mini|hochkant|Die Lutherkirche in Castrop Die Ortschaft Castrop [] ist seit dem 1. April 1926 ein Stadtteil von Castrop-Rauxel im Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen. Die Ortschaft hatte am 31. Dezember 2024 8515 Einwohner.

Geschichte Der Ortsname lässt sich aus den Wörtern trop/torp für Dorf und chasto/kast für Speicher als „Dorf am Speicher“ herleiten. Der älteste urkundliche Beleg für den Namen stammt aus dem Jahr 834, Castrop wurde als Villa Castorpe bezeichnet.

Castrop wurde 1470 vom Herzog von Kleve in der Grafschaft Mark zur Freiheit erhoben.Walter Vollmer: Westfälische Städtebilder. Berichte und Betrachtungen. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1963, S. 109. In der Frühen Neuzeit war Castrop einer der Wohnorte jüdischer Familien, die sich als Händler an Markttagen und in Geschäftsangelegenheit tagsüber in Dortmund aufhalten, jedoch nicht dort wohnen durften, sondern die Stadt verlassen und nach Castrop zurückkehren mussten, bevor abends die Dortmunder Stadttore schlossen.Bernhard Brilling: Geschichte des Judentums in Westfalen. In: Hans Chanoch Meyer, Wilhelm Michaelis, Franz Lorenz (Hrsg.): Ernte der Synagoga Recklinghausen. Zeugnisse jüdischer Geistigkeit. Ner-Tamid-Verlag, Frankfurt am Main 1962, S. 117–131, hier S. 121.

Nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon wurde Castrop 1808 eine Mairie im Ruhrdepartement. Ab 1815 war Castrop eine Bürgermeisterei bzw. ein Amt in der preußischen Provinz Westfalen. Das Amt Castrop umfasste zeitweise Orte von Sodingen, Holthausen und Börnig (heute Stadt Herne) bis Mengede, Schwieringhausen und Deusen (heute Stadt Dortmund). Es wurde 1902 aufgelöst.

Aus den Ortschaften Castrop, Obercastrop und Behringhausen entstand am 1. April 1902 die Stadt Castrop. Am 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop mit den Gemeinden Rauxel, Bövinghausen bei Castrop, Frohlinde, Merklinde, Habinghorst (bis dahin Amt Rauxel), Bladenhorst, Pöppinghausen (bis dahin Amt Bladenhorst), Teilen Deininghausens, Dingen und Ickern (bis dahin Amt Mengede) zur neuen Stadt Castrop-Rauxel zusammengelegt. Am 1. April 1928 wurde auch der Rest von Deininghausen in die neue Stadt eingemeindet.

Persönlichkeiten August Küper (1812–1888), evangelischer Theologe

Bedienung ÖPNV In diesem Stadtteil befindet sich der zentrale von Castrop-Rauxel und in dessen Nachbarschaft der , wo die Regionalbahnlinie RB 43 hält. Linie Verlauf Takt Betreiber

+ Castrop-Rauxel Münsterplatz Linie Verlauf Takt Betreiber Ickern Nord – Ickern – Habinghorst – Castrop-Rauxel Hbf – Europaplatz – Münsterplatz – Schwerin – Frohlinde – DO-Kirchlinde Zentrum – DO-Marten Süd S 14px 20 min DSW21 Becklem – Henrichenburg – Hagenstr. – Habinghorst Friedhof – Castrop-Rauxel Hbf – Waldfriedhof – Europaplatz – Evangelisches Krankenhaus – Castrop Betriebshof – Münsterplatzsonntags verkehrt die Linie nur im Abschnitt zwischen Henrichenburg Mitte und Evangelisches Krankenhaus 60 min DSW21 Schwerin Seniorenheim – Münsterplatz – Europaplatz – Castrop-Rauxel Hbf – Habinghorst – Aapwiesen – Ickern – Lerchenstr. – DO-Brüninghausen – DO-Mengede Bahnhofim Abendverkehr nur zwischen Münsterplatz und Ickern Markt 20 min DSW21 Ringlinie: Ickern Markt – Aapwiesen – Henrichenburg – Habinghorst – Castrop-Rauxel Hbf – Europaplatz – Münsterplatz – Schwerin – Frohlinde – DO-Kirchlinde Zentrum – Dortmund Reinoldikirche – Kirchlinde Zentrum – CAS-Frohlinde – Schwerin – Münsterplatz – Europaplatz – Castrop-Rauxel Hbf – Habinghorst – Lerchenstr. – Ickern Markt 60 min DSW21

Weblinks

Woher kommt der Stadtname ? auf Castrop-Rauxel.de

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Castrop-Rauxel) Kategorie:Ort im Kreis Recklinghausen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Recklinghausen) Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1902 Kategorie:Gemeindeauflösung 1926