mini|Sitterbühne Das Open Air St. Gallen (Eigenschreibweise: OpenAir St.Gallen) ist eines der ältesten und grössten Open-Air-Musikfestivals der Schweiz. Es findet seit 1977 jährlich am letzten Juni- oder ersten Juli-Wochenende statt. Zunächst wurde es unter dem Namen Open Air Festival Abtwil gegründet. Erst 1981 kam es an seinen heutigen Platz am Sittertobel in St. Gallen statt.
Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste das Festival in den Jahren 2020 und 2021 abgesagt werden.Infos 2020 – OpenAir St. Gallen, abgerufen am 27. Oktober 2020 Das erste Festival wurde 1977 von Freddy Geiger auf einem Gelände in Abtwil mit 13 Schweizer Bands veranstaltet. Seit 1982 ist das charakteristische Bühnendach ein Wahrzeichen des Festivals.
Geschichte Der Gründer des Open Air Festival St. Gallen, Freddy Geiger («Gagi») (1955–2024)«Gagi» Geigers Weggefährten erinnern sich: «Er war ein Paradiesvogel». In: fm1today.ch, 22. Januar 2024., und seine Mitstreiter veranstalteten im Jahr 1977 das erste Festival auf einem Gelände auf dem Ätschberg in Abtwil. 2048 Besucher kamen zum Festival mit 13 Schweizer Bands. Wegen des schlechten Wetters und weil die Bühne in den nassen Boden eingesunken war, musste das Festival am Sonntagmorgen abgebrochen werden. Am Samstagabend fiel vor 21 Uhr die Bühnentechnik aus. Toni Vescoli rettete darauf den Abend mit einem Unplugged-Konzert und im Beisein von Alexis Korner, der Vescoli spontan zu seinem Auftritt begleitete und über seinen batteriebetriebenen Kofferverstärker spielen konnte.«Rock’n’Roll ist stärker als Regen!», NZZ, 26. Juni 2017 1978 fand das Open Air auf einem neuen Gelände, der «Rüti» bei Abtwil, statt und werden wegen Regen frühzeitig abgebrochen. 1980 fand das Open Air zum letzten Mal in Abtwil mit 8200 Zuschauern statt.openairsg.ch Erstmals trat ein internationaler Topstar auf: Joan Baez. 1981 kam es ins Sittertobel, wo es noch heute veranstaltet wird. Gegen 10'000 Besucher besuchten das Festival und kampierten auf der Wiese am Ufer der Sitter. 1982 wurde zum ersten Mal das typische Bühnendach aufgebaut, das bis heute das Wahrzeichen des Festivals geblieben ist. Gegen 14'000 Personen besuchten das Festival.
1985 änderte sich das Organisationskomitee und die Strategie des Open Air. Es wurden nur noch sechs internationale Bands eingeladen. 1986 fand zur zehnten Ausgabe erstmals Musig uf de Gass – ein kostenloses Sommer-Musikfestival in den Strassen von St. Gallen – statt. Das Open Air von 1989 kam in die Schlagzeilen, als sich Herbert Grönemeyer und der Programmverantwortliche auf der Bühne vor den Augen des Publikums anschrien.
1991 fand im Vorfeld des Festivals erstmals eine Fotoausstellung statt und ein Förderpreis wurde vergeben. 1993 gab es neben Konzerten ein Animationsprogramm für Kinder, ein Verpflegungsdorf, in dem Wein und Bier ausgeschenkt wurde und ein Bazarviertel für die Handelsstände. In der Freitagnacht wurde ein Kinofilm vorgeführt. 1994 kam eine zweite Bühne hinzu. Auf der Nebenbühne bekamen 17 Bands aus der Region die Chance, vor Publikum zu spielen. 1995 traten auf der Nebenbühne erstmals Comedy-Acts auf.
