mini|hochkant=1.2|Wärmster Monat w > 10 °Ckältester Monat k zwischen 18 und −3 °Cwinterfeucht / sommertrockenUntertypen a, b, c

Die Cs-Klimate – meist MittelmeerklimateWestermann Kartographie (Hrsg.): Diercke Weltatlas. 1. Auflage 2008, Bildungshaus Schulbuchverlage, Braunschweig 2009, ISBN 978-3-14-100700-8, S. 229 (Klimate der Erde nach W. Köppen und R. Geiger) sowie Karte: Klimagebiete, nach der Wandkarte Klima der Erde, 1 : 16 Mill. von W. Köppen und R. Geiger, Perthes, Darmstadt 1954, online abgerufen am 2. April 2023. oder Warme sommertrockene Klimate, von W. Köppen auch „Etesienklimate“Köppen 1936, S. C14–C16.W. Köppen: Grundriss der Klimakunde, zweite, verbesserte Auflage der Klimate der Erde, De Gruyter, Berlin 1931. S. 126, 134–135, 160–161. genannt, in englischsprachigen Veröffentlichungen heute ebenfalls vorwiegend als Mediterranean climatesThe Climate Zones Of The World. In: WorldAtlas, Reunion Technology Inc., 2023, online abgerufen am 18. April 2023 (amerikanisches Englisch). bezeichnet sowie bisweilen warmgemäßigte KlimateDiese Bezeichnung ist allerdings irreführend, da manche Autoren sie für die gesamten Subtropen verwenden.Heinz Nolzen (Hrsg.): Handbuch des Geographieunterrichts. Bd. 12/I, Geozonen, Aulis Verlag Deubner & Co. KG, Köln 1995, ISBN 3-7614-1618-0. S. 27. genannt – sind eines der elf Hauptklimate der effektiven Klimaklassifikation nach Köppen & Geiger (1918 bis 1961). Sie grenzen die drei zugehörigen Klimate Csa, Csb und Csc nach festgelegten hygrischen und thermischen Grenzwerten ein und untergliedern die Klimaklasse C zusammen mit den Cf- und Cw-Klimaten. Cs-Klimate liegen in den Subtropen und tropischen Gebirgen.

Köppens Grenzwerte sind (trotz oder wegen der erheblichen Vereinfachungen im Vergleich mit anderen Systemen) bis heute weltweit die am häufigsten verwendeten Klimaschlüssel in klimageographischen Zusammenhängen.

Bezeichnung und Klassifikation Um Verwechslungen mit den Klimaten anderer Systeme oder den „klassischen“ Klimazonen zu vermeiden, empfahl bereits Köppen, vorrangig die kryptischen Bezeichnungen zu verwenden.

Die insgesamt 30 Klima-Untertypen dieses Systems sind durch jeweils zwei oder drei Buchstaben gekennzeichnet, die für bestimmte Wärme- und Wassermangelgrenzen für den Pflanzenwuchs stehen (Schwellenwerte und Andauerzeiten der Temperaturen und Niederschläge). Sie bilden die wesentlichsten klimatischen Ansprüche der großen Pflanzenformationen der Erde ab.Heinz Nolzen (Hrsg.): Handbuch des Geographieunterrichts. Bd. 12/I, Geozonen, Aulis Verlag Deubner & Co. KG, Köln 1995, ISBN 3-7614-1618-0. S. 18–19. Trotz einiger fachlicher Unzulänglichkeiten und etlicher „technischer“ Klimate, die keinen Bezug zu einer hauptsächlichen Vegetation haben (etwa Csc oder die separate Betrachtung von Csa und Csb), hat sich die Klimakarte von Köppen & Geiger in der Klimageographie weltweit in etlichen (etwa digitalen) Überarbeitungen und Ableitungen etabliert.Elgene Owen Box: World Bioclimatic Zonation. In Elgene Owen Box (Hrsg.): Vegetation Structure and Function at Multiple Spatial, Temporal and Conceptual Scales. Springer International Publishing, Schweiz 2016, ISBN 978-3-319-21451-1, S. 11.

Alternative Moderne Umsetzungen (vor allem in englischsprachigen Veröffentlichungen) orientieren sich zuweilen bei den Klimaklassen C und D mehr an den klassischen Klimazonen, sodass andere Kombinationen gruppiert werden und einige theoretische Klimate, die in der Realität nutzlos sind, nicht verwendet werden. So wird etwa bei den Mittelmeerklimaten kein Csc mehr ausgewiesen.M. Kottek, J. Grieser, C. Beck, B. Rudolf und F. Rubel: World Map of the Köppen-Geiger climate classification updated. auf www.weather.gov, abgerufen am 1. April 2023.

