Altmannstein ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und liegt im Schambachtal im Naturpark Altmühltal. mini|hochkant=1.38|Altmannstein, Kupferstich von Michael Wening. mini|Altmannstein mit Burgruine

Geografie mini|Blick auf Altmannstein Die Gemeinde liegt in den südöstlichen Ausläufern der Fränkischen Alb und den nördlichen der Hallertau zwischen der Altmühl im Norden und der Donau im Süden.

Gemeindegliederung

Es gibt 35 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Nachbargemeinden

Geschichte mini|Eingang zur Burg Altmannstein mini|Burg Altmannstein Bis zur Gemeindegründung Der Ort erhielt seinen Namen nach der von Altmann II. von Abensberg nach dem Jahr 1232 erbauten Burg Altmannstein. Herzog Ludwig II. von Bayern erwarb 1291 von Ulrich III. von Stein 1291 das castrum Altmannstein und beließ den Verkäufer als Lehensträger und Verwalter auf der Burg.

Im Jahr 1331 erhielt Altmannstein durch seinen Eigentümer, Kaiser Ludwig den Bayern, die Marktrechte. 1777 bis 1808 gehörte der Ort zu Niederbayern, 1818 wurde er im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert Von 1808 bis 1810 gehörte Altmannstein zum Altmühlkreis, von 1810 bis 1838 zum Regenkreis, von 1838 bis 1972 zur Oberpfalz und ab dem 1. Juli 1972 im Zuge der Kreisreform zu Oberbayern.

Altmannstein besaß mit der gleichnamigen Station einen Eisenbahnanschluss an der Bahnstrecke Ingolstadt–Riedenburg. Personenverkehr gab es zwischen dem 1. Mai 1903 und der endgültigen Betriebseinstellung am 28. Mai 1972.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die Gemeinden Berghausen, Hexenagger, Mendorf (mit Gebietsteilen der am 1. April 1929 aufgelösten Gemeinde Sollern), Neuenhinzenhausen (mit den restlichen Gebietsteilen der aufgelösten Gemeinde Sollern), Schafshill, Schamhaupten und Steinsdorf eingegliedert. Am 1. Oktober 1976 kam Sandersdorf hinzu. Am 1. Juli 1977 folgten Pondorf und Winden. Die Reihe der Eingemeindungen wurde am 1. Mai 1978 mit der Eingliederung von Hagenhill, Laimerstadt und Tettenwang abgeschlossen.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 6551 auf 7001 um 450 Einwohner bzw. um 6,9 %.

In Klammern Einwohnerzahl mit Stand 15. März 2007:

Konfessionsstatistik Gemäß dem Zensus 2011 waren 79,7 % römisch-katholisch, 8,3 % der Einwohner evangelisch und 12,0 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe., Zensus 2011 Die Zahl der Protestanten und Katholiken ist seitdem gesunken. Ende 2020 hatte Altmannstein 7040 Einwohner davon 72,5 % (5110) Katholiken, 7,4 % Protestanten und 20 % hatten entweder eine andere oder gar keine Religionszugehörigkeit.Das Altmannsteiner 2020 in Zahlen, abgerufen am 5. Januar 2021

Politik Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat hat 20 Mitglieder. Die Sitze verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 8. März 2026)

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Michaela Stark (FW). Altbürgermeister sind Norbert Hummel (CSU; 2012 bis 2026) und Adam Dierl (CSU; 1986 bis 2012).

Wappen und Flagge

Als inoffizielle Gemeindefahne wird eine weiß-blaue Flagge mit dem Gemeindewappen verwendet.Eintrag zu Altmannstein auf der Seite kommunalflaggen.eu

Gemeindepartnerschaften Partnerschaftliche Beziehungen pflegt der Markt mit dem Naturpark Sierra de Maria, Los Velez in Andalusien, dem Markt Hüttenberg in Kärnten, mit Sandersdorf in Sachsen-Anhalt und der Comune di Bergamo

Infrastruktur Verkehr Durch Altmannstein führen die Staatsstraße St 2231 und die Kreisstraße EI 30. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind die Anschlussstellen Denkendorf (etwa 19 km) und Ingolstadt-Nord der A 9 (etwa 24 km). Busverbindungen bestehen ins gesamte Altmühltal.

Touristische Straßen Altmannstein liegt an der Deutschen Limes-Straße.

Radfernwege Durch die Gemeinde führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Fernwanderwege Der Limeswanderweg verläuft ebenfalls durch Altmannstein.

Bildung Volksschule Altmannstein (Grundschule, Hauptschule und Mittelschule) Volksschule Sandersdorf (Grundschule) Grundschule Pondorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Altmannstein, Pfarrkirche und Rathaus

Museen Ignaz-Günther-Museum Heimatmuseum Altmannstein

Musik Kirchenchor Altmannstein Vokalensemble Intermezzo D’Hundskrippln

Bauwerke Pfarrkirche „Zum Heiligen Kreuz“ Burg Altmannstein Schloss Sandersdorf

Parks KultUr-Hang Burg Altmannstein

Naturdenkmäler mini|Bavaria-Buche mini|Große Eiche bei Ottersdorf „Bavaria-Buche“ bei Pondorf (seit 2013 durch Fäulnis zerstört) Große Eiche bei Ottersdorf mit 7,99 m Umfang (2015).

Söhne und Töchter der Gemeinde

Franz Ignatius Rothfischer (1720/21–1755), Theologe und Professor für Philosophie Ignaz Günther (1725–1775), Bildhauer Johann Simon Mayr (1763–1845), Komponist und Musiklehrer Joseph Rackl (1848–1915), Germanist und Lehrer Johannes Steiner (1902–1995), Verlagskaufmann Ferdinand Seiler (* 1962), Tenor, Dozent und Gesangslehrer Vanessa Körndl (* 1997), Taekwondoin

Weblinks

Homepage

Einzelnachweise

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