mini|hochkant|Wilbrand im Juni 1863 mini|hochkant|Julius Wilbrand Julius Bernhard Friedrich Adolph Wilbrand (* 22. August 1839 in Gießen; † 22. Juni 1906 in Bielefeld) war ein deutscher Chemiker und Lehrer. Wilbrand war Sohn des Mediziners Julius Franz Joseph Wilbrand (1811–1894) und von Albertine Knapp (1817–1892).Familienarchiv Familie Wilbrand, Hessisches Landesmuseum Darmstadt O13, Nr. 139.
Er studierte ab 1858 an der Universität Gießen Rechtswissenschaften und Chemie und promovierte 1861 zum Dr. phil. Als Student trat er dem Gießener Wingolf bei. Anschließend arbeitete er an der Universität Göttingen mit Friedrich Konrad Beilstein und beschrieb 1863J. Wilbrand: Notiz über Trinitrotoluol. In: Annalen der Chemie und Pharmacie 128, 178 (1863), . als erster die Synthese des symmetrischen Trinitrotoluols (TNT).G. Carlton Smith: TNT. Trinitrotoluenes and Mono- and Dinitrotoluenes, Their Manufacture and Properties, New York 1918, S. 17–18.
In den Jahren 1863 und 1864 war er Assistent am Polytechnikum in Hannover. Von 1866 bis 1868 wirkte er als Lehrer der Chemie in Hildesheim. Bei der dortigen Cholera-Epidemie im Jahr 1867 war er Mitglied der Desinfektionskommission und berichtete darüber.Julius Wilbrand: Hildesheim's Cholera- und Typhusverhältnisse und die Desinfection der Stadt während der Cholera-Epidemie von 1867, Hildesheim 1868.
Zwischen 1868 und 1873 war Wilbrand Lehrer an der Landwirtschaftsschule in Kleve. Anschließend war er bis 1905 als Lehrer am Gymnasium in Bielefeld tätig.
Wilbrand war Vorstandsmitglied der altkatholischen Gemeinden in Gießen und Bielefeld.
Auszeichnungen Roter Adlerorden IV. Klasse
Einzelnachweise
Weblinks
Familienarchiv Familie Wilbrand
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