Grenzwerte C = Der kälteste Monat hat eine Mitteltemperatur zwischen 18 °C und −3 °C, der wärmste Monat liegt über 10 °C. Die jährliche Niederschlagssumme liegt über der Trockengrenze der B-Klasse. s = Periodisch sommertrockenes Klima: Der feuchteste Monat des Winters ist mindestens dreimal so niederschlagsreich wie der trockenste des Sommers, der weniger als 40 mm aufweist.

Beschreibung und Hintergründe Der Cs-Typ umfasst Makroklimate mit trockenen, heißen Sommern und regenreichen, milden Wintern und hohen Sonnenstundensummen. Dieses Klima bestimmt die Ökozone der Winterfeuchten Subtropen. Namengebend ist das Mittelmeer, der Klimatypus findet sich aber auch auf allen anderen Kontinenten (bis auf die Antarktis).Wilhelm Lauer: Klimatologie. Westermann, 1995, ISBN 3-14-160284-0, S. 147–158.

Konkret gilt für das Mittelmeerklima nach Köppen ein jährlicher Gesamtniederschlag von über 400 bis max. 1000 mm mit humiden Wintermonaten und ariden Sommermonaten mit einem Niederschlagsmaximum unter 40 mm und eine Jahresmitteltemperatur von über 14 °C.Klaus Rother: Die mediterranen Subtropen: Mittelmeerraum, Kalifornien, Mittelchile, Kapland, Südwest- und Südaustralien. Höller und Zwick, Braunschweig 1984, ISBN 3-89057-314-2, S. 23.

Im Unterschied zu den Gebieten an den Wendekreisen, die noch sehr geringe Mengen an Zenitalregen erhalten, gibt es in den Gebieten mit Mittelmeerklima, die am oder in der Nähe des 40. Breitengrads liegen, keine Zenitalregen. Die wenigen sommerlichen Niederschläge fallen durch Wärmegewitter. Die Gebiete mit Mittelmeerklima liegen in den ariden Sommermonaten im Bereich des subtropischen Hochdruckgürtels mit seinen absinkenden heißen trockenen Luftmassen. Durch die regelmäßige Verschiebung des Passatkreislaufs, der sich dem Zenitstand der Sonne folgend in den Wintermonaten auf die auf der anderen Seite des Äquators liegende Hemisphäre der Erde verlagert, geraten die Gebiete mit Mittelmeerklima in den Wintermonaten unter den Einfluss der Westwindzone, wodurch sie dann Niederschläge in Form von zyklonalen Regen erhalten.Wilhelm Lauer:Klimatologie. Westermann Verlag 1995, ISBN 3-14-160284-0. Seite 89. Durch die besonderen klimatischen Verhältnisse entwickelte sich im Mittelmeerraum eine typische an die Sommertrockenheit angepasste Vegetation.

Vergleiche Das Subtropisch trockenes Sommerklima Cs nach Trewartha wird ähnlich wie die mediterranen Köppenklimate bestimmt. Bei Troll & Paffen werden die Winterfeucht-sommertrockene Mediterranklimate IV.3 über die Anzahl der humiden Monate und die natürliche Vegetation definiert. Die Ausdehnung weist in einigen Bereichen große Abweichungen zu den Cs-Klimaten auf.

mini|hochkant=3.65|links| , Datengrundlage: 1980–2016

Csa-Klima Das Csa-Klima – von Köppen auch „Olivenklima“ genannt, englisch Hot-summer Mediterranean climate (= Sommerheißes Mittelmeerklima) – grenzt im Wesentlichen die Kernbereiche der Klimate der subtropischen Hartlaubgebiete ein.

a = Die Sommer sind heiß und schwül, der wärmste Monat liegt im Mittel über 22 °C.