In den Jahren 1995 bis 2000 kämpfte das Festival mit Liquiditätsproblemen und war im Jahr 1999 durch aufgelaufene Vergnügungssteuer und Lieferantenforderungen von mehreren Hunderttausend Franken vom Konkurs bedroht. Die Stadt St. Gallen stundete jedoch die Steuern, und Lieferanten verzichteten auf einen Teil der offenen Forderungen. Seit 2007 wird das Festival von der OpenAir St.Gallen AG veranstaltet. Diese gehört zusammen mit der SummerDays Festival AG und der OpenAir Office GmbH zur e-maxx holding. 2015 wurde die seit 2002 bestehende e-maxx Holding AG umbenannt in «wepromote Entertainment Group Switzerland AG». Unter dieser Dachmarke haben sich fünf Firmen aus dem Schweizer Musikgeschäft in einer Holdingstruktur mit gegenseitigen Beteiligungen zusammengeschlossen. Mit Stand 2022 steckt hinter der OpenAir St. Gallen AG die Gadget abc Entertainment Group AG, welche wiederum seit 2020 mehrheitlich CTS Eventim gehört.
Beim Festival 2007 konnten 6000 Besucher bereits am Donnerstagabend das Gelände betreten. 2008 hatte das Festival 30'000 Besucher. Das Open Air St. Gallen wurde 2008 von der britischen Festivalplattform virtualfestivals.com zum fünftbeliebtesten Open Air von Europa gewählt. Das Open Air St. Gallen war 2012 mit 110'000 Eintritten das zweitgrösste Deutschschweizer Open Air hinter Openair Frauenfeld (145'000) und vor Open Air Gampel (85'000). Zahlreiche internationale Grössen spielten auf dem Open Air, darunter Joe Cocker (1986), Santana (1990), Sex Pistols (1996), INXS (1997), The Chemical Brothers (2002), R.E.M. (2005), Radiohead (2016) und Depeche Mode (2018). Das Konzert von Stevie Ray Vaughan 1990 war einer seiner letzten Auftritte, bevor er kurze Zeit später bei einem Helikopterabsturz ums Leben kam. Metallicas Auftritt 1999 war der bislang teuerste.
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Ein Festivalbesucher produziert durchschnittlich 1,5 Kilogramm Abfall pro Tag. Während des ganzen Festivals kommen so gesamthaft 178 Tonnen zusammen.
Das Festival 2015 bot auf der neuen Bühne «Musig uf de Gass & Startrampe» vier regionalen Bands die Möglichkeit, am Festival aufzutreten. Das Konzept geht auf eine Konzertreihe im Vorfeld des Festivals zurück, die 1986 in der St. Gallener Innenstadt ihren Anfang nahm.
Zum 40. Jubiläum im Jahr 2016 war das Festival ausverkauft und es gab ein Feuerwerk und ein neues Quartier mit Strassenkunst, Streetfood und Deko-Elementen.
2020 und 2021 fand das Festival auf Grund der COVID-19-Pandemie nicht statt. Während dieser Zeit wurde das Festival vom Kanton St. Gallen finanziell mit 1,2 Millionen Franken unterstützt.
2022 und 2023 wurden 110'000 Besucher erreicht.
Line-ups 1977 u. a. Country Ramblers, Krokus, Shivananda, Roy Bailey 1978 u. a. Che & Ray, Country Ramblers, Krokus, Magog, Shivananda, Span, Toni Vescoli mit Bruno Brandenberger + Töbi Tobler 1979 u. a. Archie Shepp, Ralph McTell, Hanery Amman, Shivananda 1980 u. a. Gianna Nannini, Hanery Amman, John Brack, Joan Baez 1981 u. a. Arlo Guthrie with Shenandoah, Jimmy Cliff, Bo Katzman Gang, Betty Legler, Joachim Rittmeyer, George Gruntz Bebop All Stars, Polo Hofer’s Schmetterding 1982 u. a. Rory Gallagher, Ideal, Beatocello, Peter Jacques Trio, Terry & the Hot Sox 1983 u. a. Georg Danzer & Band, Spyro Gyra, Thomas Moeckels Centrifuge, Vera Kaa 1984 u. a. Catherine Lara, Wolf Maahn & Die Deserteure, Chris Rea, Franz Hohler, George Robert Quartett, Jeff Turner 1985 u. a. Joe Cocker, Mezzoforte, Opus, Klaus Lage Band, Appenzeller Space Schöttl 1986 u. a. INXS, Simply Red, Feargal Sharkey, Level 42, Touré Kunda, Carmel, Koinonia, The Bangles, Max Lässer’s Ark, Nina Corti Flamenco Inspiration, Che & Ray 1987 u. a. Los Lobos, Nits, Wolfgang Niedecken & Complizen, Anne Haigis, It Bites, Purple Schulz, Bob Geldof, Pino Daniele, Züri West, Phil Carmen 1988 u. a. Stevie Ray Vaughan & Double Trouble, Ladysmith Black Mambazo, The Christians, Zucchero, Bryan Adams, Stephan Eicher, China 1989 u. a. Rainhard Fendrich, Herbert Grönemeyer 1990 u. a. Santana, Andreas Vollenweider, Melissa Etheridge, Heinz Rudolf Kunze 1991 u. a. BAP, Nits, Alison Moyet, Jeff Healey Band, The Sophisticrats (Buntin, Schär, Stucky) 1992 u. a. Gary Moore & The Midnight Blues Band, Fish, Jule Neigel Band, Ringsgwandl, The Brecker Brothers, Luka Bloom, Glenn Frey, Gotthard, Patent Ochsner, Checkerboard Blues Band feat. Walter Liniger 1993 u. a. Jethro Tull, The Flying Pickets, Lucio Dalla, Fury in the Slaughterhouse, Incognito, Thunder, Sens Unik, Hothouse Flowers, Hubert von Goisern und die Alpinkatzen, Pur, Yothu Yindi, Corin Curschellas 1994 Deep Purple, Stephan Eicher, Spin Doctors, James Brown, Rage Against the Machine, Marla Glen, Candy Dulfer & Funky stuff, The Silencers, Züri West, Bob Geldof, Tab Two, Stop the Shoppers 1995 u. a. Joe Cocker, Joan Baez, Simple Minds, Wolfgang Niedecken, Keziah Jones, Extreme, The Pogues, Jovanotti, Mike & the Mechanics, Les Rita Mitsouko, The Mission, Jimmy Barnes, Runrig, Dave Matthews Band. Auf der Heubühne spielten: Joanna Connor, Hans Söllner 1996 u. a. Red Hot Chili Peppers, Grönemeyer, Sex Pistols, B. B. King, Cypress Hill, Bush, The Presidents of the United States of America, Leningrad Cowboys, The Cardigans, Jazzkantine, Los Fabulosos Cadillacs, Young Gods. Auf der Heubühne spielten: Dieter Thomas Kuhn und Band, Fettes Brot, Paddy Goes to Holyhead, Michael Mittermeier 1997 u. a. Smashing Pumpkins, Beck, Bad Religion, Bürger Lars Dietrich, Patent Ochsner, Ben Folds Five, Die Fantastischen Vier, Ashley MacIsaac, H-Blockx. Auf der Heubühne spielten: Michael von der Heide 1998 u. a. Beastie Boys, Black Sabbath, Garbage, Meredith Brooks, Pulp, Foo Fighters, Buddy Guy, Steve Earle & The Dukes, Clawfinger, Freundeskreis, Faithless, Guano