mini|hochkant=1.25|Blick auf den Ort Sankt Anna am Aigen von Südosten mini|hochkant=1.25|Blick auf den Ort Sankt Anna am Aigen von Westen Sankt Anna am Aigen (slow. Sveta Ana na Igu, prekm.Sveta Ana pri Igi) ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Südosten der Steiermark im Bezirk Südoststeiermark.

Geografie Geografische Lage Sankt Anna am Aigen liegt circa 70 km südöstlich von Graz, etwa 25 km südöstlich der Bezirkshauptstadt Feldbach und etwa 16 km nördlich von der Stadt Bad Radkersburg entfernt im Oststeirischen Hügel- und Riedelland.

Naturraum und Geologie Riedel und Täler des Hügellands verlaufen zumeist in nord-südlicher Richtung. Auf einem erhöhten Riedel liegt das Ortszentrum von Sankt Anna am Aigen auf gut Das Gelände ist stark reliefiert und weist entsprechend große Höhenunterschiede auf. Der tiefste Punkt der Gemeinde, nahe der Grenze zum Burgenland, liegt auf ; der höchste Punkt, der vulkanische Stradner Kogel, erreicht https://www.st-anna-aigen.gv.at/marktgemeinde/topographie/

Der geologische Untergrund ist vielgestaltig. Auf engem Raum wechseln hier die geologischen Formationen. Die ältesten anstehenden Gesteine sind paläozoische Phyllite; Sankt Anna am Aigen besitzt damit ein Fenster in das Grundgebirge, das unter den neogenen Sedimenten liegt. Die unterste Stufe der neogenen Sedimente, die sämtlich im Meer bzw. am Meeresrand entstanden, bilden Kalke aus dem Untersarmat, die als Serpulakalke bekannt sind. Sie sind bei Klapping zu sehen. Darüber folgt eine Einheit aus Kiesen und Feinsanden, die u. a. am Friedhof von Sankt Anna angeschnitten ist. Die oberste Lage wird von Sanden gebildet, in die Kalkbänke zwischengeschaltet sind. Diese Einheit wird dem Obersarmat zugerechnetMartin Eisner: Bericht über geologische Aufnahmen des Gebietes um St. Anna am Aigen auf Blatt 192 Feldbach, 1990; https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=JB1343_549_B.pdf. Der Stradner Kogel im Nordwesten der Gemeinde ist eine der vulkanischen Bildungen in der Südoststeiermark, die vor rund 2 Millionen Jahren entstandenhttps://www.steiermark.com/de/Thermen-Vulkanland/Urlaub-planen/Ausflugsziele/Stradner-Kogel_isd_4167608. Ein ausgedehnter Lavastrom hat hier eine Decke aus Nephelinit-Basalt hinterlassenhttps://www.vulkanland.at/vulkanismus/. Von Norden nach Süden ist die Basaltmasse von Hochstraden 8 km lang und 2 km breit. Die Nephelinitdecke erreicht eine Mächtigkeit von 80 Metern und mehr. Der Basalt von Hochstraden gilt als einer der härtesten in Österreichhttps://www.steiermark.com/de/Thermen-Vulkanland/Urlaub-planen/Ausflugsziele/Stradner-Kogel_isd_4167608. Der Steinbruch ist außerdem als reichhaltiger Fundort für viele Minerale bekannthttps://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/%C3%96sterreich/Steiermark/S%C3%BCdoststeiermark%2C%20Bezirk/Merkendorf/Wilhelmsdorf/Stradnerkogel.

Sowohl der Basalt, der Basaltschutt als auch die kalkigen Horizonte eignen sich hervorragend für den Weinbau.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl, Stand ):

Die Gemeinde besteht aus neun Katastralgemeinden (Fläche Stand ):

