mini|Klaus Barner in Bunbury am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1962/63) Klaus Barner (* 1933; † 26. Juli 2022 bei Tübingen„Trotzkopf“ und „Tatort“: Schauspieler Klaus Barner gestorben. In: rtl.de, 18. August 2022, abgerufen am 18. Juli 2022.) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben Barner spielte an Bühnen in Trier, BochumKurt Dörnemann: Shakespeare-Theater: Bochum 1919-1979, Laupenmühlen-Druck 1979, S. 98, am Theater BonnTheater heute, Band 20, 1979, S. 56 sowie bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.Fred Eckhard, Matthias Franck: Ihr für uns und wir für euch: 40 Jahre Ruhrfestspiele Recklinghausen, J.H.W. Dietz Nachfolger 1986, S. 218

1955 gab er noch unter dem Namen Klaus Meyer-Barner sein Spielfilmdebüt in Ulrich Erfurths Drama Reifende Jugend. In den fast 50 Jahren seiner Karriere als Film- und Fernsehschauspieler trat er in über 50 Produktionen auf. Er spielte unter namhaften Regisseuren wie Tom Toelle (Ein Sommer – ein Herbst), Eberhard Itzenplitz (Der Mann aus Brooklyn) und Fritz Umgelter (Caroline), Wolfgang Menges Grüß Gott, ich komm von drüben, in Die Vorstadtkrokodile nach dem gleichnamigen Jugendbuch von Max von der Grün sowie als Pontius Pilatus in der musikalischen Bearbeitung der Passions-Geschichte Es wäre gut, daß ein Mensch würde umbracht für das Volk. Einem breiten Publikum ist Barner auch durch größere Rollen in Fernsehmehrteilern sowie seine wiederkehrenden Rollen in Fernsehserien bekannt. In dem Straßenfeger Das Messer nach Francis Durbridge spielte er neben Hardy Krüger den ermittelnden Inspektor Hill, in Der Trotzkopf nach Emmy von Rhoden den Vater der von Anja Schüte verkörperten Titelfigur, in der ARD-Serie Knastmusik den Anstaltsleiter, in der Familienserie Aus heiterem Himmel den Mathematiklehrer Dr. Wiesner und im ZDF-Abenteuervierteiler Der schwarze Bumerang nach Rüdiger Bahr den Biochemiker Dr. Peter Lester. In den Einspielfilmen der Sat.1-Gameshow Cluedo – Das Mörderspiel nach dem gleichnamigen Brettspiel war er als Pfarrer Clemens Grün zu sehen.

Daneben übernahm er häufig Gastrollen in Fernsehserien und -reihen wie Tatort, Sonderdezernat K1, Die Schwarzwaldklinik, Das Traumschiff, Ein Fall für zwei, SOKO 5113, Die Männer vom K3, Der Clown, Eurocops, Wolffs Revier und Großstadtrevier.

Außerdem war Barner umfangreich als Hörspielsprecher in über 100 Produktionen tätig. Er sprach die Hauptrolle des Pirx in der WDR-Produktion Testflug nach Stanislaw Lem, die Hauptrolle in Sanfte nach Fjodor Michailowitsch Dostojewski, den Kronos in der 15-teiligen MDR-Produktion Prometheus nach Franz Fühmann, war in Norbert Schaeffers dreiteiliger Bearbeitung von Rainald Goetz’ Festung unter anderem als Joseph Goebbels zu hören und übernahm die Rolle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes in SWR-Produktion Sherlock Holmes und die Whitechapel-Morde neben Wolfgang Condrus als Dr. Watson.

