Ötzingen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wirges an.
Geographie Geographische Lage Die Ortschaft ist am Fuß des Malbergs gelegen, einem bewaldeten Vulkankegel, welcher sich auf dem Gebiet der benachbarten Gemeinde Moschheim befindet. Weitere Nachbargemeinden sind Leuterod, Niederahr, Oberahr, Ettinghausen, Kuhnhöfen, Niedersayn und Helferskirchen. Am Ortsrand entlang schlängelt sich der Aubach, der im etwa 3 km entfernten Ortsteil Sainerholz entspringt.
Wie auch im übrigen sogenannten Kannenbäckerland spielt der Tonabbau in Ötzingen eine wichtige Rolle. Etwas außerhalb des Ortes befindet sich dazu passend eine Produktionsstätte für weltbekannte Tonmosaike.
Gemeindegliederung Sainerholz wird als Ortsteil der Gemeinde geführt. Zu Ötzingen gehören auch die Wohnplätze Aubachhof, Siedlerhof Ehl, Jagdhaus und Waldhof am Breitenberg.
Naturschutzgebiete Im Gemeindegebiet gibt es drei Naturschutzgebiete. Den Steinbruch am Breiten Berg, das Naturschutzgebiet Im Kumpf (gehört auch zu Niedersayn und Helferskirchen) und das Naturschutzgebiet Malberg.
Geschichte Der Name ist vom althochdeutschen Uitzingen abgeleitet und bedeutet wohl so viel wie „Nachkommen des Uitzo, bzw. Utz“. Die Endung „-ingen“ lässt vermuten, dass zur Zeit der Landnahme dieses Gebiet schon gerodet war oder kein Wald vorgefunden wurde. Somit kann die Entstehungszeit der Siedlung zwischen das Ende des 6. und das 11. Jahrhundert eingeordnet werden. Um 1362: Ozingen Um 1385: Oezingin Um 1386: Oitzingen Um 1417: Oytzingen Um 1476: Uitzingen, Ober-Otzingen Um 1589: Oezingin
Am 20. März 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sainerholz mit 174 Einwohnern nach Ötzingen eingemeindet. Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Ortsgemeinde Ötzingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 404 1835 504 1871 477 1905 484 1939 575 1950 619 1961 676 Jahr Einwohner 1970 857 1987 895 1997 1.245 2005 1.369 2011 1.378 2017 1.363 mini|298px|Ötzingen
Religion Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Im Ort befindet sich die Filialkirche Maria-Hilf, die zur Pfarrei Leuterod gehört (Bistum Limburg). Die rund 200 evangelischen Christen werden von der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) betreut.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Ötzingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Bis zur Wahl 2019 wurde eine personalisierte Verhältniswahl durchgeführt, da mindestens zwei Vorschlagslisten eingereicht wurden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD WG 1 WG 2 Gesamt 2024 per Mehrheitswahl 16 Sitze 2019 – 9 7 16 Sitze 2014 4 12 – 16 Sitze 2009 3 13 – 16 Sitze 2004 4 12 – 16 Sitze
Bürgermeister Gudrun Erll wurde am 29. August 2024 Ortsbürgermeisterin von Ötzingen. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war sie als einzige Bewerberin mit einem Stimmenanteil von 86,8 % für fünf Jahre gewählt worden.
Ihr Vorgänger Ansgar Ritz hatte das Amt 2013 übernommen. Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Vor Ritz war Alexander Hübinger für gut 16 Jahre Ortsbürgermeister von Ötzingen.
Wappen
Wirtschaft mini|Tongrube zwischen Ötzingen und Leuterod Westlich des Ortes befindet sich ein Tontagebau sowie das Gewerbegebiet Neubitz.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Ötzingen
Weblinks
Die Ortsgemeinde Ötzingen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Wirges
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Westerwaldkreis