Eingemeindungen Auf Anordnung der Steiermärkischen Landesregierung entstand im Jahr 1948 durch Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Aigen, Plesch, Risola und Klapping die Gemeinde „Sankt Anna am Aigen“. Die einzelnen Bürgermeister wehrten sich vor allem aufgrund der drohenden Steuerverluste gegen die Zentralisierung, mussten aber schließlich den Beschluss zur Kenntnis nehmen.Gemeinde Sankt Anna am Aigen: Geschichte St. Anna am Aigen, abgerufen am 14. Mai 2015 Mit Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 15. Oktober 1952 wurde die Gemeinde Sankt Anna am Aigen zur Marktgemeinde erhoben und das Gemeindewappen verliehen. Landeshauptmann Josef Krainer senior nahm am feierlichen Festakt der Gemeinde als Ehrengast teil. Im Jahr 1969 wurden auf Anordnung der Steiermärkischen Landesregierung weitere Gemeindezusammenlegungen vollzogen. Die vordem selbständigen Gemeinden Waltra und Jamm wurden aufgelöst und bei der Marktgemeinde Sankt Anna am Aigen eingemeindet. Mit 1. Jänner 2015 ist die Gemeinde Sankt Anna am Aigen auf Anordnung der Steiermärkischen Landesregierung durch die Eingemeindung der zuvor selbständigen Gemeinde Frutten-Gießelsdorf neuerlich gewachsen.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Sankt Anna am Aigen und der Gemeinde Frutten-Gießelsdorf, beide politischer Bezirk Südoststeiermark. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013, Nr. 127, 32. Stück, , S. 633.

Nachbargemeinden

Geschichte Am 31. März 1706 drangen etwa 6000 Kuruzzen in die Region St. Anna ein und steckten Ort und Kirche in Brand.

Einwohnerentwicklung 2357 Menschen lebten 2026 in Sankt Anna am Augen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Sankt Anna am Aigen mini|Gedenkstein in Sankt Anna am Aigen für die Vertriebenen und Toten der Gemeinden Fuchelsdorf, Guitzenhof, Rotenberg und Sinnersdorf in den Jahren 1945/1946 mini|hochkant|Dreiländerstein Steiermark-Burgenland-Slowenien in Sichauf mini|hochkant|Aussichtswarte Vulkanland in Frutten-Gießelsdorf

Katholische Pfarrkirche Sankt Anna am Aigen hl. Anna mit der Figurengruppe Anna Maria lesen lehrend von Veit Königer. Dreiländerecke mit Maria-Theresien-Stein bei Sichauf (historische Grenzmarke) Themenweg Alte Grenze zu weiteren theresianischen Steinen Das Mahnmal für den Frieden erinnert an ein Lager, in dem hauptsächlich ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter zum Bau des Südostwalls interniert waren. Aussichtswarte Vulkanland; der 40 Meter hohe Aussichtsturm wurde 1987/88 in Frutten-Gießelsdorf errichtet. Sankt Anna liegt am Ostösterreichischen Grenzlandweg.

Religion Sankt Anna am Aigen wird regional als „Steirisches Bethlehem“ bezeichnet, weil aus dieser Pfarre im Laufe ihrer Geschichte über 35 Priester und viele Ordensangehörige hervorgegangen sind.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren: WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige20212011 200120212011 2001Land- und Forstwirtschaft 1)139 - -144163 163Produktion3122 14163138 88Dienstleistung9184 38266221 167 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Bildung In Sankt Anna am Aigen befinden sich eine Kinderkrippe, ein Kindergarten, eine Volksschule und eine Mittelschule.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 FPÖ und 1 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 2 FPÖ und 1 SPÖ (bis 2010 ohne Frutten-Gießelsdorf). Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 2 FPÖ und 1 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 2 FPÖ und 1 Grüne. Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP und 5 FPÖ.

Bürgermeister

bis 2009 Josef Weinhandl (ÖVP) 2009–2025 Johannes Weidinger (ÖVP) seit 2025 Andrea Pock (ÖVP)

Wappen und Flagge links|120px Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 15. Oktober 1952. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 1. Dezember 2015.107. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. November 2015 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Sankt Anna am Aigen (politischer Bezirk Südoststeiermark), abgerufen am 11. Dezember 2015 Die Blasonierung lautet: „Im blauen Schild ein aufgerichteter, silberner Steinbock, der in seinen Vorderläufen ein goldenes Patriarchenkreuz vor sich hält.“ Die Gemeindeflagge hat zwei Streifen in den Farben Weiß-Blau mit dem Wappen.Eintrag zu Sankt Anna am Aigen auf der Seite kommunalflaggen.eu

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde 1982: Josef Krainer junior (1930–2016), Landeshauptmann 2024: Franz Lackner (* 1956), Erzbischof von Salzburg Josef Greiner (1931–2018), Pfarrer von Sankt Anna am Aigen 1967–2002

Söhne und Töchter der Gemeinde Leopold Schuster (1842–1927), Fürstbischof Andreas Franz Frühwirth (1845–1933), Kardinal Anton Lippe (1905–1974), Domkapellmeister

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten Walburga Beutl (* 1946), Politikerin (ÖVP) Franz Lackner (* 1956), Erzbischof von Salzburg

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Weinbaugemeinde in der Steiermark