David ist ein hebräischer männlicher Vorname.
Herkunft und Bedeutung Der Name bzw. geht entweder auf „Vaterbruder“, „Onkel väterlicherseits“, was ein Verständnis als Ersatzname impliziert, oder „lieben“ bzw. „Geliebter“ zurück. Hinter letzterem sieht Archibald Sayce ursprünglich Dodo, einen israelitischen Sonnengott.
In der Bibel ist er mit über 1000-maliger Nennung der dritthäufigste Name nach Mose und Abraham und bezeichnet wie im Koran ausschließlich König David.
In der Septuaginta lautet der Name , in der Vulgata David.
Der Koran gibt den Namen als bzw. wieder.
In der Form twti erscheint er als Name eines Ausländers auf einer ägyptischen Stele aus der Zeit um 1750 v. Chr.K. A. Kitchen: Non-Egyptians recorded on Middle-Kingdom Stelae in Rio de Janeiro, In: Middle Kingdom Studies, edited by. S. Quirke, Whiystable 1991, S. 88
Verbreitung International Als bedeutender Name der Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam ist der Name David international verbreitet.
Hervorzuheben sind Israel, wo sich der Name an der Spitze der Vornamenscharts etabliert hat, Kroatien (Rang 2, Stand 2021) und Ungarn (Rang 9, Stand 2019).
In den USA gehört der Name David seit 1880 zu den 40 beliebtesten Jungennamen. Von 1936 bis 1992 lag er stets in den Top-10, wobei er nur im Jahr 1960 die Spitzenposition belegte. Von 1930 bis 2023 wurden rund 3,5 Mio. Jungen so genannt. Der Name befindet sich in Kanada seit 1920 stets in den Top-60. Zwischen 1935 und 1991 lag er dauerhaft in den Top-10 der Hitlisten. In Australien zählte der Name von 1952 bis 1989 durchgehend zu den Top-10 der Vornamenscharts. Seitdem geht seine Beliebtheit zurück. Im Jahr 2018 belegte er Rang 97. Der Name befand sich in Neuseeland von 1900 bis 1998 in den Top-30 und von 1926 bis 1990 in den Top-10. Danach ging seine Popularität stark zurück.
David ist in England und Wales seit 1996 jährlich in den Hitlisten den 100 beliebtesten Jungennamen anzutreffen. In Schottland kommt der Name seit 1935 in den Top-100 vor. Von 1970 bis 1992 belegte er dauerhaft die Spitzenposition der Hitlisten. Der Name zählte in Nordirland von 1997 bis 2004 stets zu den Top-20. Seitdem geht seine Beliebtheit stetig zurück. Im Jahr 2023 belegte er Rang 83. In Irland ist der Name seit 1964 alljährlich in den Top-100 anzutreffen. Im Jahr 1984 sowie zwischen 1987 und 1993 lag er auf dem Spitzenplatz. Seit Mitte der 1990er Jahre geht seine Popularität leicht zurück.
In den Niederlanden wird der Name seit 1930 regelmäßig vergeben. Seit 1967 hat er sich in den Top-100 der Vornamenscharts etabliert und seit den frühen 1990er Jahren gehört er zu den 50 beliebtesten männlichen Namen. David befindet sich in Belgien seit 1995 stets in den Top-100 der Vornamenscharts. Der Name kommt in Frankreich seit 1900 jedes Jahr in der Namensgebung vor. In den frühen 1960er Jahren etablierte er sich bis zum Jahr 2008 in den Top-100. Von 1969 bis 1984 gehörte er sogar dauerhaft zu den zehn beliebtesten Jungennamen. Im Jahr 2023 belegte er Rang 119. Von 1930 bis 2023 wurde der Name circa 314.000 Mal bei der Namenswahl berücksichtigt.
In Italien befindet sich der Name seit 1999 stets unter den 100 beliebtesten Jungennamen. Den besten Platz belegte er im Jahr 2015 und 2017 mit Rang 67. In Spanien belegte er von 2002 bis 2016 durchgehend Plätze in den Top-10 der Hitlisten.
Der Name zählt in Tschechien seit 1964 zu den Top-100 der Hitlisten und seit 1970 zu den Top-20. Im Jahr 2004 und 2008 belegte er die beste Platzierung mit Rang 4. Die Schreibweise Dávid liegt in der Slowakei seit dem Jahr 2000 stets in den Top-20. In Polen zählt der Name seit dem Jahr 2000 fast jedes Jahr zu den Top-100. Der Name gehört in Slowenien seit 1992 zu den 30 beliebtesten Jungennamen. In Bosnien und Herzegowina liegt der Name seit 2009 in den Top-70. Im Jahr 2023 belegte er Rang 41.