Ausprägung und Verbreitung Die vorherrschenden Vegetationstypen sind Wälder und Gebüschformationen der Hartlaubvegetation sowie trocken-subtropisches Grasland – alle häufig feuergeprägt.Thomas Denk, Guido Grimm, Friðgeir Grímsson, Reinhard Zetter: Evidence from "Köppen signatures" of fossil plant assemblages for effective heat transport of Gulf Stream to subarctic North Atlantic during Miocene cooling. In Biogeosciences. 10. 7927-7942. 2013. doi:10.5194/bg-10-7927-2013, S. 7932, Tabelle 4: Vegetation zones of the Earth and their corresponding Köppen climate types.vergleiche Josef Schmithüsen (Hrsg.): Atlas zur Biogeographie. Meyers großer physischer Weltatlas, Band 3, Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1976, ISBN 3-411-00303-0, S. 10–11 u. weitere. Bei diesem Klimatyp ist Köppens Klimaschlüssel trotz der wenigen Parameter geeignet, die Kerngebiete der mediterranen Hartlaubgebiete abzubilden (siehe auch Vor- und Nachteile der Köppen-Klassifikation).

Das Csa-Klima kommt vor allem an den Westseiten der Kontinente vor: Die größte Ausdehnung liegt im Mittelmeerraum, wo es sich von Südwest-Spanien und Portugal entlang der europäischen Küste (insbesondere Frankreich, Italien und Griechenland) sowie fast aller Mittelmeerinseln über die türkischen Küsten bis zur Levante erstreckt. Große Gebiete liegen auch an den Nordküsten von Marokko, Algerien und Tunesien. Zudem erstreckt sich ein breites Band längs der türkisch-syrischen Grenze ostwärts ins Landesinnere, weiter durch den Nord-Irak, um sich dann an der Westabdachung des Zagros-Gebirges als kolline Stufe des Gebirgsklimas in Richtung Persischer Golf fortzusetzen. Die beiden nächstgrößten Gebiete umfassen große Teile Kaliforniens sowie der Südwestküste Westaustraliens. Weitere relativ große Areale von mediterranem Gebirgsklima finden sich an einigen Westseiten der hochasiatischen Gebirge, der nördlichen Sierra Madre Occidental Mexikos und den Gebirgen nordöstlich von Phoenix (Arizona). Verhältnismäßig klein beziehungsweise grenzwertig zu Csb aufgrund meist etwas niedrigerer Temperaturen sind die Gebiete im Rancagua-Becken in Chile und in der Lokalgemeinde Swartland im Südwesten Südafrikas.

Beispiele Sacramento, Kalifornien, USAclimate.mapresseo.com: 38.581 -121.494, Online-Kartenabruf am 31. Mai 2023. Valencia, Spanienclimate.mapresseo.com: 39.47 -0.376, Online-Kartenabruf am 31. Mai 2023. Wellington (Südafrika)climate.mapresseo.com: -33.648 19.003, Online-Kartenabruf am 31. Mai 2023. Beirut, Libanonclimate.mapresseo.com: 33.896 35.478, Online-Kartenabruf am 31. Mai 2023. Taschkent, Usbekistanclimate.mapresseo.com: 41.268 69.287, Online-Kartenabruf am 31. Mai 2023. Perth, Western Australia, Australien, Online-Kartenabruf am 23. November 2024.

Csb-Klima Das Csb-Klima – von Köppen auch „Erikenklima“ genannt, englisch Warm-summer Mediterranean climate (= Sommerwarmes Mittelmeerklima) – grenzt die kühleren Randbereiche der Klimate der subtropischen Hartlaubgebiete ein.

b = Die vier wärmsten Monate liegen über dem 10 °C-Mittel, der wärmste Monat bleibt hingegen unter der 22 °C-Marke. Der kälteste Monat liegt im Mittel über dem Gefrierpunkt.

Ausprägung und Verbreitung Die vorherrschenden Vegetationstypen sind in erster Linie Hartlaubwälder sowie trockenwarme sommergrüne Laubwälder – auch hier gehören Waldbrände zur natürlichen Ökologie.Thomas Denk, Guido Grimm, Friðgeir Grímsson, Reinhard Zetter: Evidence from "Köppen signatures" of fossil plant assemblages for effective heat transport of Gulf Stream to subarctic North Atlantic during Miocene cooling. In Biogeosciences. 10. 7927-7942. 2013. doi:10.5194/bg-10-7927-2013, S. 7932, Tabelle 4: Vegetation zones of the Earth and their corresponding Köppen climate types. Köppens Klimaschlüssel ist hier aufgrund der wenigen Parameter nicht geeignet, die Grenzen der Hartlaubgebiete nachzubilden (siehe auch Vor- und Nachteile der Köppen-Klassifikation).