Dietlinde Stengelin (* 13. April 1940 in Tuttlingen) ist eine deutsche Malerin, die insbesondere am Bodensee wirkt.
Leben Dietlinde Stengelin wurde 1940 in Tuttlingen geboren. 1959 nahm sie an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg teil. Von 1961 bis 1963 studierte sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Hugo Peters und Manfred Henninger, von 1964 bis 1965 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Georg Meistermann, zuletzt als Meisterschülerin.Uwe Degreif: Stengelin, Dietlinde. In: Andreas Beyer u. a. (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd. CVI, Berlin/Boston 2020, S. 118. Seit 1966 ist Dietlinde Stenglin Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.kuenstlerbund.de: Mitglieder "S" / Dietlinde Stengelin (abgerufen am 28. März 2016) Seitdem nahm sie bis 2012 an mehreren DKB-Jahresausstellungen und -Projekten teil. 1968 bis 1974 übte Stengelin eine Tätigkeit als Kunst- und Museumspädagogin aus, u. a. an der Europaschule und an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Danach wurde sie Lehrerin i. A. für Bildende Kunst, 1972 bis 1991 zunächst in Pforzheim und ab 1974 bis 1991 am Montfort-Gymnasium Tettnang. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Malerin in Langenargen am Bodensee.
Werk
Im Werk von Dietlinde Stengelin, das von Abstraktion und Figuration gekennzeichnet ist, spielt die Farbe eine herausragende Rolle. Die menschliche Figur, Akte wie die große Liegende und Torsi, prägte den Beginn ihrer Malerei. Später waren es auch Erscheinungen der Natur, die Stengelin in Allegorien umsetzte. Prägend für die Malerin sind Begegnungen mit Werken der Literatur, im Besonderen aus dem Bereich der antiken und der christlichen Mythologie, die sie zu künstlerischer Ausdruckskraft anregen. In jüngster Zeit gewinnen ihre Werke mehr und mehr zeichenhafte Symbolik, deren bildhafte Darstellung auf religiöse Mystik verweist, etwa die Arbeit Maria in den Rosen.
Richard Kreidler bemerkte: „Die ihre Kunst schon charakterisierende Fähigkeit mannigfaltiger Farbschichtung, der Durchlichtung oder Verschleierung lässt dank vieler Varianten der Pinselführung Bildräume entstehen, die tatsächlich Fragen der menschlichen Existenz und Erscheinungen des Kosmos bergen.“
Preise und Stipendien 1966: Villa-Romana-Preis, Florenz villaromana.org, abgerufen am 28. Dezember 2012. 1994: 1. Preis der Aesculap-Werke zum Thema „Mensch-Medizin-Technik“ mit Bild Messer 2020: Kunstpreis der „Ike und Berthold-Roland-Stiftung“, in Anerkennung ihrer Abstraktionenhttps://www.speyer-kurier.de/kultur/ausstellungen/artikel/dietlinde-stengelin-mit-dem-kunstpreis-der-ike-und-berthold-roland-stiftung-ausgezeichnet/ abgerufen am 1. September 2020
Ausstellungen (Auswahl) 1967: Galerie am Kaiserplatz, Karlsruhe 1982: Galerie im Schloßpark, Tettnang 1985: Galerie Holbein, Lindau 1996: Bild + Sinn, Tagungshaus Regina Pacis, Leutkirch 1997: Farben wie fortwährende Ereignisse, Städtische Galerie Tuttlingen 2003: Städtische Galerie Fauler Pelz, Überlingen, mit Hubert Riebersuedkurier.de: Vielfalt ist Programm (abgerufen am 28. März 2016) 2005: Zwischen Laut und Licht, Dietlinde Stengelin - Vier Jahrzehnte Malerei, Langenargen 2005: Bilder aus den letzten Jahren, Hermann-Hesse-Höri-Museum, Gaienhofen 2009: Galerie im Schloßpark Tettnang 2010: Im Schweigen sehen, zu Gast im Purrmann-Haus Speyer 2011: Nirgendwo – Irgendwo – Immerwo, Kloster Hegne, Haus St. Elisabeth 2012: Museum Langenargen
Literatur Andrea Dippel: Kontrapunkte – Kunst der Gegenwart im Landratsamt Bodenseekreis. Gessler, Friedrichshafen 2009, ISBN 978-3-86136-137-4, S. 62–69. Ralf Michael Fischer (Hg.): Im Dialog mit Hans Purrmann - Kunst der Moderne und Gegenwart in Langenargen. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Museum Langenargen 2020/21. Langenargen 2021, S. 45–50. Ralf Michael Fischer: Laudatio für Dietlinde Stengelin zur Verleihung des Kunstpreises 2020 der Ike und Berthold Roland-Stiftung am 10. Juli 2020 an Dietlinde Stengelin zu ihrem 80. Geburtstag für abstraktes Werk. In: RS Magazin der Ike und Berthold Roland-Stiftung 5 (2020): o. S. [S. 73–80]. Richard Kreidler: Dietlinde Stengelin – Arbeiten nach 2000. Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-929419-99-3. Helmuth Voith, Christel Voith, Siegfried Tann, Bernd Wiedmann (Hrsg.): Leben am See – Jahrbuch des Bodenseekreises. Band 18, Lorenz Senn, 2000, ISBN 3-88812-519-7, S. 98–106. Uwe Degreif: Stengelin, Dietlinde. In: Andreas Beyer u. a. (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd. CVI, Berlin/Boston 2020, S. 118.
Weblinks
Offizielle Website von Dietlinde Stengelin
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Träger des Villa-Romana-Preises Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Frau