Der Große Preis von Monaco 1979 (offiziell XXXVII Grand Prix Automobile de Monaco) fand am 27. Mai auf dem Circuit de Monaco in Monte-Carlo statt und war das siebte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1979.

Berichte Hintergrund mini|links|hochkant=1.3|Die Mechaniker des Wolf-Racing-Team Das Willi Kauhsen Racing Team hatte nach zwei erfolglosen Grand-Prix-Wochenenden sein Formel-1-Engagement für beendet erklärt. Dessen Fahrer Gianfranco Brancatelli wechselte daraufhin zum Team Merzario, um dort den verletzten Teamgründer Arturo Merzario zu vertreten. Ebenfalls nicht anwesend waren das Alfa-Romeo-Werksteam Autodelta sowie das private Team Rebaque.

Für James Hunt wurde es das letzte Grand-Prix-Wochenende.

In der Fahrerwertung führten Jacques Laffite und Jody Scheckter punktgleich mit vier Punkten vor Gilles Villeneuve. In der Konstrukteurswertung führte Ferrari mit einem Punkt vor Ligier und mit zwölf Punkten vor Lotus.

Mit Niki Lauda (zweimal) und Scheckter (einmal) traten zwei ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

Training Da nur 20 Starter zum Rennen zugelassen wurden, entschied man sich für die Durchführung einer Vorqualifikation am Donnerstagvormittag, an der Hans-Joachim Stuck, Jochen Mass und Brancatelli teilnehmen mussten. Für Letzteren bedeutete dies das Ende seiner kurzen Formel-1-Karriere.

Vier weitere Nichtteilnehmer wurden während des regulären Trainings ermittelt. Darunter befand sich zum zweiten Mal in Folge der McLaren-Pilot Patrick Tambay.

Die beiden Ferrari-Stammfahrer Scheckter und Villeneuve qualifizierten sich diesmal für die erste Startreihe vor Patrick Depailler, der im Ligier in der laufenden Saison bereits viermal vom zweiten Platz aus ins Rennen gegangen war. Sein Teamkollege Laffite, der in diesen vier Fällen jeweils die Pole-Position belegt hatte, folgte hinter Lauda auf Rang fünf. Die beiden Tyrrell-Piloten Jean-Pierre Jarier und Didier Pironi qualifizierten sich mit identischer Rundenzeit für die Startplätze sechs und sieben. Mass hinterließ im Arrows als Achter einen starken Eindruck.

Ungewohnt weit hinten fanden sich die Lotus-Piloten wieder. Carlos Reutemann erreichte mit dem Lotus 79 den elften Rang, sein Teamkollege Mario Andretti, der einen weiteren Versuch mit dem neuen, umstrittenen Lotus 80 wagte, qualifizierte sich für den 13. Startplatz. (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 24. August 2012)

Rennen

mini|hochkant=0.7|Der Ferrari 312T4, ein Modell geformt nach der Vorlage des Autos, wie er beim Grand Prix Monaco 1979 gefahren wurde.In der Spitzengruppe gelang Lauda der beste Start, der ihn noch vor der Sainte Dévote auf den zweiten Rang hinter Scheckter und vor Villeneuve sowie Depailler brachte. In der dritten Runde konnte Villeneuve den zweiten Rang von Lauda zurückerobern und holte daraufhin auf seinen an der Spitze liegenden Teamkollegen Scheckter auf. Unterdessen geriet Lauda unter Druck durch Depailler, Laffite, Pironi und Jones.

In der vierten Runde endete die Formel-1-Karriere des einmaligen Weltmeisters Hunt aufgrund eines Getriebeschadens an seinem Wolf-Ford. Im Anschluss an das Rennen erklärte er überraschend sein Karriereende.

In der 16. Runde prallte Pironi in Laffites Heck, wodurch für den Ligier-Piloten ein Reparaturstopp erforderlich wurde. Drei Runden später kollidierte Pironi in der engen Loews-Haarnadelkurve mit dem zweiten Ligier von Depailler. Für diesen war das Rennen somit beendet. Als Pironi in der 22. Runde schließlich Lauda überholen wollte, kam es zu einer weiteren Kollision. Diesmal schieden beide beteiligten Piloten aus.

Alan Jones, der von den Kollisionen vor ihm profitierte, lag fortan bis zur 43. Runde auf dem dritten Rang. Dann allerdings schied er aufgrund einer defekten Lenkung aus. Der in der Folge zwischenzeitlich drittplatzierte Mass fiel in Runde 49 ebenfalls wegen eines technischen Problems zurück und musste dadurch Clay Regazzoni den dritten Rang überlassen.

Als Villeneuve in der 54. Runde aufgrund eines Getriebeschadens ausschied, lag Scheckter zunächst unangefochten an der Spitze. Da ihn allerdings ebenfalls ein Getriebeproblem behinderte, konnte Regazzoni in der Schlussphase noch deutlich aufholen. Äußerst knapp stellte Scheckter am Ende seinen zweiten Saisonsieg sicher. Da Depailler kurz vor Schluss mit Motorschaden ausschied, erzielte John Watson den vierten Platz hinter Reutemann. Depailler wurde aufgrund seiner zurückgelegten Distanz als Fünfter gewertet. Mass wurde mit sieben Runden Rückstand auf den Sieger Sechster und erhielt den letzten WM-Punkt des Tages. Außer den sechs Punkteplatzierten war Jean-Pierre Jabouille der einzige, der das Ziel erreichte. Er wurde jedoch aufgrund seines zu großen Rückstandes nicht gewertet.