Barners Tochter ist die Schauspielerin Nora Barner (* 1960). Klaus Barner starb Ende Juli 2022 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 89 Jahren in der Nähe von Tübingen.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl) 1974: Testflug; WDR; Regie: Manfred Brückner 1980: Ein Direktor wird geopfert; WDR; Regie: Heinz Dieter Köhler 1980: Hilfe kommt mir von den Bergen; WDR; Regie: Oswald Döpke 1980: Papiertiger; WDR; Regie: Klaus-Dieter Pittrich 1981: Keine Spur von Leben ...; BR; Regie: Heiner Schmidt 1984: Aussteigen; SR; Regie: Lothar Trautmann 1985: Clara oder die drei Formen des Irrsinns; SR; Regie: Norbert Schaeffer 1985: Tatwaffe; SR; Regie: Willy H. Thiem 1986: Der Hauswart; HR; Regie: Günther Sauer 1986: Klaus Störtebeker oder Nur der Lügner gelangt in den Besitz der Wahrheit; NDR; Regie: Hans Gerd Krogmann 1986: Mord aus Leidenschaft; WDR; Regie: Manfred Brückner 1986: Rebeccas Kind; SR; Regie: Arturo Möller 1987: Privatdetektiv Albert Samson: Eine Frau sucht sich selbst; SWF; Regie: Hans Gerd Krogmann 1989: Dantons Tod; SDR; Regie: Norbert Schaeffer 1989: Das Diktat der Transhumanen; SDR Heidelberg; Regie: Andreas Weber-Schäfer 1989: Tote lachen nicht; NDR; Regie: Hans Rosenhauer 1990: Die Konquistadoren; NDR; Regie: Hans Rosenhauer 1991: Anna Marx und der Kaviar; SWF; Regie: Ursula Langrock 1991: Letzte Liebe; NDR; Regie: Hans Rosenhauer 1992: Sorglers Rückkehr; SDR Heidelberg; Regie: Andreas Weber-Schäfer 1993: Anna Marx und der Staatssekretär; SWF; Regie: Walter Adler 1993: Ich hatte meine Religion gefunden; SWF; Regie: Annette Jainski 1993: Spacebound; SDR Heidelberg; Regie: Andreas Weber-Schäfer 1993: Squatt/Abriss; SR; Regie: Marguerite Gateau 1994: Die Nächte von St. SWF; Regie: Hans Gerd Krogmann 1994: Die Sanfte; SWF; Regie: Corinne Frottier 1994: Ein letztes Inventar; WDR; Regie: Hans Gerd Krogmann 1994: Festung; SWF; Regie: Norbert Schaeffer 1994: Wieviel Uhr ist es, Herr Borges?; SWF; Regie: Ulrich Lampen 1995: Blankenhorn und der Blaumörder; NDR; Regie: Hans Rosenhauer 1997: Anna Marx und das Berliner Kartell; SWF; Regie: Walter Adler 1997: Cthulhu; SDR; Regie: Andreas Weber-Schäfer 1997: Der Besucher aus Deutschland; SR; Regie: Annette Jainski 1997: Satie-rikon. Man sollte eine Musik zum Weghören komponieren; SDR; Regie: Alexander Schuhmacher 1997: Sherlock Holmes und die Whitechapel-Morde; SWR; Regie: Patrick Blank 1998: Der Mann, der den Zügen nachsah; SWF; Regie: Walter Adler 2000: Der abenteuerliche Simplicissimus; SWR; Regie: Hans Gerd Krogmann 2000: Inspektor Jury steht im Regen; MDR; Regie: Hans Gerd Krogmann 2001: Das Fräulein von Scudéry; SWR; Regie: Patrick Blank, Benno Schurr 2002: Babuschka; SWR; Regie: Hartmut Kirste, Benno Schurr 2002: Die Nippenheims; SWR Tübingen; Regie: Günter Maurer 2002: Prometheus; MDR; Regie: Hans Gerd Krogmann 2003: Letzte Stunde; SWR; Regie: Anette Berger 2004: Der zweite Fleck; SWR; Regie: Stefan Hilsbecher 2004: Monopoly; SWR; Regie: Gerwig Epkes 2004: Wo warst du, als das Feuer; SWR; Regie: Uta-Maria Heim 2006: Ich war ein Affenkind; SWR; Regie: Oliver Sturm

Hörfunk-Features / -Dokumentationen (Auswahl) 2009: Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit – Kinderheime in der DDR – Autor: Thomas Gaevert – SWR2, 55 Min. 2009: Wege nach Oz – Autor: Thomas Gaevert – SWR2-Feature am Sonntag, 55 Min.

Weblinks

Nachruf in Die Presse (mit Bild)

Einzelnachweise

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