mini|hochkant=1.5|Topographie der USA
Von den 50 US-Bundesstaaten liegen alle außer Hawaii auf dem Nordamerikanischen Kontinent. Außer Alaska und Hawaii liegen die restlichen 48 Staaten und der District of Columbia zusammen innerhalb einer gemeinsamen Grenze und bilden das Kernland der Vereinigten Staaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi River und Missouri River, die weiten Ebenen im Zentrum des Landes, der große Gebirgszug der Rocky Mountains, die trockenen Wüsten im Südwesten, die gemäßigten Regenwälder im Nordwesten und die Küstengebirge an der Westküste.
Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem https://www.usgs.gov/volcanoes/mauna-loa hohen Vulkan Mauna Loa.
Internationale Grenzen
mini|US-Bundesstaaten, die an internationalen Grenzen liegen (rot koloriert)
Das Kernland liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 67. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die Vereinigten Staaten angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Der 49. Breitengrad wird nur im Northwest Angle nach Norden hin überragt.
Die USA haben politische Grenzen zu Kanada und Mexiko. Die Grenze zu Kanada hat eine Länge von 8893 Kilometern (davon 2477 Kilometer zwischen Alaska und Kanada), die Grenze zu Mexiko hat eine Länge von 3326 Kilometern. Die Küstenlinie ist 19.924 Kilometer lang.
Im Norden grenzen die 48 zusammenhängenden Staaten an Kanada, im Süden an Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifik. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2500 Kilometer. Zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean liegt eine Distanz von rund 4500 Kilometern.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
Im Einzelnen haben folgende Bundesstaaten internationale Grenzen: Grenze zu Kanada: Alaska, Maine, New Hampshire, Vermont, New York, Pennsylvania (Eriesee), Ohio (Eriesee), Michigan (Great Lakes), Minnesota, North Dakota, Montana, Idaho und Washington. Grenze zu Mexiko: Kalifornien, Arizona, New Mexico und Texas. Grenze zu Russland: Alaska Grenzen zu Kuba und den Bahamas: Florida
Fläche mini|hochkant=1.5|Größe der US-Bundesstaaten
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde, wenn man nur die Landfläche zählt der viertgrößte, da China weniger Binnengewässer besitzt. Das Land ist ein wenig kleiner als Kanada, halb so groß wie Russland und 2½ mal größer als Westeuropa. Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.101 km² Landmasse: 9.158.960 km² Wasserfläche: 470.141 km²
Naturräumliche Gliederung Die Vereinigten Staaten lassen sich in mehrere naturräumliche Regionen einteilen. Die Hauptregionen sind folgende: mini|links|Küstenabschnitt in Maine
Atlantische Küstenebene Entlang der Atlantikküste, um die Halbinsel Florida und am Golf von Mexiko liegt eine flache Ebene in der sich viele große Städte befinden: Boston und New York City am Atlantik, Washington an der Chesapeake Bay, sowie Atlanta, Miami, New Orleans und Houston in den Südstaaten.
Im Süden Floridas befindet sich das tropische Marschland der Everglades und das drittgrößte Korallenriff der Erde. Am Golf von Mexiko gibt es zahlreiche Sumpfgebiete.
Hochland der Appalachen Landeinwärts liegt das waldreiche Mittelgebirge der Appalachen. Es erstreckt sich über mehrere Bergketten von der kanadischen Grenze in Maine bis zu den Great Smoky Mountains und weiter nach Alabama im Süden. Der höchste Gipfel ist der 2040 Meter hohe Mount Mitchell in North Carolina.
In den Appalachen gibt es Bodenschätze wie insbesondere Kohle und Erze wie zum Beispiel Eisen. Hier liegt die Industriestadt Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania.
Kanadischer Schild (auch Laurentischer Schild) mini|Long Pond im Adirondack Park, Staat New York
Zu dieser Naturraumeinheit gehören innerhalb des Staatsgebietes der USA lediglich das Superior Upland im Bereich des Oberen Sees und das kleine Gebirgssystem der Adirondacks im Nordosten des Staates New York. Gerade die Adirondack Mountains werden oft den Appalachen zugerechnet, obwohl ihre geologische Struktur vielmehr den Laurentinischen Bergen Kanadas ähnelt und durch die archaischen und proterozoischen Gesteine des Kanadischen Schildes geprägt ist.
