Leopold "Poldi" Waraschitz (* 29. Oktober 1900 in Lassee; † 25. November 1970 in München) war ein österreichischer Filmschauspieler und Lebenskünstler.
Leben Der als „Schnorrerkönig“ (in seinen besten Zeiten, hatte er mindestens 100 DM erschnorrt, pro Prominenten (VIPs) am Tag!) bekannt gewordene Wiener war das zweite von vierzehn Kindern. Im Alter von 14 Jahren begann er eine Lehre in einem Geschäft für Schneiderbedarf, brach diese jedoch ab, um sich als Statist am Theater zu verdingen. Mit 22 Jahren leitete er eine eigene Schmierentheatergruppe. Eine Zeit in Berlin verbrachte er als Journalist und mit PR für die Brüder Hotter. Er gilt als Entdecker von Schauspielern wie Magda Schneider und Hans Söhnker. Danach wurde Waraschitz Gastronom und führte Bars in verschiedenen Städten. Die meiste Zeit aber lebte der Lebenskünstler (er konnte sehr gut in Gesellschaften conféncierartig mit seinen Anekdoten, Bonmots und Witzen, und Wiener Schmäh die Leute zum Lachen bringen.) oft vom Geld seiner reichen Freunde. In der High Society (vor allem bei den deutschsprachigen Wohlhabenden) half er die Veranstaltungen unterhaltsamer zu gestalten. Seine Gastgeber waren unter anderen Helmut Horten, Friedrich Jahn (Der Hendlkönig), Billy Wilder, Toni Sailer, Rudolf Prack, Gunther Philipp, Curd Jürgens (der ließ ihn extra (Jetset-mäßig) per 1.-Klasse-Flugticket einfliegen, um seine Partys wieder mit guter Laune in Schwung zu bekommen.) und viele andere gehörten.
Er starb in München als Sozialhilfeempfänger. Da kein Geld für eine Bestattung vorhanden war, sprangen vermögende Freunde und prominente Förderer für den Großteil der Begräbniskosten ein, um seinen Leichnam nach Österreich zu überführen. Er wurde in seiner Geburtsgemeinde Lassee im Marchfeld beigesetzt.
Waraschitz wurde seinerseits als „Pumpgenie“ oder „Schnorrerkönig“Wiener Schmäh: Wie der Schnorrerkönig Stars in seinen Bann zog, abgerufen am 15. Februar 2025 in der internationalen Presse gewürdigt. Billy Wilder plante, so war jedenfalls zu lesen, sein Leben zu verfilmen.
Filmografie 1966: 00Sex am Wolfgangsee 1969: Die nackte Bovary 1969: Josefine, das liebestolle Kätzchen 1969: Liebe durch die Hintertür
Quellen und Literatur Wovon lebt ein Spatz, in: Spiegel 22/1964 Poldi Waraschitz: „Ich bin der Schnorrerkönig“, LP, Polidor Artikel in der Zeit zum Tode
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Einzelnachweise
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