Die Containerschiffe des Sealand-New-York-Typ wurden in Südkorea für mehrere Reedereien gebaut.

Geschichte Die vom Schiffbauunternehmen Hyundai Heavy Industries in Ulsan entwickelte Baureihe wurde dem Jahr 2000 an die betreffenden Auftraggeber abgeliefert. Die namensgebende Sealand New York wurde im Jahr 2000 als erstes einer Fünferserie an die Athener Reederei Costamare übergeben. Es folgten im Wechsel weitere Costamare-Einheiten, die an Maersk verchartert wurden, acht Einheiten für die Schweizer Mediterranean Shipping Company und abschließend ein Schiff für die Glückstädter Reederei Wulff.

Beschreibung mini|links|Heckansicht der Maersk Kingston (ex Maersk Kobe) Die Schiffe zählen zu den Post-Panamax-Containerschiffen, deren Schiffsaufbauten etwa auf vier Fünftel der Länge achtern angeordnet sind. Die Schiffe besitzen acht mit Cellguides ausgerüstete Laderäume, von denen sechs vor und zwei hinter dem Decksaufbau liegen und durch drei nebeneinander angeordnete Pontonlukendeckeln verschlossen werden. Schiffbaulich ist der in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Lloyd entwickelte Entwurf ohne Längsherfte ausgeführt. Die Vorteile der neuartigen Konstruktion liegen im größeren Laderaumvolumen und den verringerten Baukosten. In den Laderäumen können auf diese Weise 14 Reihen Container nebeneinander und neun Lagen übereinander gestaut werden. An Deck ist außer dem Transport der üblichen 20- und 40-Fuß-Container auch die Stauung von überlangen 45-Fuß-Containern möglich. Die Gesamtkapazität beträgt 6250 TEU, von denen 3130 TEU in den Laderäumen und 3120 TEU an Deck gestaut werden können. Bei späteren Bauten erhöhte sich die maximale Kapazität auf bis zu 6700 TEU. Es sind 500 Anschlüsse für Kühlcontainer vorhanden. Die Laderäume 1 bis 5 sind für den Transport von gefährlicher Ladung der SOLAS-Klassen 8 und 2 ausgelegt.

Der verwendete Hauptmotor wirkt direkt auf einen Festpropeller, dessen Spitzen ein Profil erhalten haben, das Kavitation vermindern soll. Die Bordenergie wird durch Hilfsdiesel und einen Notdiesel bereitgestellt. Zur Unterstützung der An- und Ablegemanöver sind die Schiffe mit einem Bugstrahlruder ausgerüstet. Das Unterwasserschiff der Einheiten ist mit einem selbstpolierenden Antifouling versehen und die Ballastwassertanks verfügen über Opferanoden gegen auftretende Korrosion.

Die Schiffe Sealand-New-York-Typ Bauname Baunummer IMO-Nummer KiellegungStapellaufAblieferung AuftraggeberReederei Spätere Namen und Verbleib Sealand New York 1208 9196838 --8. Mai 2000 Costamare, Athen York (2018), MSC York VII (2022) Sealand Virginia 1209 9196840 --30. Juni 2000 Costamare, Athen Safmarine Himalaya (2007), Maersk Kobe (2007), Kobe (2020), ZIM Tampa (2021), Tampa I (2024) Sealand Washington 1210 9196852 -- 24. August 2000 Costamare, Athen MSC Alma VII (2023) Sealand Michigan 1211 9196864 --20. Oktober Costamare, Athen MSC Michigan VII (2022) Sealand Illinois 1212 9197545 13. Juni 20005. September 20001. Dezember 2000 Costamare, Athen MSC Illinois VII (2022) MSC Melissa 1352 9226918 20. August 200130. November 20011. Januar 2002 - - MSC Marianna 1353 9226920 8. Oktober 200125. Februar 20021. März 2002 - - MSC Barbara 1354 9226932 4. Dezember 200116. März 20021. Mai 2002 - - MSC Michaela 1355 9230488 26. Dezember 20015. April 200230. Mai 2002 - - MSC Loretta 1356 9230490 29. Januar 200211. Mai 20021. Juni 2002 - - Maersk Kolkata 1426 9244922 9. Juli 200226. Oktober 200213. Januar 2003 Costamare, Athen MSC Kolkata (2016), Maersk Kolkata (2017), ZIM Vietnam (2022) Maersk Kobe 1427 9244934 11. Dezember 200228. Februar 200328. April 2003 Costamare, Athen abgeliefert als Safmarine Antwerp, Maersk Kingston (2008), MSC Kingston (2016), Maersk Kingston (2018), ZIM America (2022) Maersk Kalamata 1428 9244946 22. Januar 200313. April 200311. Juni 2003 Costamare, Athen MSC Kalamata (2016), Maersk Kalamata (2018), MSC Kalamata VII (2023) MSC Viviana 1458 9256755 22. Januar 200312. April 200312. Juni 2003 Freesia International Corporation, PanamaMSC, Neapel MSC Methoni (2011), Methoni (2021) MSC Marina 1506 9275971 7. Juli 20032. Oktober 200324. November 2003 - - MSC Stella S196 9279989 14. Februar 200428. April 20047. Juli 2004 - - Ilse Wulff 1944 9401271 17. November 200827. Januar 200911. März 2009 Reederei Hermann Wulff John-Peter Wulff, Glückstadt abgeliefert als AL Khor, Ilse Wulff (2012), Crete I (2016), GFS Galaxy (2021) Daten: EquasisEquasis-Startseite (englisch), grosstonnagegrosstonnage-Startseite (englisch)

Angriff auf GFS Galaxy Juli 2026 Am 12. Juli 2026 wurde die GFS Galaxy in der Straße von Hormus von der iranischen Revolutionsgarde angegriffen. Wegen einem Feuer an Bord und Schäden im Maschinenraum konnte das Schiff nicht weiterfahren. Die Besatzung gab das Schiff auf und wechselte auf ein Rettungsschiff. Ein Besatzungsmitglied wurde nach dem Angriff vermisst.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Frachtschiffsklasse Kategorie:Containerschiffstyp Kategorie:Motorschiff Kategorie:Hyundai Heavy Industries