mini|Neuverlegung des Stolpersteins für Walter Schaefer in der Graefestraße, 28. März 2013 __KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__ Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Kreuzberg enthält die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Kreuzberg im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie ist nach Nachnamen sortiert und listet Namen, Standorte und, soweit bekannt, Informationen über den Geehrten.

Im Mai/Juni 1996Demnig selbst gab gelegentlich auch die Jahreszahl 1997 an: Die Namen zurückholen. In: Berliner Zeitung, 11. April 2003; Interview mit Demnig verlegte Gunter Demnig im Rahmen der NGBK-Ausstellung Künstler forschen nach Auschwitz ohne Genehmigung die ersten 51In manchen Quellen ist auch von 55 die Rede. Berliner Stolpersteine im Gebiet der Oranienstraße und Dresdener Straße. Der erste dieser Steine und damit auch der überhaupt erste Berliner Stolperstein war der für Lina Friedemann vor dem Eingang Oranienstraße 158.Rund 1800 Stolpersteine erinnern an Nazi-Opfer. bild.deBerlins erster Stolperstein – Lauf mal drüber nach. tagesspiegel.de Erst drei Monate später befasste sich aufgrund von Bauarbeiten am Moritzplatz das Kreuzberger Tiefbauamt mit den Stolpersteinen;Wie der Künstler Gunter Demnig gegen das Vergessen arbeitet (PDF) Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung; upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de nachträglich wurden die Verlegungen legalisiert.

Das mit dieser einmaligen Verlegungsaktion zunächst eingestellte Projekt wurde erst wieder aufgenommen, nachdem der in Südafrika lebende Enkel eines aus der Naunynstraße verschleppten Ehepaares zufällig auf 1996 verlegte Kreuzberger Stolpersteine gestoßen war und dann die Verlegung von Steinen für seine Großeltern initiierte. fhxb-museum.de, 18. Juli 2006. Nach längeren Bemühungen wurden diese Steine für das Ehepaar Robinski im Juli 2000 verlegt und bildeten den Beginn der neuen Phase des Projekts. Die Koordination übernahm zunächst das KreuzbergMuseum in Zusammenarbeit mit der NGBK.

Im September 2000 wurde die Zahl der Stolpersteine mit 57 angegeben;Messingplatten für die Toten. In: Berliner Zeitung, 26. September 2000 Ende 2002 waren es in Kreuzberg bereits über 230Stadtplan mit den in Friedrichshain und Kreuzberg verlegten Stolpersteinen. Stand 12/2002. Beilage zu: Bettina Eisbrenner (Red.): Stolpersteine für die von den Nazis ermordeten ehemaligen Nachbarn aus Friedrichshain und Kreuzberg. Dokumentation, Texte, Materialien. Neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin 2002, ISBN 3-926796-78-2. und Ende 2012 über 450. Im Jahr 2013 kamen 14 weitere Stolpersteine hinzu, im Jahr 2014 wurden 30 und 2015 insgesamt 27 neue Stolpersteine verlegt. Zusammen mit den bisher im Jahr 2026 verlegten Steinen liegen nunmehr 785 Stolpersteine in Kreuzberg. Der am 19. November 2008 in der Johanniterstraße verlegte Stein für Hermann Silberstein war der 2000. Stolperstein in Berlin.

Ebenfalls von Kreuzberg ging 2005 die Initiative für eine berlinweite Koordinierungsstelle Stolpersteine aus. Die zunächst in von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand überlassenen Büroräumen arbeitende und vom KreuzbergMuseum und lokalen Initiativen aus Berlin-Mitte unterhaltene Koordinierungsstelle ging Ende 2007 in die Trägerschaft der Bezirksämter Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg über. Pressemitteilung Nr. 179/2007 vom 20. November 2007, berlin.de Seit 2012 wird die Koordinierungsstelle vom Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin mit Senatsgeldern betrieben.Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin. stolpersteine-berlin.de; abgerufen am 5. März 2019

