Die Obermühle war eine Einödmühle, die zum Ortsteil und zur Gemeinde Buch am Wald (heute Landkreis Ansbach in Mittelfranken) gehörte. Sie lag in der Gemarkung Buch am Wald.

Geografie Die Obermühle lag südlich von Buch am Wald am Berbersbach, heute im Gebiet zwischen der Hauptstraße und Am Wiesengrund. Im Osten grenzten die Hirten- und Pfarräcker an, im Westen der Bucher Wald.

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Obermühle zur Realgemeinde Buch am Wald. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Colmberg als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Obermühle die Hausnummer 43 des Ortes Buch am Wald.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 844.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 200. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 993.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Obermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch am Wald zugeordnet. Sie gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Buch am Wald an.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 964. Nach 1888 wurde Obermühle in den amtlichen Ortsverzeichnissen nicht mehr aufgeführt. Nach dem amtlichen Gemeindeverzeichnis von 1892 bestand die Gemeinde Buch am Wald noch aus drei Orten, d. h. Obermühle wurde noch als separater Ort gezählt. Auf einer topographischen Karte von 1977 wurde sie letztmals verzeichnet.Ober-Mühle im BayernAtlas (Zeitreise 1977).

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 8 5 6 13 8 9HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 1 1 2Quelle

Religion Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren nach St. Wendel (Buch am Wald) gepfarrt.

Literatur

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Buch am Wald) Kategorie:Wüstung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert