gailshofen auf etwa und durchquert den Ort teils verdolt. Herbisgraben, von links etwa 0,3 km vor der Unterquerung der A 7 auf etwa , ca. 1,6 km. Er entsteht am Westrand von Gailshofen auf etwa . 10px Kurzer Zulauf aus einem Teich, von rechts kurz vor der Mündung. Buchholzbach, von rechts wenig östlich der Staatsstraße 2419 (St 2419) bei Langensteinach auf unter , ca. 4,6 km und 7,272 km². Entsteht am Westrand des Buchheimer Wald an der K 43 östlich von Vorderpfeinach auf etwa . Etwa die ersten 0,8 km bis fast zum Rand der Ansiedlung sind unbeständig. Wiesfleckengraben, von rechts in der Waldmitte zwischen Buchholz und Hoher Au auf , ca. 3,8 km. Er entsteht südöstlich von Custenlohr in der Kurve eines Waldrandweges auf über . Etwa die ersten 0,7 km bis zur K 43 sind unbeständig. 10px Durchfließt den Horbsee auf über , ca. 0,4 ha. 10px Speist eine Gruppe von Teichen am Westrand des Buchholzes, zusammen unter 1,2 ha. Hohenaugraben, von rechts unmittelbar nach den Teichen auf , 2,2 km. Er entsteht am Nordrand der Hohen Au nahe der K 49 auf etwa und folgt größtenteils unbeständig der Waldkontur. Selbach, von links in Langensteinach auf unter , ca. 2,1 km. Er entsteht im Galgenholz südlich des Ohrenbacher Kirchdorfs Reichardtsroth auf knapp . 10px Speist einen See am Waldrand, ca. 1,6 ha. (Zulauf), von rechts am Seeauslauf, ca. 0,5 km. Er entsteht an der St 2418 auf etwa . Heimbach, von rechts nach der Langensteinacher Kläranlage auf etwa , ca. 2,8 km.Er entsteht am Westrand der Waldinsel Eichenloh auf etwa . Unbeständig etwa auf den ersten 0,7 km. Allbachgraben, von links an der Gemeindegrenze von Uffenheim zu Simmershofen auf unter , ca. 2,0 km. Er entsteht an der Südspitze des Waldes Eichicht auf etwa . Nur etwa die letzten 0,7 km ab dem Grundbrunnen auf etwa sind beständig. (Zufluss), von rechts am Taleintritt der NEA 49 auf etwas über , ca. 1,8 km. Er entsteht am Nordrand des Föhrig auf unter . Unbeständig. Harbach, von links unterhalb des Spitalholzes östlich von Equarhofen auf etwa , 7,073 km und 9,268 km². Er entsteht an der St 2419 auf etwa . 10px Durchläuft einen länglichen Teich kurz nach dem Ursprung, ca. 0,4 ha. Johannitergraben, von links den Ostrand des Neckenhags entlang auf etwa , 0,7 km. Er entsteht auf etwa .