Bild Person Verlegeort Koord. Verlege­datum Information 100px Manteuffelstraße 21 Joseph Abraham, geboren am 11. April 1884 in Posen, Tapezierer; heiratete 1929 Rosa Kiwi (s. u.); 1939 Zwangsumzug in die Köpenicker Straße 25a; am 3. März 1943, mit dem 33. Osttransport nach Auschwitz deportiert, zwei Tage nach seiner Frau Rosa.33. Osttransport – Transportliste 36. statistik-des-holocaust.de; abgerufen am 4. April 2022 100px Manteuffelstraße 21 Rosa Abraham, geborene Kiwi, geboren am 29. Mai 1896 in Obersitzko; verheiratet mit dem Tapezierer Joseph Abraham (s. o.); handelte mit Berufsbekleidung; zuletzt wohnhaft in der Köpenicker Straße 25a; am 1. März 1943 mit dem 31. Osttransport nach Auschwitz deportiert;31. Osttransport – Transportliste 228. statistik-des-holocaust.de; abgerufen am 5. März 2019 ihr Mann Joseph wurde zwei Tage später ebenfalls deportiert. 100px Prinzenstraße 40 Gerhard Alexander, geboren am 3. Juli 1893 in Stargard in Pommern; Kaufmann; wohnte zuletzt in der Prinzenstraße 42; am 2. März 1943 mit dem 32. Osttransport nach Auschwitz deportiert.32. Osttransport – Transportliste 327. statistik-des-holocaust.de; abgerufen am 16. Januar 2019 Stolperstein verlegt und eingeweiht am 17. November 2009. b.shuttle.de 100px Skalitzer Straße 115 Miriam Ancer, geboren am 31. März 1926 in Berlin als Tochter von Rajna Ancer (geboren in Kalisch) und Max Bornstein;Mirjam Ancer. mappingthelives.org nach dem Tod ihrer Mutter im Alter von nur 23 Jahren am 30. Januar 1928 im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde lebte sie bei ihren Großeltern mütterlicherseits, Salomon und Rosa Ancer, in der Skalitzer Straße 117; ihr Großvater Salomon Ancer war dort seit Anfang der 1920er Jahre als Textilkaufmann tätig, im selben Haus lebte auch ihr Vater Max Bornstein und arbeitete als Schuster (Schäftestepper); Schicksal des Vaters nach 1930 unbekannt (möglicherweise verstorben); die Großeltern wurden 1938 als polnische Juden ausgewiesen, die Großmutter aber im Mai 1939 zur Volkszählung wieder zusammen mit Miriam in der Skalitzer Straße 117 erfasst;Rajzel Ancer geborene Perez. mappingthelives.org Miriam kam danach in ein jüdisches Kinderheim und zuletzt lebte sie im Baruch Auerbachschen Waisenhaus in der Schönhauser Allee 162; von dort am 19. Oktober 1942 mit dem 21. Osttransport nach Riga deportiertWelle 34 – 21. Osttransport nach Riga, 19.10.1942. Arolsen Archives; abgerufen am 7. Oktober 2023 und, wie die Mehrzahl der Deportierten, nach der Ankunft erschossen. 100px Hornstraße 23 Charlotte Arnhelm, geboren am 21. Dezember 1892 im hinterpommerschen Bad Polzin; drei Geschwister: Jenny (* 21. Oktober 1888, verheiratete Stein), Gertrud (* 1. August 1898) und Max; die drei Schwestern zogen nach Berlin; bis 1943 verzeichnete das Adressbuch Charlotte und Gertrud Arnhelm als Bewohnerinnen der Wartenburgstraße 3; dann wurden alle drei Schwestern in eine beengte Einzimmerwohnung im Judenhaus Hornstraße 23 einquartiert; der ursprüngliche Beruf von Charlotte Arnhelm ist unbekannt; Zwangsarbeit bei verschiedenen Berliner Unternehmen, zuletzt bei Siemens & Halske; wahrscheinlich während der Fabrikaktion Ende Februar 1943 direkt am Arbeitsplatz festgenommen; mit dem 31. Osttransport am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort verstorbenBurkhard Hawemann: Vom Yorckschlösschen zum Rathaus Kreuzberg. Berlin 2013, S. 59–60. 100px Hornstraße 23 Gertrud Arnhelm, geboren am 1. August 1898 in Bad Polzin; wie ihre Schwester Charlotte – zu biografischen Angaben bis 1943 siehe dort – unverheiratet; unbekannter Beruf; Zwangsarbeit bei den Siemens-Schuckertwerken; der letzte Wohnort der drei Arnhelm-Schwestern, das Judenhaus Hornstraße 23, gehörte bis 1941 Margarete Mannheim, sie wählte am 2. September 1942 den Freitod; Gertrud Arnhelm wurde vermutlich im Verlauf der Fabrikaktion Ende Februar 1943 unmittelbar am Arbeitsplatz verhaftet; am 1. März 1943 mit dem 31. Osttransport ins KZ Auschwitz deportiert und dort umgekommen 100px Geibelstraße 1 Stolperstein eingeweiht am 9. Dezember 2010 b.shuttle.deSchüler der Hermann-Hesse-Schule gedenken ehemaligen jüdischen Mitbürgern – Stolpersteine in der Geibelstraße. bc-kreuzberg.de 100px Geibelstraße 1 Stolperstein eingeweiht am 9. Dezember 2010 100px Dieffenbachstraße 70 100px Wassertorstraße 1 100px Wassertorstraße 1 100px Obentrautstraße 54 100px Johanniterstraße 21 (gegenüberliegende Seite) Ehemann von Lilly Ascher; wohnte Planufer 26 (Haus existiert nicht mehr) bei Herbert Weinberg; Stolperstein eingeweiht am 26. November 2008. 