Meldeliste Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen 1 Lotus 80 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 2 Lotus 79 3 Tyrrell 009 4 5 Brabham BT48 Alfa Romeo 1260 3.0 V12 6 7 McLaren M28C Ford Cosworth DFV 3.0 V8 8 McLaren M28B 9 ATS D2 11 Ferrari 312T4 Ferrari 015 3.0 F12 12 14 Fittipaldi F5A Ford Cosworth DFV 3.0 V8 15 Renault RS10 Renault EF1 1.5 V6t 16 17 Shadow DN9 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 18 20 Wolf WR7 22 Ensign N179 24 Merzario A3 25 Ligier JS11 26 27 Williams FW07 28 29 Arrows A1B 30

Klassifikationen Startaufstellung Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start 1 1:26,45 137,920 km/h 1 2 1:26,52 137,809 km/h 2 3 1:27,11 136,875 km/h 3 4 1:27,21 136,718 km/h 4 5 1:27,26 136,640 km/h 5 6 1:27,42 136,390 km/h 6 7 1:27,42 136,390 km/h 7 8 1:27,47 136,312 km/h 8 9 1:27,67 136,001 km/h 9 10 1:27,96 135,553 km/h 10 11 1:27,99 135,506 km/h 11 12 1:28,22 135,153 km/h 12 13 1:28,23 135,138 km/h 13 14 1:28,23 135,138 km/h 14 15 1:28,30 135,031 km/h 15 16 1:28,48 134,756 km/h 16 17 1:28,49 134,741 km/h 17 18 1:28,52 134,695 km/h 18 19 1:28,57 134,619 km/h 19 20 1:28,68 134,452 km/h 20 DNQ Da das Teilnehmerfeld auf 20 Wagen begrenzt war, scheiterten de Angelis, Tambay, Lammers und Daly an der Qualifikation. 1:28,70 134,422 km/h – DNQ 1:29,53 133,175 km/h – DNQ 1:29,99 132,495 km/h – DNQ 1:30,18 132,216 km/h – DNPQ Brancatelli scheiterte an der Vorqualifikation. 1:38,15 121,479 km/h – Anmerkungen

Rennen Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde 1 76 0 1:55:22,48 1 1:29,86 (54.) 2 76 0 + 00,44 16 1:29,48 (73.) 3 76 0 + 08,57 11 1:29,61 (75.) 4 76 0 + 41,31 14 1:29,83 (65.) 5 74 0 DNF 3 1:28,82 (69.) 6 69 1 + 7 Runden 8 1:30,04 (26.) – 68 0 DNF 18 1:29,66 (65.) – 68 0 NC 20 1:30,66 (9.) – 55 1 DNF 5 1:29,47 (49.) – 54 0 DNF 2 1:29,86 (35.) – 43 0 DNF 9 1:29,60 (30.) – 34 0 DNF 6 1:30,04 (17.) – 30 0 DNF 12 1:30,65 (15.) – 22 0 DNF 13 1:30,85 (18.) – 22 0 DNF 4 1:30,26 (13.) – 21 0 DNF 7 1:30,07 (14.) – 17 0 DNF 17 1:30,52 (14.) – 8 0 DNF 19 1:31,58 (6.) – 4 0 DNF 10 1:32,42 (4.) – 4 0 DNF 15 1:33,46 (3.)

WM-Stände nach dem Rennen Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e). Es zählten nur die besten vier Ergebnisse aus den ersten sieben Rennen und die besten vier Ergebnisse aus den letzten acht Rennen. In der Konstrukteurswertung wurden alle Resultate gewertet. Streichresultate sind in Klammern gesetzt.

Fahrerwertung Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 1 Ferrari 30 (34) 2Ligier-Ford 24 3Lotus-Ford 20 (25)4Ligier-Ford 20 (22) 5 Ferrari 20 6 Lotus-Ford 12 7Tyrrell-Ford 88McLaren-Ford 89Tyrrell-Ford 710Williams-Ford 6 11 Williams-Ford 412Arrows-Ford 213Fittipaldi-Ford 114Brabham-Alfa Romeo 1 Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 15Arrows-Ford 116Shadow-Ford 017Brabham-Alfa Romeo 018ATS-Ford 0 19Wolf-Ford 020Renault 021Renault 022McLaren-Ford 023Shadow-Ford 024Ensign-Ford 0 –Lotus-Ford 0–Merzario-Ford 0–Alfa Romeo 0

Konstrukteurswertung Pos. Konstrukteur Punkte 1 542 463 37 4 155 106 87 38 1 Pos. Konstrukteur Punkte9 110 011 012 013 014 0 – 0– 0 Weblinks

Rennergebnis auf der offiziellen Website der Formel 1

Einzelnachweise

#1979 Monaco Kategorie:Circuit de Monaco