Flavio Sciolè (* 6. September 1970 in Atri) ist ein italienischer Theater- und Filmregisseur und Schauspieler.

mini|Flavio Sciolè

Leben In seiner Jugendzeit befasste er sich vorwiegend mit Dichtung, um sich schließlich dem Forschungstheater, dem Avantgardefilm und der Performance zuzuwenden. 1995 wird er zum „Laboratorio Delle Arti Sceniche“ (Atelier für szenische Kunst) zugelassen. Nach einigen Produktionen mit dem Stadttheater TSA (Teatro stabile d’Abruzzo) gründet er das Teatro Ateo. Die Theatergruppe beschäftigt sich vorwiegend mit Forschung und fokussiert sich schließlich auf das Antitheater, eine Form des experimentellen und absurden Theaters. Beliebte Themen sind dabei Selbstmord, Wahnsinn sowie Vielfalt und Anderssein. Die Dramaturgie ist erfüllt von vokaler Disartikulation und von Bewusstlosigkeit, während die Körper-Maschine zur Epilepsie tendiert. Dadurch wird die so genannte „Recitazione Inceppata“ (stotternde, abgehackte Aufführung) inszeniert, mit der Sciolè die Mängel von Sprache, Körper und Seele ausgleicht und interpretiert. Er kombiniert Performance und Schauspiel. Er beschäftigt sich mit der Produktion von Avantgardefilmen (Experimentalfilm) und besticht dabei vor allem durch seine Thematik und die komplette Vernichtung der Technik. In all seinen Videos (bis auf einige Ausnahmen) arbeitet er ohne Postproduktion. Seine Filmografie umfasst ungefähr 400 Videos. Seine Werke werden auf Festivals, in Museen sowie auf Ausstellungen sowohl in Italien wie auch weltweit ausgestrahlt. Während seiner Performance interpretiert er den Körper und gibt diesem sowohl theatralische (durch den intensiven Einsatz der Stimme) wie zwingende Formen (anhand von Bandagen, Verletzungen und Schnittwunden). Für die Schnittwunden kommen insbesondere Cutter oder Scherben vor, während der Szene zerbrochene Flaschen oder Gläser zum Einsatz. Seine auf Body Art-Performance zurückzuführenden Live-Auftritte sind häufig Gegenstand heftiger Diskussionen. Der Wunsch zielt darauf ab, dort die Rituale der Kunst zu zelebrieren, wo die Heiligkeit das Werk durchdringt .

Filmografie mini|Kristo 33 (2002)

Regisseur 1996: Ossessione 1997: Claustrofobia 2000: Giuda 2002: Delirium 2002: Kristo 33 2003: Narciso 2005: Ipotesi Per Un Delirio 2007: Aman4aman 2010: Sublime Rain, Sublime Pain 2011: Mondo Delirium

Schauspieler 2001: Farina Stamen 2004: Il sopranista 2005: Pianosequenza

Theater 1999: Psicosi Atea 1999: Lo storpio 2000: Il Re è Pazzo 2002: Calvario Room 2003: Bambole 2005: Macchinateassassina 2006: sANTI NO iconoclasta1970 2008: ICARO CARO d’oro cosparso

Performance 2003: Poesia Evocativa 001 2004: Performance #1 2009: Roserosse 2010: Sanguinarte per l'Arte 2013: Milk 1970 2014: Makeup1970

Ausstellungen 2007 Videofusion1, Galleria Studio.ra, Roma 2007 Biennale Di Venezia, Venezia 2010 Romaeuropa, Roma 2012 Artcevia, Arcevia

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1970 Kategorie:Mann