mini|100px|P. Oxy. LII 3679: Ein Papyrus aus Oxyrhynchus, enthält ein Werk von Platon
Es gibt verschiedene Institute und Bibliotheken, die Papyrussammlungen unterhalten. Einige Papyrussammlungen beinhalten zusätzlich beschriebene Objekte aus anderen Materialien wie Pergament oder Ostraka. Die Konservierung, Katalogisierung, Aufbewahrung und Auswertung von alten Papyrusfragmenten erfordert besondere Sachkenntnisse und klimatisierte Aufbewahrungsräume, so dass längst nicht jede größere Bibliothek in der Lage ist, Papyri zu verwahren. Ein wesentlicher Teil der Bestände der meisten deutschen Sammlungen verdankt sich den Aktivitäten des Deutschen Papyruskartells in der Zeit vor dem I. Weltkrieg. Vgl. Holger Essler, Fabian Reiter, die Berliner Sammlung im deutschen Papyruskartell, in: Paul Schubert (Hrsg.), Actes du 26e Congrès international de papyrologie. Genève, 16–21 août 2010 (Recherches et Rencontres Publications de la Faculté des Lettres de l’Université de Genève Volume 30). Librairie Droz S.A., Genf 2012, S. 213–220 mit weiterer Literatur S. 220 Das Papyruskartell bündelte die Etats der Deutschen Universitäten und verhinderte, dass sich die deutschen Universitäten unwissentlich gegenseitig beim Kauf überboten. Die erworbenen Stücke wurden prozentual zum bereitgestellten Etat aufgeteilt. Die vollständigste Liste von Papyrussammlungen weltweit findet sich in dem Portal Trismegistos (s. unten Weblinks).
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Europa Name der Sammlung Ort Land Anz. Objekte Beschreibung QuellePapyrussammlung BerlinÄgyptisches Museum BerlinDeutschland ca. 35.000Die Berliner Papyrussammlung ist die bedeutendste Sammlung ihrer Art in Deutschland.Papyrusportal zur Sammlung in BerlinPapyrussammlung des Seminars für Alte Geschichte BonnFriedrich-Wilhelms-Universität BonnDeutschland 277 Papyri, 13 Ostraka und 10 mittelalterliche PapierseitenDurch das deutsche Papyruskartell erworben.Papyrussammlung des Seminars für alte GeschichteGießener PapyrussammlungenJustus-Liebig-Universität GießenDeutschland über 2500 Papyri Die Papyri Gissenses stammen von Ernst Kornemann (1868–1946) und dem Gießener Industriellen Wilhelm Gail (1854–1925). Ursprünglich waren sie im Oberhessischen Museum in Gießen verwahrt und kamen 1930 zur Universität. Enthalten ist eine Abschrift der Constitutio Antoniniana des Kaisers Caracalla.
Die Papyri bibliothecae universitatis Gissensis ist eine eigene Sammlung der Universität, begründet 1908 durch die Philologen Otto Immisch und Alfred Körte. Die Papyri Iandanae war eine Privatsammlung des Gießener Philologen Karl Kalbfleisch (1868–1946), die als Vermächtnis an die Universität ging. Sie enthält unter anderem ein Fragment aus Ciceros „Reden gegen Verres“.Giessener PapyrussammlungenPapyrussammlung der Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergMartin-Luther-Universität Halle-WittenbergDeutschland 250 Papyri, Wachs- und BleitafelnEnthält ägyptische, ptolemäische, kaiserzeitliche, koptische und arabische Papyrustexte und -urkunden.Papyrussammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.Papyrussammlung des Instituts für Papyrologie Heidelberg Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland ca. 11.000 Papyri, Pergamente, Hadernpapiere, OstrakaDie zweitgrößte Sammlung in Deutschland nach Berlin. Etwa 5000 griechische, 3200 arabische, 1370 koptische, 815 demotische, wenige hieratische, mittelpersische, hebräische, aramäische und syrische Papyri, Pergamente und Hadernpapiere; 760 Ostraka. Den Grundstock der Sammlung bilden die Papyri der Privatsammlung des Konsuls des Deutschen Reiches in Kairo Carl August Reinhardt (1856–1903). 