Diese Liste umfasst die Mitglieder der Ständeversammlung des Großherzogtums Baden für die Sessionen des 22. ordentlichen Landtags. Die Eröffnung fand am 2. Dezember 1865 statt. Am 21. Juni 1866 wurde der Landtag vertagt und am 9. Oktober 1866 wieder eröffnet. Am 30. Oktober wurde die Zweite Kammer beurlaubt. Die Schlusssitzung der Ersten Kammer fiel auf den 7. November 1866. Insgesamt fanden 27 Sitzungen der Ersten Kammer und 69 Sitzungen der Zweiten Kammer statt. Am 3. Januar 1867 erklärte der Großherzog den 22. Landtag für geschlossen.

Präsidium der Ersten Kammer Präsident: Prinz Wilhelm von Baden Vizepräsident: Robert von MohlDieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als promovierter Akademiker ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Doktor-Grad verzeichnet

Mitglieder der Ersten Kammer Prinzen des Hauses Baden Prinz Wilhelm von Baden Prinz Karl von Baden Markgraf Maximilian von Baden (war nie anwesend)

Standesherren Fürst Karl Egon zu Fürstenberg (war nie anwesend) Fürst Ernst zu Leiningen (war nie anwesend) Fürst Erwein von der Leyen (war nie anwesend) Fürst Wilhelm zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (war nie anwesend) Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg Graf Karl Theodor zu Leiningen-Billigheim (war nie anwesend) Graf Karl Theodor zu Leiningen-Neudenau (war nie anwesend)

Vertreter des erblichen Landstands Graf Ludwig Wilhelm August von Langenstein und Gondelsheim (war nie anwesend)

Vertreter der katholischen Kirche Hermann von Vicari, Erzbischof von Freiburg (war nie anwesend)

Vertreter der evangelischen Landeskirche Karl Julius Holtzmann, Prälat der Evangelischen Landeskirche

Vertreter des grundherrlichen Adels Oberhalb der Murg Nur im ersten Verzeichnis genannt:Für die Erste Kammer des 22. Landtags 1865 bis 1866 gibt es im Handbuch von Ludwig Bauer und Bernhard Gißler über die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819 – 1912 zwei Verzeichnisse, die sich etwas unterscheiden. Das 1. Verzeichnis findet sich auf Seite 37, das 2. Verzeichnis auf Seite 38 des Handbuchs. Freiherr Heinrich Bernhard von Andlaw-Birseck Graf Heinrich von Kageneck Graf Maximilian von Kageneck Freiherr Roderich von Stotzingen

Nur im zweiten Verzeichnis genannt: Freiherr Leopold von Böcklin, Oberst (in die Kammer eingetreten 1866) Freiherr Franz von Falkenstein (in die Kammer eingetreten 1866) Freiherr Karl von Gayling (in die Kammer eingetreten 1866) Freiherr Bruno von Türckheim (in die Kammer eingetreten 1866)

Unterhalb der Murg Freiherr August von Gemmingen-Hornberg-Michelfeld Freiherr Ernst August Göler von Ravensburg Graf Maximilian von Helmstatt

Nur im ersten Verzeichnis genannt: Graf Friedrich von Berlichingen

Nur im zweiten Verzeichnis genannt: Freiherr Karl Rüdt von Collenberg-Bödigheim (in die Kammer eingetreten 1866)

Vertreter der Landesuniversitäten Julius Jolly, Ministerialrat, Vertreter der Universität Heidelberg Adolf Schmidt, Hofrat, Vertreter der Universität Freiburg

Vom Großherzog ernannte Mitglieder Robert von Mohl, Geheimrat Friedrich Keller, Oberst Johann Caspar Bluntschli, Geheimrat Richard Rothe, Geheimer Kirchenrat Theodor Bertheau, Oberhofgerichtsadvokat August Dennig, Fabrikinhaber Philipp Artaria, Kunsthändler Franz Josef Faller, Fabrikinhaber

Präsidium der Zweiten Kammer Präsident: Georg Martin Hildebrandt 1. Vizepräsident: Ludwig Kirsner 2. Vizepräsident: Carl Eckhard

Die gewählten Abgeordneten der Zweiten Kammer Stadtwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des Abgeordneten S1 Wahlbezirk der Stadt Überlingen Hermann Poppen S2 Wahlbezirk der Stadt Konstanz Karl Seiz S3 Wahlbezirk der Stadt Freiburg Josef Frick S3 Wahlbezirk der Stadt Freiburg Hermann Obkircher S4 Wahlbezirk der Stadt Lahr Gustav Adolf Fingado S4 Wahlbezirk der Stadt Lahr Camill Bittmann (Mandat bis 1866, dann gefolgt von Turban) Ludwig Turban (1866 Nachfolger von Bittmann) S5 Wahlbezirk der Stadt Offenburg Christian Wilhelm Gerbel S6 Wahlbezirk der Stadt Rastatt Matthäus Josef De Haan S7 Wahlbezirk der Stadt BadenBis 1931 hieß die Stadt Baden-Baden nur Baden. Konrad Kuntz S8 Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Rudolf Dietz S8 Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Rudolf Kusel S8 Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Julius Ziegler S9 Wahlbezirk der Stadt Durlach Karl Wahrer S10 Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Friedrich Wilhelm Lenz S10 Wahlbezirk der Stadt Pforzheim August Kayser S11 Wahlbezirk der Stadt Bruchsal Bernhard August Prestinari S12 Wahlbezirk der Stadt Mannheim Wilhelm Kopfer (Mandat bis 1866, dann gefolgt von Hummel) Gustav Hummel (1866 Nachfolger von Kopfer) S12 Wahlbezirk der Stadt Mannheim Ludwig Achenbach S12 Wahlbezirk der Stadt Mannheim Eduard Moll S13 Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Heinrich Krausmann S13 Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Eduard Pickford (Mandat bis 1866, dann gefolgt von Wundt) Wilhelm Max Wundt (1866 Nachfolger von Pickford) S14 Wahlbezirk der Stadt Wertheim Franz Heinrich von Feder

Ämterwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des Abgeordneten A1 Wahlbezirk der Ämter Meersburg, Salem, Pfullendorf und Überlingen Franz Xaver Heilig A2 Wahlbezirk der Ämter Radolfzell, Blumenfeld und Konstanz Plazidius Philipp Haager A3 Wahlbezirk der Ämter Stockach, Meßkirch und Engen Johann Baptist Roder A4 Wahlbezirk der Ämter Blumberg, Stühlingen, Bonndorf, Löffingen und Neustadt Paul Tritscheller A5 Wahlbezirk der Ämter Villingen und Hüfingen Ludwig Kirsner A6 Wahlbezirk der Ämter Tiengen, Jestetten, St. Blasien und Waldshut Josef Hebting A7 Wahlbezirk der Ämter Säckingen, Laufenburg und Schönau Otto Sachs A8 Wahlbezirk der Ämter Schopfheim und Kandern Franz Philipp Freiherr von Roggenbach A9 Wahlbezirk des Amtes Lörrach August Lamey A10 Wahlbezirk des Amtes Müllheim Johann Heidenreich A11 Wahlbezirk der Ämter Staufen und Heitersheim Franz Josef Federer A12 Wahlbezirk des Amtes Altbreisach mit zum Stadtamt Freiburg zugehörigen Landorten Karl Gustav Adolf Knies A13 Wahlbezirk des Landamtes Freiburg (I) und des Amtes St. Peter Eduard Fauler (Mandat bis 1866, dann gefolgt von Helmle) Johann Georg Helmle (1866 Nachfolger von Fauler) A14 Wahlbezirk des Landamtes Freiburg (II) und der Ämter Waldkirch und Elzach Karl Maria Josef Eckhard A15 Wahlbezirk des Amtes Emmendingen Wilhelm Wenzler A16 Wahlbezirk der Ämter Endingen und Kenzingen Karl Busch A17 Wahlbezirk der Ämter Triberg, Hornberg, Wolfach und Haslach Robert Gerwig A18 Wahlbezirk des Amtes Ettenheim Karl Richter A19 Wahlbezirk des Amtes Lahr Friedrich Karl Christian Kiefer A20 Wahlbezirk des Amtes Offenburg mit Teilen des Amtes Appenweier Franz Karl Roßhirt A21 Wahlbezirk der Ämter Gengenbach und Oberkirch mit Teilen des Amtes Appenweier Karl Kimmig A22 Wahlbezirk der Ämter Rheinbischofsheim und Kork Benjamin Hauß A23 Wahlbezirk der Ämter Achern und Bühl Josef Weber A24 Wahlbezirk der Ämter Ettlingen und Rastatt Josef Beck A25 Wahlbezirk der Ämter Baden, Gernsbach und Steinbach Gustav Albert Buhl (Mandat 1866 niedergelegt, dann gefolgt von Eisenlohr) Friedrich Wilhelm August Eisenlohr (1866 Nachfolger von Buhl) A26 Wahlbezirk des Landamtes Karlsruhe mit Teilen des Landamtes Bruchsal Karl Friedrich Freiherr Stockhorner von Starein A27 Wahlbezirk der Ämter Durlach und Stein Karl Friderich A28 Wahlbezirk des Amtes Pforzheim Albert Georg Henne A29 Wahlbezirk des Amtes Bruchsal mit Teilen des Amtes Eppingen Georg Martin Hildebrandt A30 Wahlbezirk des Amtes Bretten mit Teilen des Amtes Eppingen Louis Paravicini A31 Wahlbezirk der Ämter Philippsburg und Schwetzingen Wilhelm Jakob Behaghel A32 Wahlbezirk der Ämter Wiesloch und Neckargmünd Johann Friedrich Wundt A33 Wahlbezirk des Amtes Sinsheim mit Teilen des Amtes Eppingen Heinrich Friedrich Muth A34 Wahlbezirk des Amtes Heidelberg Philipp Allmang A35 Wahlbezirk der Ämter Ladenburg und Weinheim Heinz Karl Pagenstecher A36 Wahlbezirk des Amtes Neckarbischofsheim mit Teilen des Amtes Mosbach (links des Neckars) August Karl Fröhlich A37 Wahlbezirk des Amtes Eberbach mit Teilen des Amtes Mosbach (rechts des Neckars) Friedrich Theodor Schaaf A38 Wahlbezirk der Ämter Buchen und Osterburken Vinzenz Kieser A39 Wahlbezirk des Amtes Boxberg Ernst Philipp Huffschmid A40 Wahlbezirk der Ämter Tauberbischofsheim und Gerlachsheim Karl Mathy A41 Wahlbezirk der Ämter Wertheim und Walldürn Franz Anton Grimm

Literatur Digitale Sammlung badischer Landtagsprotokolle bei der Badischen Landesbibliothek. Verzeichnis der Mitglieder beider Kammern Protokolle des Badischen Landtags, 1. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819 – 1918 Protokolle des Badischen Landtags, 2. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819 – 1933 Ludwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819 – 1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 37–38 Adolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907

Belege und Anmerkungen

1865