100px Johanniterstraße 21 (gegenüberliegende Seite) Schwester von Herbert Weinberg; wohnte Planufer 26 (Haus existiert nicht mehr) bei ihrem Bruder; Stolperstein eingeweiht am 26. November 2008. 100px Alexandrinenstraße 15 100px Yorckstraße 11 100px Yorckstraße 11 100px Yorckstraße 11 100px Prinzenstraße 98 (Ecke Wassertorstraße) Frühere Adresse: Wassertorstraße 20. 100px Prinzenstraße 98 (Ecke Wassertorstraße) Frühere Adresse: Wassertorstraße 20. 100px Prinzenstraße 98 (Ecke Wassertorstraße) Frühere Adresse: Wassertorstraße 20. 100px Dudenstraße 32A 100px Lausitzer Platz 12A 100px Naunynstraße 19 100px Naunynstraße 35 100px Wilhelmstraße 2 100px Wilhelmstraße 2 100px Wilhelmstraße 2 100px Wilhelmstraße 2 100px Friesenstraße 18 100px Regina-Jonas-Straße 20 (Ecke Admiralstraße) 100px Bevernstraße 3 100px Markgrafenstraße 87 100px Dieffenbachstraße 30 100px Friedrichstraße 217 100px Skalitzer Straße 32 100px Skalitzer Straße 32 100px Skalitzer Straße 32 100px Oranienstraße 175 100px Mariannenstraße 34 Berlin: Stolpersteine. indymedia.org am 7. Mai 2001 100px Mittenwalder Straße 19 100px Oranienstraße 175 100px Liegnitzer Straße 4 100px Böckhstraße 49 100px Böckhstraße 49 100px Böckhstraße 49 100px Böckhstraße 49 100px Charlottenstraße 87 100px Waldemarstraße 23 100px Oranienstraße 207 100px Oranienstraße 207 100px Wilhelmstraße 15 100px Kottbusser Damm 5 (Auszug) … Seit 1914 lebten Selma Fichtmüller geborene Blau und Elli Blau im Haus Kottbusser Damm 5. Beide Frauen waren berufstätig: Selma verdiente ihren Lebensunterhalt als Buchhalterin, Elli war Prokuristin. Mit der schrittweisen Entrechtung und Verfolgung von Juden und Jüdinnen seit 1933 begannen Zwangsmaßnahmen. Um sich einer drohenden Deportation zu entziehen, entschlossen sich die Schwestern zum Selbstmord: Sie wurden am 5. September 1942 in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Selma Fichtmüller und Elli Blau wurden auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beigesetzt. 100px Manteuffelstraße 49 100px Mariannenstraße 23 100px Segitzdamm 12 100px Böckhstraße 49 100px Böckhstraße 49 100px Böckhstraße 49 100px Wilhelmstraße 24 100px Hallesche Straße 1 Ein erster Stein für Alice Bock wurde hier wohl bereits am 7. Mai 2001 verlegt und kam später abhanden. 100px Bergmannstraße 22 100px Wrangelstraße 9 100px Fontanepromenade 16 Ferdinand Bogen wurde am 28. November 1872 in Wien als Sohn von Ludwig und Emma Bogen, geborene Hänflein, geboren. In seiner Kindheit lebte er mit seinen Eltern in Breslau. In den 1890er Jahren zog er nach Berlin, wo er in der Konfektionsfirma D. Levin am Hausvogteiplatz 11 in Berlin S.W. tätig war und dort als erster Einkäufer arbeitete. Am 22. März 1908 heiratete Ferdinand Bogen Johanna Bonwitt. Das Ehepaar lebte in Berlin, wo 1909 der Sohn Franz und 1911 die Tochter Marianne geboren wurden. Die Familie wohnte in Berlin S.W. 29 in der Fontanestraße 16 im zweiten Stock in einer Vierzimmerwohnung. Im Ersten Weltkrieg diente Ferdinand Bogen als Soldat in der österreichischen Armee. Nach dem Krieg verließ er die Firma Levin und arbeitete fortan als Repräsentant verschiedener Bekleidungsfirmen. Seine berufliche Tätigkeit führte ihn nach Thüringen, Sachsen und ins Rheinland. Sein Büro befand sich zunächst in der Markgrafenstraße, später in der Schützenstraße in Berlin. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Jahr 1933 verschlechterte sich seine berufliche und private Situation zunehmend. 1938 flohen Ferdinand und Johanna Bogen in die Niederlande und ließen sich in Arnheim in der Marktstraße 5 nieder. Nach der Besetzung der Niederlande durch das nationalsozialistische Deutschland wurden sie am 11. Dezember 1942 verhaftet, im Durchgangslager Westerbork interniert und am 10. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort wurden sie am 21. Januar 1943 ermordet.