mini|Sonja Leidemann (2024) Sonja Leidemann (* 16. April 1960 in Winz-Niederwenigern, heute Hattingen) ist eine ehemalige deutsche Kommunalpolitikerin (SPD). Sie war von 2004 bis 2020 Bürgermeisterin der Stadt Witten; in der Stichwahl vom 27. September 2020 unterlag sie Lars König (CDU).

Leben Sonja Leidemann besuchte die Luisenschule Essen und studierte danach Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft. Später absolvierte sie in Dortmund ein berufsbegleitendes Studium im Graduierten-Studiengang Organisationspsychologie. Beruflich war Leidemann zunächst in der politischen Bildungsarbeit tätig.

Werdegang Sonja Leidemann leitete in den Jahren 1998 bis 2004 die VHS Witten/Wetter/Herdecke. Im Jahr 2004 wurde sie zur Bürgermeisterin der Stadt Witten gewählt und war damit die erste Frau in diesem Amt, das sie bis 2020 bekleidete. Seit 2020 ist sie Mitglied der Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr und seit dem 15. Mai 2023 Mitglied des Vorstands der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.

Im November 2025 wurde sie zur Ausschussvorsitzenden des Ausschusses für Kultur, Sport, Bildung und Wissenschaft des Ruhrparlaments des RVR in Essen gewählt.

Seit März 2026 ist Sonja Leidemann Aufsichtsratsvorsitzende der RuhrFutur gGmbH in Essen.

Politik Im Jahr 2004 wurde Sonja Leidemann (SPD) erstmals zur Bürgermeisterin der Stadt Witten gewählt. Im ersten Wahlgang erhielt sie 43,2 % der Stimmen und setzte sich in der anschließenden Stichwahl am 10. Oktober 2004 mit 57,5 % gegen den CDU-Kandidaten Klaus Noske durch.

Bei der folgenden Kommunalwahl am 30. August 2009 wurde Leidemann im Amt bestätigt. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Änderung des Wahlrechts genügte die relative Mehrheit. Sie gewann die Wahl mit 47,7 % der Stimmen erneut gegen Klaus Noske (38,2 %).

Zur Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 kandidierte Leidemann als Einzelbewerberin, nachdem die SPD nicht sie, sondern gemeinsam mit der CDU den ersten Beigeordneten Frank Schweppe (SPD) als Kandidaten aufgestellt hatte. Im ersten Wahlgang erreichte sie 44,32 % der Stimmen und zog damit in die Stichwahl ein. Die Stichwahl gewann sie am 27. September 2015 mit 63,64 % der Stimmen. Als Reaktion auf ihre Kandidatur gegen den von der eigenen Partei aufgestellten Kandidaten beantragte der SPD-Ortsverein Witten-Heven ihren Parteiausschluss wegen parteischädigenden Verhaltens. Diesem Antrag wurde vom Schiedsgericht des SPD-Unterbezirks Ennepe-Ruhr-Kreis zunächst stattgegeben. Gegen ihren Parteiausschluss legte Leidemann mehrfach Berufung ein. Die Bundes-Schiedskommission hob die Entscheidungen der Vorinstanzen auf, nachdem Leidemann die Bürgermeisterwahl gewonnen hatte.

Bei der Kommunalwahl 2020 trat Leidemann erneut an, unterlag jedoch in der Stichwahl (40 %) dem CDU-Kandidaten Lars König (60 %).

Weblinks

Sonja Leidemann auf der Website der SPD-Fraktion im Ruhrparlament

Einzelnachweise

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