Apes, Stiller Has, Fischmob, Michael von der Heide, Fünf Sterne deluxe, Björn Again, Polo Hofer & Schmetterband. Auf der Nebenbühne standen Willi Astor 1999 u. a. Züri West, K’s Choice, HIM, Gölä, Urban Dance Squad, Metallica, Asian Dub Foundation, Dieter Thomas Kuhn & Band, Articolo 31, Gotthard, Heather Nova, Sens Unik, Van Morrison & Special Guests, Blondie, Molotov, Barenaked Ladies. Auf der Sternenbühne: Candy Dulfer, Fred Wesley, Günter Grünwald, Beverly Jo Scott, Mundstuhl, Absolute Beginner 2000 u. a. Ziggy Marley and the Melody Makers, Live, Counting Crows, Bush, Xavier Naidoo, Sabrina Setlur, Moby, Huey Lewis & the News, Skunk Anansie, Clawfinger, Eels, Macy Gray, Nits, Kelis, Massive Töne, Muse, DJ Tomekk, Merfen Orange, Lovebugs, Florian Ast, Gleiszwei, Bligg’n’Lexx, Los Van Van, Lunik, Prozac+ sowie Mambo Kurt, Hans Werner Olm, Stiller Has, Erkan und Stefan, Die kleine Tierschau 2001 u. a. Placebo, Brand New Heavies, Millencolin, Donots, Toploader, OPM, Subzonic, Guano Apes, Jovanotti, Kool & the Gang, Dada (ante portas), Lovebugs, Ben Harper & The Innocent Criminals, Thomas D, Wyclef Jean, Stermann & Grissemann, David Gray, U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern, Swandive, Nina MC, Samy Deluxe, Sierra Maestra, Christoph & Lollo, Grand Mother’s Funck, Orishas, Django Asül, Goldfinger 2002 u. a. Travis, Air, The Chemical Brothers, Morcheeba, Patent Ochsner, The Wailers, Zucchero, Amanda Marshall, K’s Choice, H-Blockx, Die Happy, Emil Bulls, Sportfreunde Stiller, Lunik, Züri West, Dover, Madrugada, Calexico, Sergent Garcia, Hank Shizzoe & Loose Gravel, Atze Schröder, Mardi Gras.BB, Double Pact & Sens Unik, Pow Pow Movement, Less Than Jake, Bob Geldof 2003 u. a. Die Fantastischen Vier, Underworld, Queens of the Stone Age, The Roots, Fun lovin’ criminals, Jimmy Cliff, Stereophonics, Turbonegro, Therapy?, Lovebugs, Good Charlotte, Gentleman, Saybia, Tocotronic, Patrice, The Datsuns, Ska-P, Marla Glen, Michael Franti & Spearhead, Stiller Haas, The Mighty Mighty Bosstones, The Raveonettes, Bauchklang, Stress, Adrian Weyermann, Simon Enzler, Jashgawronsky Brothers 2004 u. a. Groove Armada, Keziah Jones, Ben Harper & The Innocent Criminals, Muse, Open Season, Blues Max, Wir sind Helden, Kaizers Orchestra, Lunik, Les Babacools, Skalariak, Dada (ante portas), Danko Jones, Kosheen, Black Rebel Motorcycle Club, Stephan Eicher, Faithless, Angelika Express, Handsome Hank & His Lonesome Boys, Myslovitz, Max Herre, La Vela Puerca, Dr. Ring-Ding, Brandhärd, Tafs feat. The Scrucialists, Babylon Circus, Hundred Reasons, The Darkness, Züri West, The Black Eyed Peas, Real McKenzies, Ursus & Nadeschkin 2005 u. a. R.E.M., Fatboy Slim, Foo Fighters, Audioslave, Cake, Seeed, Juli, Patent Ochsner, The Bravery, 2raumwohnung, Sektion Kuchikäschtli, Mando Diao, Stress, Sonic Youth, Sportfreunde Stiller, Panteón Rococó, Nouvelle Vague, Adam Green, Culcha Candela, Anti-Flag, John Butler Trio, Plenty Enuff, Moneybrother, Favez, Wurzel 5, Blusbueb, Global.Kryner, Famara, Olaf Schubert & seine Freunde 2006