Kurt Veth (* 1930; † 18. November 2012 in Dresden) war ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor.
Leben Kurt Veth war als Theaterregisseur unter anderem am Maxim-Gorki-Theater in Berlin tätig. Ab Mitte der 1960er Jahre war er als Regisseur für das Fernsehen der DDR tätig, ab Mitte der 1970er Jahre auch als Drehbuchautor. Gelegentlich trat er auch als Darsteller in Erscheinung.
Unter seinen Filmarbeiten hat die fünfteilige Luther-Serie zum 500. Geburtstag Martin Luthers besondere Bedeutung. Seine letzte Fernseharbeit war ein Film über Thomas Müntzer im Jahr 1989. In den folgenden Jahren arbeitete Veth weiter an verschiedenen Theatern.
Veth lehrte als Professor an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, die er zeitweise als Rektor leitete. Seit November 1978 arbeitete Veth als IM „Nowotny“ mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammen. Er berichtete über Theater, an denen er tätig war, und informierte den Staatssicherheitsdienst bis 1989 über Studierende und Beschäftigte der Hochschule für Schauspielkunst. Als 1992 seine IM-Tätigkeit bekannt wurde, trat Veth von seinem Amt als Rektor zurück, unterrichtete aber weiterhin bis 2006 als Dozent an der Hochschule.
Zeitweise war Veth mit Heidemarie Wenzel verheiratet. Die Ehe wurde später geschieden. In zweiter Ehe war er mit Vera Naumann verheiratet. Sein Grab befindet sich im Urnenhain TolkewitzTraueranzeige der Familie, Berliner Zeitung vom 1./2. Dezember 2012.
Filmographie Regie in Fernsehfilmen, wenn nicht anders angegeben 1964: Rote Rosen für mich 1966: Die Tage der Commune (Theateraufzeichnung, Fernsehregie) 1970: Ein Strauß roter Rosen 1974: Die Mission (auch Drehbuch)Die Mission Fernsehen der DDR (Memento) 1976: Sein letzter Fall 1977: Goldene Zeiten – Feine Leute 1977: Auftrag: Überleben (auch Drehbuch) 1978: Fragen an einen alten MannFragen an einen alten Mann Fernsehen der DDR (Memento) 1981: Überblickt man die Jahre (auch Drehbuch) 1983: Martin Luther, fünfteilige Fernsehserie (auch Drehbuch) 1989: Ich, Thomas Müntzer, Sichel Gottes
Schauspieler 1982: Romanze mit Amélie
Hörspiele 1966: Bertolt Brecht: Das Verhör des Lukullus – Regie (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1969: Bertolt Brecht: Der Ozeanflug – Regie mit Tilo Medek (Rundfunk der DDR)
Theater (Regie) 1960: Bertolt Brecht nach Maxim Gorki: Die Mutter (Theater der Stadt Brandenburg) 1968: Seán O’Casey: Der Stern wird rot (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1985: Swetlana Alexijewitsch: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (Theater im Palast)
Weblinks
Kurt-Veth-Archiv im Archiv der Akademie der Künste, Berlin Ausstellung zum Lutherfilm mit Foto des Regisseurs
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Hörspielregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Schauspielkunst Berlin) Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann