Fallhaus ist ein Wohnplatz der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).

Geografie Fallhaus liegt in einem südwestlichen Ausläufer des heutigen Stadtgebietes, an der Mitteleschenbacher Straße zwischen Kellerberg und Galgenberg. Südlich davon entspringt der Seeleingraben, ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat.

Geschichte Fallhaus wurde bereits im 12. Jahrhundert in zwei Urkunden als „Fellaren“ und „Floskaren“ erwähnt.Heinrich Haas: Der Rangau, seine Grafen und ältere Rechts-, Orts- und Landesgeschichte mit neuen Forschungen über die Abstammung der Burggrafen von Nürnberg: Ein Beitrag zu des Freiherrn v. Stillfried-Rattoniz Nürnberg’schen Burggrafen und hohenzoller’schen Forschungen. 1853, S. 69 (online) Das Fallhaus diente als Abdeckerei, in der das verstorbene (gefallene) Vieh verwertet wurde.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Fallhaus zu Windsbach. Es hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt das Fallhaus bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 152a der Stadt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 930.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fallhaus dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Windsbach und der 1810 gegründeten Munizipalgemeinde Windsbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Nach 1888 wurde der Ort in den amtlichen Verzeichnissen nicht mehr aufgelistet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1831 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 6 10 9 6 5 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1831 und 1840 wurden diese als Häuser bezeichnet, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 2 1 1Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Windsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Windsbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach