Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Falkenhagener Feld enthält die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Falkenhagener Feld im Bezirk Spandau, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Bild Name Standort Verlege­datum Leben 100px Pionierstraße 69 Geboren 1914 in Köln als Regina Schönberg. Sie war evangelisch und galt nach den Nürnberger Rassengesetzen von 1935 wieder als Jüdin. Von Beruf war sie Korsettarbeiterin, arbeitete jedoch zuletzt als Zwangsarbeiterin in einer Gärtnerei in der Pionierstraße 69, wo sie auch ein möbliertes Zimmer bewohnte. Am 6. September 1944 musste Regina Postrong zwangsweise die sogenannte Vermögenserklärung unterzeichnen, laut dieser war sie verheiratet und hatte ein Kind in Polen, ihr Ehemann Hans starb 1937.Postrong, Regina Signatur 36A (II) 30145; In: Brandenburgisches Landeshauptarchiv Am 7. September 1944 sollte sie mit dem 110. Alterstransport in das Ghetto Theresienstadt deportiert werden, von diesem Transport wurde sie aber aus unbekannten Gründen zurückgestellt.Regina Postrong durchgestrichen auf der Transportliste 110. Alterstransport (hier mit 19 Jahren und Geburtsjahr 1924). DocID: 127213270 In: Arolsen Archives Die Zustellungsurkunde wurde ihr am 6. September 1944 im letzten Sammellager in Berlin überbracht, das sich in der Schulstraße 78 in einem Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses in Berlin-Wedding befand. Ob sie dort inhaftiert war, oder als Angestellte für die Neue Reichsvereinigung arbeitete, ist unbekannt. Erst am 27. März 1945 wurde sie dann mit dem letzten 117. Alterstransport von Berlin nach Theresienstadt deportiert.Regina Postrong auf der Transportliste 117. Alterstransport. DocID: 127213284 In: Arolsen Archives

Regina Postrong steht als der Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 im Gedenkbuch vom Bundesarchiv, aber es fand sich ein Nachweis, dass sie sich 1948 in einem DP-Lager in Bamberg aufgehalten hat und somit die nationalsozialistische Verfolgung überlebte. Der Quelle zufolge wanderte sie 20. Mai 1949 über Bremen in die USA nach New York aus.Regina Postrong. arolsen-archives.org; Namenliste, ausgestellt in Bremen-Grohn: Verkehrsmittel Schiff (USS General Haan, USS General Howze); Transitländer und Emigrationsziele: Kanada, USA. Informationen über Regina Postrong sind wenig gesichert, da sie mit unterschiedlichen Namen und Geburtsdaten vermerkt wurde. Dies und die Tatsache, dass sie erst so kurz vor Kriegsende deportiert wurde, sprechen dafür, dass sie einige Zeit untertauchen konnte.

Weblinks

Einzelnachweise

! Falkenhagener Feld Stolpersteine Berlin Falkenhagener Feld