Sobral, amtlich , ist eine Stadt im brasilianischen Bundesstaat Ceará mit einer Bevölkerung von etwa 216.000 Menschen (Schätzung 2025) und ist Sitz des Bistums Sobral.

Geographie Lage Sobral liegt überwiegend auf der linken Seite des Rio Acaraú im Nordosten Brasiliens etwa 100 Kilometer vom Atlantik entfernt auf einer Höhe von etwa 70 Metern.

Klima Das Klima ist subtropisch-heiß mit durchgehend sehr warmen Monaten bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 27,2 °C. Die Jahresniederschlagssumme beträgt 888 Millimeter, die Gesamtzahl der Sonnenstunden 2799. Die Monate Januar bis Mai sind humid, alle anderen sind extrem trocken. Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger lautet BSh.

Vegetation Offene, buschige Dornstrauchsavanne, die Caatinga, ist vorherrschend. Es gibt aber auch Bereiche mit Trockenwald (tropischer halbimmergrüner Regenwald), Feuchtwald (tropischer Nebelwald) und Auwald (gemischter zweikeimblättriger Palmenwald).

Der Sobral-Nationalwald Serra da Meruoca nordwestlich der Stadt ist eines der wichtigsten Schutzgebiete der Caatinga und wird vom Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade (ICMBio) verwaltet.

Geschichte Die Gebiete entlang des Rio Acaraú waren von verschiedenen indigenen Volksgruppen bewohnt, darunter die Areriú und die Jaibaras. Auf dem Gelände der Fazenda Caiçara wurde eine Pfarrkirche errichtet und um sie herum entstand ein Dorf. Später wurden die Igreja do Rosário und die Igreja Bom Parto erbaut und auch um sie herum entstanden Wohnhäuser. Diese Siedlung Caiçara erhielt 1773 unter dem Namen Vila Distinta e Real de Sobral (Vornehme und Königliche Stadt von Sobral) den Status einer Stadt.

Wirtschaft und Lebensstandard In Sobral ist der Abbau von Ziersteinen, Mauersteinen, Schotter, Eisenerz und anderen Rohstoffen für den Hoch- und Tiefbau von zentraler Bedeutung. Im Stadtbezirk São José do Torto ist das größte Eisenerzvorkommen der Region, das seit März 2009 abgebaut wird. Da es weitere Eisenerzlagerstätten gibt, wird erwartet, dass zukünftig neue Minen eröffnet werden.

Das Bruttosozialprodukt betrug 2021 pro Kopf 25.396,38 R$, umgerechnet rund 4.108 Euro, das Bruttosozialprodukt der Gemeinde insgesamt belief sich im selben Jahr auf rund 5,395 Milliarden R$, umgerechnet rund 900 Millionen Euro.

Das monatliche Durchschnittseinkommen lag 2022 beim Faktor 2,0 des brasilianischen Mindestlohnes (Salário mínimo). Im selben Jahr waren 58.392 Personen oder 28,8 % der Bevölkerung als fest im Arbeitsverhältnis stehend gemeldet. Noch 2010 hatten 44,2 % der Bevölkerung ein Einkommen von lediglich der Hälfte des Minimallohns.

Der Index der menschlichen Entwicklung (HDI) ist mit 0,714 für 2010 als hoch eingestuft.

+ Entwicklung des HDI für Sobral 1991 2000 20100,406 (sehr niedrig)0,537 (niedrig)0,714 (hoch) Verkehr Sobral liegt an der nichtelektrifizierten Meterspurbahn der Transnordestina von Fortaleza nach Teresina. Der überregionale Straßenverkehr erreicht die Stadt über die Bundesstraßen BR-222 Fortaleza–Marabá und BR-403 Acaraú–Crateús. Außerdem gibt es mehrere Staatsstraßen (Rodovias Estaduais), die in der Stadt beginnen oder durch sie führen.

Der öffentliche Personenverkehr im Stadtgebiet wird von der stadtbahnähnlichen VLT de Sobral getragen. Daneben gibt es lokale und regionale Buslinien, die im Zentralen Busterminal im Stadtteil Dom José starten und enden.

Es gibt den kleinen Regionalflughafen Aeroporto Regional de Sobral etwa 15 Kilometer Luftlinie nordöstlich der Innenstadt.

Söhne und Töchter Jerônimo Tomé da Silva (1849–1924), Bischof von Belém do Pará, Erzbischof von São Salvador da Bahia Francisco Expedito Lopes (1914–1957), Bischof von Oeiras und Garanhuns Jeová Elias Ferreira (* 1961), Bischof von Goiás Daniel Sobralense (* 1983), Fußballspieler Jadson (* 1997), Fußballspieler Jonathan De Menezes (* 2004), Beachvolleyballspieler

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