1897 verkaufte er seine Sammlung, die durch eine namhafte Spende des Generaldirektors des Portland-Cement-Werks Heidelberg Friedrich Schott erworben werden konnte. Damit gründeten Oberbibliothekar Karl Zangemeister und Minister Wilhelm Nokk die Heidelberger Papyrussammlung. Vgl. Richard Seider, Die Universitäts-Papyrussammlung, in: Heidelberger Jahrbücher 8, 1964, S. 142–203 Weitere Stücke kamen durch die Badischen Papyrusrabungen in Qarâra und el-Hibeh von 1913 und 1914, Vgl. Wolfgang Habermann, Die Badischen Grabungen in Qarâra und El-Hibeh 1913 und 1914 (P. Heid. X), Winter, Heidelberg 2014. ferner durch die Aktivitäten des Deutschen Papyruskartells hinzu.Seite der Universität HeidelbergPapyrussammlung der Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergPapyrussammlung der Friedrich-Schiller-Universität JenaFriedrich-Schiller-Universität JenaDeutschland 2000 Papyri und OstrakaEnthält Werke von Irenäus von Lyon, u. a. der sogenannte „Irenäus-Papyrus“. Papyri vom 3. Jh. v. Chr. bis 7. Jh. n. Chr. in griechischer, demotischer, koptischer, arabischer und lateinischer Schrift. Die meisten sind Griechisch und Demotisch geschrieben. Begründet wurde die Sammlung durch Ankäufe über das Papyruskartell in den Jahren 1904–1913. Später kamen kleinere Schenkungen hinzu, wie die Privatsammlung des Papyrologen Friedrich Zucker.Papyrusportal zur Sammlung Jena.Papyrussammlung an der Universität zu KölnUniversität zu KölnDeutschland ca. 6000 Papyri und andere beschriftete ObjekteIst nach Berlin und Heidelberg die drittgrößte Papyrussammlung in Deutschland. Enthält den Mani-Kodex, eine Lebensgeschichte Manis, welcher den Manichäismus gegründet hat. Außerdem enthält sie ein Gedicht des Dichters Archilochos.Papyrussammlung an der Universität zu Köln.Papyrus- und Ostrakasammlung der Universitätsbibliothek LeipzigUniversitätsbibliothek LeipzigDeutschland ca. 5000 PapyriZählt zu den bedeutendsten und größten Sammlungen von antiken Papyri und Ostraka im deutschsprachigen Raum. Die Grundlagen zur Sammlung wurden im 19. Jahrhundert gelegt, als der Papyrus Ebers in die Sammlung kam. Ein großer Teil der Sammlung wurde 1902 als Teil des Deutschen Papyruskartells erworben. Die Papyri stammen zum großen Teil aus Hermopolis und wurden im 4. Jahrhundert in griechischer Sprache verfasst. Ungefähr 90 % der Sammlung sind griechisch, einige demotisch, koptisch und arabisch.Papyrusportal zur Sammlung der Uni LeipzigPapyrussammlung der Philipps-Universität MarburgPhilipps-Universität MarburgDeutschland ca. 50 TexteEnthält griechische Papyri (überwiegend Urkunden) aus Ägypten aus der Zeit von 331 v. Chr. bis 641 n. Chr.Papyrus-Sammlung am Institut für Rechtsgeschichte und PapyrusforschungPapyrussammlung am Institut für Rechtsgeschichte und Papyrusforschung der Philipps-Universität MarburgTrierer PapyrussammlungUniversität TrierDeutschland 508Enthält Texte in ägyptischer, griechischer und lateinischer Sprache.Papyrussammlung der Universität WürzburgUniversität WürzburgDeutschland 226Enthält griechische, koptische und arabische Papyri.Trismegistos zur Sammlung in WürzburgPapyrussammlung der SorbonneInstitut de Papyrologie an der Sorbonne in Paris Frankreich 2703Sie wurde gegründet 1920 von Pierre JouguetTrismegistos, Seite zur SorbonneChester-Beatty-Papyri und Medizinische Papyri Chester BeattyChester Beatty Library DublinIrland 11 KodizesErworben von Alfred Chester Beatty in der Zeit zwischen 1930 und 1935. Die Sammlung wurde herausgegeben von Frederic G. Kenyon.Papyrussammlung der Medicea LaurentianaBiblioteca Medicea Laurenziana FlorenzItalien ungefähr 2500 Papyrussammlung des Istituto Vitelli Istituto Papirologico „Girolamo Vitelli“ FlorenzItalien 988 Handschriften, davon 953 PapyriÜberwiegend griechische HandschriftenPapyrussammlung der Nationalbibliothek NeapelNationalbibliothek NeapelItalien Stammen aus Herculaneum und wurden im 18. Jahrhundert in der Villa dei Papiri ausgegraben. Sie sind verkohlt durch den Ausbruch