Krenglbach ist eine österreichische Gemeinde im Hausruckviertel im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich mit Einwohnern (Stand ).
Geografie Der Ort Krenglbach liegt auf einer Höhe von nordwestlich von Wels. Die Entwässerung des Gemeindegebietes erfolgt durch den Krenglbach, der im Süden entspringt und im Norden in den Innbach mündet. Die bewaldeten Höhen im Süden sind bis zu 400 Meter hoch.
Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,2 und von West nach Ost 4,7 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst 15,34 Quadratkilometer. Zwei Drittel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 15 Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Haiding, Katzbach und Schmiding.
Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Wels.
Nachbargemeinden
Geschichte Im Jahre 985 wurde der Ort Chrenginpach als Standort einer Taufkirche des hl. Stephanus erstmals urkundlich erwähnt. 1160 findet man Chrengelbach in einer Urkunde des Stiftes Reichersberg am Inn. Zur Zeit der Reformation bekannten sich viele Bewohner zum lutherischen Glauben. Die Pfarre war der Oberhoheit der Pfarre St. Marienkirchen an der Polsenz unterstellt. Während der Gegenreformation ließ Kaiserin Maria Theresia als Maßnahme der Katholiken eine Missionsstation errichten.
1784 wurde Krenglbach wieder eine selbständige Pfarre. Die Familie Kapsamer stellte von 1688 bis 1823 die Schulmeister in der vom Stift St. Florian unterhaltenen Pfarrschule. Einige Mitglieder dieser Familie waren Schöpfer vieler bemalter Bauernmöbel, bekannt als Gunskirchner Möbel.
1861 wurde die Bahnstrecke Wels–Passau eröffnet, von der im Ortsteil Haiding die Aschacher Bahn abzweigt.
Einwohnerentwicklung
Die rasche Zunahme der Bevölkerungszahl der letzten Jahrzehnte erfolgte, da sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv waren.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Zoo Schmiding mini|Schloss Schmiding mini|Schloss Haiding mini|Pfarrkirche Krenglbach
Wanderwege 50 km Zoo Schmiding: der Zoo ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Schloss Schmiding: urkundlich erstmals 1100 erwähnt, heute im Besitz der Familie Artmann die auf dem angrenzenden Areal den Zoo Schmiding vormals Vogelpark Schmiding bzw. Zoologischer Garten Schmiding errichtete. Pfarrkirche Krenglbach Schloss Haiding: Wasserschloss, 1340 erstmals erwähnt. Nach langen Zeiten des Verfalls wurde es ab 1970 renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So wird heute im Schloss – von etwa Ende des Sommers bis November – Kunst dargeboten, Literatur, Ausstellungen, Musik und Schauspiel. Bodenlehrpfad Krenglbach
Wirtschaft und Infrastruktur
Firmen (Quelle: )
AH Tech GmbH Speed Tec IEP Hüttmair GmbH KATI Anrufsammelbus
Wirtschaftssektoren Während die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft von 2001 bis 2011 abnahm, blieb sie im Produktionssektor stabil und nahm im Dienstleistungssektor stark zu. Darin war der Bereich freiberufliche Dienstleistungen mit 411 Beschäftigten der wichtigste Sektor. Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)44583246Produktion3519180178Dienstleistung15665725306 1) Betrieb Arbeitsmarkt, Pendeln Krenglbach ist eine Auspendlergemeinde. Von den 1555 Erwerbstätigen, die 2011 in der Gemeinde lebten, arbeiteten 287 lokal, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.
Bildung In Krenglbach gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule. mini|Bahnhof Haiding
Verkehr Eisenbahn: Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Bahnstrecke Wels–Passau und die Aschacher Bahn. Der Bahnhof Wels an der Westbahn ist weniger als zehn Kilometer entfernt. Straße: Durch den Süden der Gemeinde verläuft die Innkreis Autobahn A8.
Vereine Siedlerverein KrenglbachSiedlerverein Krenglbach Sportverein KrenglbachSportverein Krenglbach Freiwillige Feuerwehr KrenglbachFreiwillige Feuerwehr Krenglbach Freitraum - Krenglbacher Verein für Ökologie, Utopie und KulturFreitraum - Krenglbacher Verein für Ökologie, Utopie und Kultur Initiative für KrenglbachInitiative für Krenglbach Arbö Krenglbach-PichlArbö Krenglbach-Pichl Landjugend KrenglbachLandjugend Krenglbach Liedertafel KrenglbachLiedertafel Krenglbach Musikverein KrenglbachMusikverein Krenglbach Die Kinderfreunde, Ortsgruppe KrenglbachDie Kinderfreunde, Ortsgruppe Krenglbach Pensionistenverband Österreich, Ortsgruppe KrenglbachPensionistenverband Österreich, Ortsgruppe Krenglbach
Politik mini|Gemeindeamt von Krenglbach Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ, 8 ÖVP, 3 FPÖ und 2 GRÜNE. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ, 7 ÖVP, 3 FPÖ und 2 GRÜNE. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 SPÖ, 7 ÖVP, 5 FPÖ und 4 GRÜNE. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 SPÖ, 7 ÖVP, 4 GRÜNE, 3 FPÖ und 2 BLiK (Bürgerliste Krenglbach).Wahl Oberösterreich 2021 orf.at
Bürgermeister
Bürgermeister seit 1855 waren:
Wappen 60px|rechts
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold auf grünem, dreimal gewelltem Schildfuß, darin eine silberne Wellenleiste, ein rotes, anstoßendes, durch einen Pfahl gespaltenes Tatzenkreuz. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.
Das Gemeindewappen wurde 1984 durch die oberösterreichische Landesregierung verliehen. Es zeigt mit dem Tatzenkreuz das Wappen des Stiftes St. Florian, zu dem die Pfarre Krenglbach seit dem Mittelalter gehört. Die Zweiteilung symbolisiert die beiden christlichen Konfessionen in der Gemeinde, von denen der Protestantismus zur Zeit der Reformation stark verbreitet war. Die Wellenleiste steht für den namensgebenden Krenglbach.Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 7. Nachtrag (1984–1987). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 4, 1988, S. 229 ().
Gemeindepartnerschaften seit 1994 Császártöltés, Ungarn
Persönlichkeiten
Sohne und Töchter der Gemeinde
Anton Reidinger (1839–1912), Pfarrer, Mundartdichter, Verfasser des Weihnachtsliedes Es wird scho glei dumpa Ernst Mayrhofer (1935–2000), Schnitzer, Restaurator, Figurenfasser und Hintergrundmaler Helmut Schreiner (1942–2001), Jurist, Hochschullehrer, Politiker, Präsident des Salzburger Landtags Walter Aichinger (1953–2024), Arzt und Politiker, Präsident des Landesverbandes Oberösterreich vom Roten Kreuz
Personen mit Bezug zur Gemeinde Hans-Peter Vertacnik (* 1956), Autor
Literatur Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Krenglbach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2006, S. 1–90 ().
Weblinks
Website der Gemeinde Tourismus Info Krenglbach (oberoesterreich.at)
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 985 Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Innbach