In den nordischen Ländern Norwegen und Dänemark befindet sich der Name seit den 1990er Jahren durchgehend in den Top-100. Der Name gehört in Schweden seit den 1980er Jahren dauerhaft zu den 100 beliebtesten Jungennamen. Besonders um die Jahrtausendwende war er populär und gehörte zu den Top-20.
Deutscher Sprachraum Vor den 1940er Jahren wurde der Name David in Deutschland sehr selten vergeben. Ende der 1940er Jahre stieg seine Popularität, sodass er mäßig häufig vergeben wurde. Er etablierte sich in den 1970er Jahren unter den 100 beliebtesten Jungennamen Deutschlands. Bis zum Ende der 1980er Jahre wurde der Name immer häufiger vergeben. Seitdem gehört er beständig zu den Top-30-Jungennamen. Im Jahr 2021 belegte er Rang 26 der Hitliste.
In Österreich gehört der Name David seit 1984 durchgehend zu den 30 beliebtesten Jungennamen. Seit 1999 befindet er sich in den Top-10, in den Jahren 2012 und 2014 bis 2016 hatte der die Spitzenposition inne. Im Jahr 2023 belegte er Rang 8. Von 1984 bis 2023 wurde der Name etwa 30.700 Mal gewählt. Der Name kommt in der Schweiz seit 1930 jährlich in der Namensgebung vor. Seit 1960 liegt er stets in den Top-100, seit 1969 in den Top-30 und zwischen 1977 und 2017 durchgehend in den Top-10. Von 1930 bis 2023 wurde der Name etwa 32.800 Mal vergeben. Die Vergabe ist auch in Liechtenstein nachgewiesen.
Varianten
Weibliche Varianten Deutsch: Davida, Davina Englisch: Davena, Davida, Davina, Davinia Spanisch: Davinia
Verwandte Namen Männlich Deutsch: Jedidja (, ) Englisch: Davis, Dawson Georgisch: Weiblich Deutsch: Jedida (, , )
Namenstage 1. März: nach David von Menevia 26. Juni: nach David von Thessaloniki 15. Juli: nach David von Munktorp 19. November: nach David von Augsburg 11. Dezember: nach David von Himmerod 29. Dezember: nach König David
Namensträger
David (auch: David von Armenien, David der Unbesiegbare), Philosoph, 6. Jahrhundert David Scholasticus, iroschottischer Kaplan und Gelehrter im frühen 12. Jahrhundert → siehe außerdem die Liste der Herrscher namens David
A David A. Aaker (* 1938), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler David Abraham (* 1946), amerikanischer Historiker und Rechtswissenschaftler David Abraham (David Ángel Abraham; * 1986), italienisch-argentinischer Fußballspieler David Abudarham, um 1350 in Sevilla lebender und wirkender jüdischer Gelehrter David Adams (1871–1943), britischer Politiker, Mitglied des Parlaments David Adams (1923–2006), kanadischer Filmproduzent David Adams (* 1970), südafrikanischer Tennisspieler David R. Adams (1941–2021), US-amerikanischer Mathematiker David A. Adler (* 1947), US-amerikanischer Kinder- und Jugendbuchautor David Ake (* 1961), US-amerikanischer Jazzpianist und Hochschullehrer David Alaba (* 1992), österreichischer Fußballspieler David Allison (1873–?), französisch-englischer Fußballspieler David Almansa (* 2006), spanischer Motorradrennfahrer David Andersson (1975–2022), schwedischer Gitarrist David Andersson (* 1981), schwedischer Orientierungs- und Ski-Orientierungsläufer Dave Arneson (1947–2009), US-amerikanischer Spieleentwickler David Arquette (* 1971), US-amerikanischer Schauspieler
B David Bach (* 1971), US-amerikanischer Pokerspieler David P. Barash (* 1946), US-amerikanischer Psychologe David Barišić (* 1997), kroatischer Fußballspieler David Baszucki (* 1963), US-amerikanischer Unternehmer, Ingenieur und Erfinder David Bautista (* 1969), US-amerikanischer Wrestler und Filmschauspieler David Beckham (* 1975), englischer Fußballspieler David Beckmann (* 2000), deutscher Automobilrennfahrer David A. Bednar (* 1952), Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage David Belhumeur (* 1970), kanadischer Freestyle-Skier David A. Bell (* 1961), US-amerikanischer Historiker David Bellos (1945–2025), britischer Literaturwissenschaftler und Übersetzer David Ben-Gurion (1886–1973), israelischer Politiker David Bennent (* 1966), schweizerischer Schauspieler David Bergen (* 1957), kanadischer Schriftsteller