des Vesuvs. Es wurden Methoden ausgearbeitet, um sie abrollen und lesen zu können.Papyrussammlung des Museo EgizioMuseo Egizio in TurinItalien 170, abgerufen am 7. Feb. 2016. Die Webseite ist laut Webseite in Bearbeitung, so dass gelegentlich nach einem Update gesucht werden sollte.Papyrussammlung des Papyrologischen Instituts LeidenPapyrologisches Institut der Universität LeidenNiederlande 660 Schriftstücke, 235 Münzen (Stand: 2012)Einzige Papyrussammlung in den Niederlanden (gegründet 1935), enthält griechische und demotische Papyri, Ostraka und Wachstafeln (literarische Texte, Rechnungen, Privatbriefe, magische Texte usw.)Homepage des Papyrologischen Instituts Leiden (niederländisch) Papyrussammlung (Oslo Collection) Universitätsbibliothek OsloNorwegen 1662 Handschriften Oslo Papyri Electronic SystemMartin Schøyen Collection Oslo und LondonNorwegen und Vereinigtes Königreich 1100 Papyri gegründet von M. O. Schøyen und weitergeführt von Martin Schøyen. Es ist die größte private Sammlung des 20. Jahrhunderts.Martin Schøyen CollectionPapyrussammlung und Papyrusmuseum WienÖsterreichische Nationalbibliothek (ÖNB), Wien Österreich ca. 180.000Die Sammlung geht zurück auf Rainer von Österreich (1827–1913). Sie ist eine der weltweit größten Papyrussammlungen.Papyrussammlung Wien Ehemalige Sammlung Fackelmann Wien Österreich etwa 50? Handschriftenfragmente Ehemalige Privatsammlung, jetzt verkauft Papyrussammlung des Instituts für Papyrologie Warschau Universität Warschau Polen 74 Papyriseit 1932, ein Teil wurde im Krieg zerstört, ab 1960er Jahre 61 Papyri aus Berlin. Papyri in der Abteilung für Papyrologie der Universität WarschauPapyrussammlung LundUniversitätsbibliothek LundSchweden 800 Papyri in GriechischSammlung der Bodmer-PapyriBibliotheca Bodmeriana ColognySchweiz Enthält griechische und koptische Dokumente, klassische Texte, Bibelhandschriften und Werke der alten Kirche.Collección Palau-Ribes am Archivo Histórico SJ, BarcelonaArchivo Histórico SJ de Cataluña BarcelonaSpanien über 2000, 336 Handschriften, davon 285 Papyri vor allem biblische Papyri in Griechisch und Sahidisch, 1961 begrúndet durch José O’Callaghan Martínez SJ.Trismegistos: Sammlung der Rylands-Papyri der Universitätsbibliothek ManchesterJohn Rylands University Library, Manchester Vereinigtes Königreich 700 Papyri, mit 31 Ostraka und 54 KodizesPapyrussammlung der British Library, LondonBritish Library, London Vereinigtes Königreichca. 5000 Schriftstückeca. 4000 Papyri, 620 Pergamente, 370 Ostraka, ca. 3400 griechische, 770 koptische, 380 syrische, 80 lateinische, 50 demotischeQuelle: TrismegistosPapyrussammlung der Bodleian Library, OxfordBodleian Libraries, University of Oxford Vereinigtes Königreichca. 1600 Schriftstückeca. 1400 Papyri, 150 Pergamente,5 HolztafelnQuelle: TrismegistosPapyrussammlung der Bodleian Art, Archaeology and Ancient World Library der Universität OxfordBodleian Art, Archaeology and Ancient World Library. Bodleian Libraries. University of Oxford Vereinigtes Königreich ca. 5300 Schriftstücke, ca. 5300 Papyri, 80 Pergamente (soweit inventarisiert) ca. 5200 griechische, 40 griechisch-lateinische, 25 lateinische, 10 hieratische. Die Hauptmasse der grob geschätzt 400.000 Oxyrhynchus-Papyri, die in Oxyrhynchus um 1800 entdeckt und ausgegraben wurden, liegen inzwischen, größtenteils uninventarisiert in Kisten, in der Bodleian Art, Archaeology and Ancient World Library. Ein großer Teil der Fragmente befand sich früher im Ashmolean Museum in Oxford. Andere befinden sich im British Museum in London, im Ägyptischen Museum in Kairo und an vielen anderen Orten. Seit ungefähr 1900 werden sie schrittweise veröffentlicht. Bis Anfang 2012 waren 5.100 von rund 400.000 Fragmenten veröffentlicht. Quelle: Trismegistos
USA Name der Sammlung Ort Anz. Objekte Beschreibung