mini|Aufhausen. Gesehen aus der Nähe von Zaitzkofen

Aufhausen ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Sünching. mini|Ortsansicht von Westen mini|Wallfahrtskirche Maria Schnee und Pfarrkirche St. Bartholomäus und Dionysius Geografie Lage Die Gemeinde liegt über dem Tal der Großen Laber.

Gemeindegliederung Es gibt zwölf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Es gibt die Gemarkungen Aufhausen, Hellkofen, Niederhinkofen, Petzkofen und Triftlfing.

Geschichte Vom ersten Nachweis bis zur Verwaltungsreform 769 wurde „Ufhusin“ zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Aufhausen war im Frühmittelalter Sitz eines Hochgerichts für die umliegenden Dörfer. Nach ergebnisloser Belagerung Regensburgs nahm Kaiser Otto I. im November 953 Winterquartier in Aufhausen.

Später, bis 1803, war es als Hofmark des Domkapitels des Hochstiftes Regensburg Sitz eines Pfleggerichts. Das Maria Schnee geweihte Kloster Aufhausen wurde im späten 17. Jahrhundert durch den örtlichen Pfarrer Johann Georg Seidenbusch gegründet. Welche Bedeutung Aufhausen als Wallfahrtsort hatte, ergibt sich aus der Tatsache, dass während des Spanischen Erbfolgekrieges Aufhausen durch einen besonderen Schutzbrief Kaiser Leopolds I. von jeder Besetzung und Kriegsleistung verschont blieb.

Aufhausen wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 die Gemeinden Irnkofen, Petzkofen und Triftlfing (bis 1870 Hellkofen) eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1456 auf 1844 um 388 Einwohner bzw. um 26,7 %.

Politik Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder und setzt sich seit der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wie folgt zusammen: Partei Sitze CSU 4 WUB 3 WT 2 SPD 1 WI 1 WP 1 Von den 1520 Stimmberechtigten haben 1099 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 72,30 Prozent lag.

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit März 2020 Toni Schmid (CSU/Parteilose Wähler). Der Vorgänger war von Mai 1996 bis März 2020 Johann Jurgovsky.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kirchen und Schlösser mini| Wallfahrtskirche Maria Schnee mini|Pfarrkirche St. Bartholomäus und Dionysius Wallfahrtskirche Maria Schnee in Aufhausen, 1736 von Baumeister Johann Michael Fischer errichtet. Schon seit 1672 befand sich an der Stelle eine kleine Kirche mit einer Marienstatue, die der damalige Domvikar Johann Georg Seidenbusch von München mitbrachte. Bis 1827 gab es auch ein von diesem gegründetes Oratorianerkollegium. Das Altarbild der Madonna stammt aus der Dürerschule. Der Name Maria Schnee geht auf eine Legende um einen römischen Patrizier zurück, dem Maria in einer Vision anwies, an der Stelle eine Kirche zu bauen, die er schneebedeckt fände. Mitten im Sommer sah er daraufhin einen schneebedeckten Hügel.

Pfarrkirche St. Bartholomäus und Dionysius. Sie steht in Aufhausen neben der Wallfahrtskirche. Ihr Turm ist in seinen unteren Geschossen romanischen Ursprungs und aus Bruchsteinen gemauert. Der Chor ist spätgotisch, das Langhaus barock. Der Chorraum hat ein spätgotisches Sterngewölbe und einen neugotischen Hochaltar aus dem Jahr 1889, die Kanzel ist barock.

ehemaliges Hofmarkschloss Aufhausen mini|Schloss Triftlfing Schloss in Triftlfing, Hofmarkschloss, 1287 erstmals erwähnt, von den Herren von Au erbaut, später im Besitz der Herren von Triftlfing nach Brand 1726 neu aufgebaut.

Alle Baudenkmäler

Söhne und Töchter der Gemeinde

Thomas Stangl (1854–1921), Klassischer Philologe Josef Wolfgang Steinbeißer (1894–1980), Schauspieler und Dramatiker

Weblinks

Homepage

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Regensburg Kategorie:Katholischer Wallfahrtsort in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 769 Kategorie:Bayerisches Alpenvorland Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)