David Berry (* 1984), australisch-kanadischer Schauspieler David Birney (1939–2022), US-amerikanischer Schauspieler. David Blaine (* 1973), US-amerikanischer Zauberer und Straßenmagier David Boreanaz (* 1969), US-amerikanischer Schauspieler David Bowie (1947–2016), britischer Sänger und Musiker David Brickhill-Jones (* 1981), britischer Orientierungsläufer Dawid Ionowitsch Bronstein (1924–2006), sowjetischer Schachgroßmeister David Broome (* 1940), britischer Springreiter Dave Brubeck (1920–2012), US-amerikanischer Jazzpianist und Bandleader David Burgess (* 1977), kanadischer Eishockeyspieler David Butz (1950–2022), US-amerikanischer American-Football-Spieler
C David Cameron (* 1966), britischer Premierminister Dave Canterbury (* 1963), US-amerikanischer Abenteurer und Pfadfinder David Card (* 1956), kanadischer Ökonom und Nobelpreisträger David Carr (* 1979), US-amerikanischer American-Football-Spieler David Carradine (1936–2009), US-amerikanischer Schauspieler David Carstens (1914–1955), südafrikanischer Boxer, Olympiasieger David Cass (1937–2008), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler David Cassidy (1950–2017), US-amerikanischer Schauspieler und Sänger David Casteu (* 1974), französischer Endurorennfahrer David „Dave“ Chappelle (* 1973), US-amerikanischer Comedian und Schauspieler David Charvet (* 1972), US-amerikanischer Schauspieler und Sänger David Clayton-Thomas (1941–2026), kanadischer Musiker David Coote (* 1982), englischer Fußballschiedsrichter David Copperfield (David Seth Kotkin; * 1956), US-amerikanischer Illusionist David Coulthard (* 1971), schottischer Formel-1-Rennfahrer David Coverdale (* 1951), britischer Hardrock-Sänger („Whitesnake“) David Cronenberg (* 1943), kanadischer Regisseur David Crosby (1941–2023), US-amerikanischer Rocksänger und -musiker David de la Cruz (* 1989), spanischer Radrennfahrer
D David Datuna (1974–2022), georgisch-amerikanischer Künstler David David-Weill (1871–1952), französischer Bankier, Kunstsammler und Mäzen Dave Davies (* 1947), britischer Gitarrist David Degen (* 1983), schweizerischer Fußballspieler David Duchovny (* 1960), US-amerikanischer Schauspieler Dave Dudley (1928–2003), US-amerikanischer Country-Sänger David Dundas (* 1945), britischer Musiker und Schauspieler David Dunn (1811–1894), US-amerikanischer Politiker David Dunn (* 1979), englischer Fußballspieler und -trainer David Dushman (1923–2021), Fechttrainer und Zeitzeuge
E David Eagleman (* 1971), US-amerikanischer Neurowissenschaftler David Easton (1917–2014), kanadisch-US-amerikanischer Politikwissenschaftler David Eberhard (* 1966), schwedischer Psychiater und Autor David Ebershoff (* 1969), US-amerikanischer Schriftsteller David Eckstein (* 1975), US-amerikanischer Baseballspieler David Eddy (* ≈1945), englischer Badmintonspieler David Eggby (* 1950), britischer Kameramann David Ellefson (* 1964), US-amerikanischer Musiker David Ellett (* 1964), kanadischer Eishockeyspieler David Emmanuel (1854–1941), rumänischer Mathematiker, Hochschullehrer David Essex (* 1947), britischer Sänger und Schauspieler David Etxebarria (* 1973), spanischer Radrennfahrer
F David Feest (* 1969), deutscher Historiker David Ferrer (* 1982), spanischer Tennisspieler Dave Finbow (* 1968), englischer Snookerspieler David Fincher (* 1962), US-amerikanischer Regisseur David Folkerts-Landau (* 1949), deutscher Volkswirt und Hochschullehrer David Frétigné (* 1970), französischer Endurorennfahrer Caspar David Friedrich (1774–1840), deutscher Maler
G David Gabai (* 1954), US-amerikanischer Mathematiker David Gahan (* 1962), britischer Musiker David Garrett (* 1980), deutsch-amerikanischer Violinist David Garrick (1717–1779), britischer Schauspieler David Garrick (1945–2013), britischer Popsänger David Garrick, bekannt als David Byron (1947–1985), britischer Rockmusiker David de Gea (* 1990), spanischer Fußballspieler David Gilly (1748–1808), preußischer Baumeister David Gleirscher (* 1994), österreichischer Rennrodler