Pabneukirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit Einwohnern (Stand ).

Die Gemeinde zählt seit 2003 zum Gerichtsbezirk Perg (zuvor zum ehemaligen Gerichtsbezirk Grein) mit dem zuständigen Bezirksgericht in der Bezirkshauptstadt Perg.

Geografie Der Ort Pabneukirchen liegt auf 571 Meter Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 7,2 und von West nach Ost 11,1 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst Quadratkilometer. Davon sind beinahe 44 Prozent bewaldet und über die Hälfte werden landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 19 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Pabneukirchen, Riedersdorf und Wetzelsberg.

Nachbargemeinden

Geschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Im Jahr 1147 wurde (Pab)neukirchen anlässlich der Gründung des Klosters Säbnich (später Stift Waldhausen) erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Pabneukirchen

Katholische Pfarrkirche Pabneukirchen Hll. Simon und Judas

Naturdenkmäler Im Naturschutzbuch der oberösterreichischen Landesregierung ist die zwölf Meter hohe Einsiedlermauer als Naturdenkmal eingetragen. Es handelt sich um eine Felsbildung aus Weinsberger Granit und einer als Opferschale gedeuteten Vertiefung, die durch chemische und biologische Verwitterung entstanden ist.Naturdenkmal in Pabneukirchen

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren mini|Pabneukirchen mit der Möbelfabrik Anrei im Vordergrund Im Jahr 2011 waren 153 Erwerbstätige in der Landwirtschaft beschäftigt. Im Produktionssektor arbeiteten neunzig Prozent der 390 Beschäftigten im Bereich Warenherstellung. Die Branchen Handel und soziale und öffentliche Dienste waren die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor, für den rund 160 Personen arbeiteten.

Bildung Kindergarten (Caritas) Volksschule Neue Mittelschule Volkshochschule Haus der Musik

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 1997 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 3 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ und 3 Liste für Pabneukirchen (LISTE). Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 Liste für Pabneukirchen (LISTE) und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 5 Liste für Pabneukirchen (LISTE) und 2 SPÖ.Wahl Oberösterreich 2021 orf.at

Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren: in Riedersdorf (bis zur Eingemeindung 1875) 1850–1858 Johann Pammer 1858–1861 Georg Steinkellner 1861–1875 Josef Kothbauer in Wetzelsberg (bis zur Eingemeindung 1875) 1850–1861 Peter Luftensteiner 1861–1867 Georg Neulinger 1867–1870 Simon Nußbaummüller 1870–1873 Georg Steinkellner 1873–1875 Paul Pechbäck

in Pabneukirchen

Wappen Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Schwarz auf goldenem Dreiberg ein goldener, auf der mittleren und hinteren Kuppe aufrecht stehender Steinbock, an einem aus der vorderen Kuppe wachsenden, grün beblätterten Haselstrauch mit roten Früchten äsend.

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde 1982: Otto Ransmayr (1929–2021), Pfarrer von Pabneukirchen 1963–1999 2021: Johann Buchberger (geb. 1954), Bürgermeister von Pabneukirchen 2002–2019 2022: Robert Zinterhof, geb. 1952 in Pabneukirchen.

Söhne und Töchter der Gemeinde Robert Zinterhof (* 1952), Lehrer und Journalist

Literatur Florian Eibensteiner: Heimatkunde von Pabneukirchen, Ober-Oesterreich. J. M. Hiebl, Grein 1911. Heinz Winkler: Pabneukirchen. Eine heimatkundliche Darstellung von einst und jetzt. Marktgemeinde Pabneukirchen, 1988, 190 S. Erwin Bindreiter: Pabneukirchen 1147–1997: 850 Jahre Geschichte einer Heimat. Marktgemeinde Pabneukirchen, 1997, 52 S. 140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Pabneukirchen: 1874-2014. Freiwillige Feuerwehr Pabneukirchen, 2014. 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Pabneukirchen: 1874-2024. Freiwillige Feuerwehr Pabneukirchen, 2024. Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Pabneukirchen. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. Wien 2009, S. 1–192 ().

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Aist-Naarn-Kuppenland