Die zwar nur kleinräumigen Areale erhielten wegen des großen Erzreichtums dennoch wirtschaftliche Bedeutung.
Zentrale Tiefebene und Hochland (auch Innere Ebene) Die Zentrale Tiefebene zieht sich entlang der Flüsse Mississippi River und Missouri River von den Großen Seen im Norden, durch Illinois und Arkansas bis zum Golf von Mexiko in Louisiana. In der Region liegen beispielsweise die Städte Chicago und Memphis. Westlich der Tiefebene schließt sich eine höher gelegene Region an, die von North Dakota über die Staaten Oklahoma und Nebraska bis Texas reicht.
Die Zentrale Tiefebene und das Hochland gehören teilweise zum Mittleren Westen und zu den Great Plains. Die Gegend ist geprägt von Prärie-Landschaften und von großen landwirtschaftlichen Flächen, aber auch von industriellen Großstädten und Verkehrsinfrastruktur (Bahnknotenpunkt Chicago, Flughafen Chicago O'Hare).
Rocky Mountains Der Gebirgszug der Rocky Mountains erstreckt sich in dessen Westen über den gesamten nordamerikanischen Kontinent in Nord-Süd-Richtung: Je nach Definition beginnen sie in Alaska oder Kanada und setzen sich über Idaho, Montana, Wyoming, Colorado und New Mexico bis nach Mexiko fort.
Das Gebirge ist teilweise 1500 km breit.
Der höchste Punkt der Rocky Mountains im Kernland der USA ist der 4.396 Meter hohe Mount Elbert im Bundesstaat Colorado. Im Bereich der Rocky Mountains liegen der Yellowstone-Nationalpark, sowie die Städte Denver und Santa Fe.
Großes Becken mini|Im Death Valley in Kalifornien
Im Norden des abflusslosen Großen Beckens (Great Basin) befinden sich weite Salzebenen und der Große Salzsee bei Salt Lake City. In Nevada liegt die trockene und kühle Great-Basin-Wüste. Weiter südlich liegen Las Vegas und die heiße Mojave-Wüste, das Tal des Todes (Death Valley) und das Colorado-Plateau mit dem Grand Canyon. Der Colorado River durchzieht das Gebiet. Im Westen wird das Gebiet des Großen Beckens durch die Sierra Nevada begrenzt.
Im Tal des Todes liegt mit Badwater der tiefste Punkt Nordamerikas auf einer Höhe von 85,5 Meter unterhalb des Meeresspiegels.
Weiter südlich beginnt die artenreiche Sonora-Wüste in Arizona mit den Städten Phoenix und Tucson.
Pazifikküste Pazifikanrainer sind von Nord nach Süd die Bundesstaaten Alaska, Washington, Oregon und Kalifornien.
mini|Regenwald am Mount Hood
Die Großregion pazifischer Nordwesten umfasst in den Vereinigten Staaten die Bundesstaaten Oregon, Washington und Idaho, wobei Idaho nicht an den Pazifik grenzt.
In diesen Bundesstaaten (außer Idaho) befindet sich die Kaskadenkette mit dem 4377 Meter hohen Mount Rainier und dem Vulkan Mount St. Helens. Weiter südlich, in Kalifornien, setzt sich die Bergkette in der Sierra Nevada fort. Hier steht der höchste Berg der zusammenhängenden 48 Staaten, der 4418 Meter hohe Mount Whitney. Entlang der pazifischen Küste zieht sich eine Reihe von Küstengebirgen.
Der pazifische Nordwesten wird hauptsächlich durch den Fluss Columbia River entwässert. Bei Seattle gibt es auf der Olympic-Halbinsel einen gemäßigten Regenwald. Dieser ist der am nördlichsten gelegene Regenwald der Welt.
Nördlich von San Francisco und in der Sierra Nevada befinden sich Gebiete mit Mammutbäumen. In den Staaten der Pazifikküste befinden sich zahlreiche Nationalparks (NP) wie Yosemite-NP, Sequoia- und Kings Canyon-NP und Redwood-NP (jeweils Kalifornien), der Olympic-NP, dem Mount-Rainier-NP und North-Cascades-NP (jeweils Washington) sowie dem Lake-Clark-NP und Kenai-Fjords-NP (jeweils Alaska).
Siehe auch: Liste der Inseln der Vereinigten Staaten von Amerika
Klima mini|Klimazonen der USA nach Köppen
Klimatische Gliederungen Wegen ihrer Größe und breiter Auswahl geographischer Merkmale nehmen die Vereinigten Staaten Anteil an vielen Klimazonen. Das Klima ist in den meisten Gebieten gemäßigt, tropisch in Hawaii und im südlichen Florida, (sub-)polar in Alaska, mediterran an der Küste Kaliforniens (u. a. das Gebiet von Los Angeles und San Diego) und trockenheiß im Großen Becken. Während im Osten der Staaten die Klimate zonal angeordnet sind, machen sich im Westen orographische Einflüsse bei der klimatischen Gliederung bemerkbar. Sein verhältnismäßig großzügiges Klima trug teilweise zum Aufstieg des Landes zur Weltmacht bei, mit seltener strenger Trockenheit in den bedeutenden landwirtschaftlichen Gebieten gibt es kaum ausgedehnte Überschwemmungen und ein hauptsächlich gemäßigtes Klima, das adäquaten Niederschlag bekommt.
Grundzüge des Klimas Ihrer Lage in den mittleren Breiten entsprechend besitzen die USA überwiegend (kühl-)gemäßigtes Klima mit ganzjährigen Niederschlägen, an das im Süden die warmgemäßigte Subtropenzone anschließt. Staatsgröße und Oberflächengestaltung bewirken eine beträchtliche Differenzierung der klimatischen Ausstattung. So erschweren die meridional, d. h. in Nord-Süd-Richtung, verlaufenden Kordilleren maritimen Luftmassen vom Pazifik das Eindringen in das Landesinnere und schwächen Fronten durchziehender Zyklonen ab, sodass Nordamerika weitaus kontinentaleren Einfluss besitzt als vergleichsweise Europa. Der Staueffekt an den Kordilleren hat zur Folge, dass die pazifische Küste reichlich Niederschläge empfängt, die im Lee gelegenen intramontanen Becken jedoch außerordentlich niederschlagsarm sind und daher Wüsten- und Halbwüstencharakter besitzen. Niederschlagsarmut kennzeichnet auch die sich im Lee der Rocky Mountains befindenden Great Plains.
mini|links|Der Golfstrom erwärmt die Küstengewässer vor der südlichen Atlantikküste Falschfarbenbild.
Andererseits ermöglichen die Great Plains und die Central Lowlands einen Luftmassenaustausch von Nord nach Süd und umgekehrt. Da Gebirge in zonaler (Ost-West) Ausrichtung fehlen, können arktische Luftmassen weit in südliche Breiten vorstoßen, aber auch maritime, warmfeuchte Luft noch im Norden Hitzewellen (Heat Waves) verursachen. In den Inneren Ebenen und Great Plains sind schroffe Wetterwechsel und schnelle Temperaturänderungen daher nicht selten. Von der Klimatischen Trockengrenze, die etwa entlang des 100. Längenkreises verläuft, nimmt die Humidität nach Osten unter dem Einfluss feuchtwarmer Luftmassen aus dem Bereich des Golfes von Mexiko zu. Maritim-tropische Luft beeinflusst die Küstenebenen fast ganzjährig und bringt häufig Gewitter und Regengüsse, in der Hurrikansaison auch heftige tropische Wirbelstürme, hervor.
Wichtige wetterwirksame Meeresströmungen an der Atlantikküste sind der Floridastrom und in seiner Fortsetzung der Golfstrom, welche warmes Wasser entlang der atlantischen Küste weit nach Norden transportieren und so höhere Temperaturen sowie höhere Luftfeuchtigkeit verursachen. Andererseits bringt der Labradorstrom Polarwasser an die Küsten im Nordosten der USA und versorgt die Neuenglandstaaten mit reichlich kühlen Regentagen. In den pazifischen Gewässern bewirkt der kühle Kalifornienstrom vor der kalifornischen Küste Auftrieb kalten Tiefenwassers und bringt den Küstenregionen dadurch zwar viele Nebeltage, aber nur wenig Regen.
Druckverhältnisse und Großwetterlagen mini|Die Vereinigten Staaten werden von verschiedenen Luftmassen beeinflusst: cA = kontinentale Arktikluft cP = kontinentale Polarluft mP = maritime Polarluft mT = maritime Tropikluft