Wulmersreuth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weißdorf im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Wullmersreuth hat eine Fläche von 3,391 km². Sie ist in 198 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 17125,04 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Schallersgrün. Die Einöde Bugeinzel zählt zum Gemeindeteil Wulmersreuth.

Geografie Das Dorf ist von Acker- und Grünland umgeben. Es entspringt dort der Lohbach, ein linker Zufluss der Sächsischen Saale. Die Bundesstraße 289 tangiert den Ort südlich und verläuft nach Münchberg (3,2 km westlich) bzw. nach Weißdorf (1,4 km östlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Bug (1,2 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1323 als „Wilmannsreu“ urkundlich genannt, was als Rodungsgebiet eines Wolmar interpretiert wird.D. Herrmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 776.

Zur Realgemeinde Wulmersreuth gehörte Bugeinzel (=Bug links der Saale). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Wulmersreuth aus 13 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Grundherren waren das Kastenamt Münchberg: 6 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 2 Tropfhäuser; das Stiftskastenamt Himmelkron: 2 Zweidrittelhöfe, 1 Halbhof; das vogtländische Rittergut Weißdorf: 1 Viertelhof.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 443.

Von 1797 bis 1810 unterstand Wulmersreuth dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Wulmersreuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Weißdorf und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Weißdorf zugeordnet. Von 1820 bis 1938 gehörte Wulmersreuth zur Gemeinde Markersreuth, danach wiederum zu Weißdorf.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 503.

Baudenkmäler Haus Nr. 6: Wohnstallhaus Haus Nr. 11: Wohnstallhaus Haus Nr. 13: Wohnstallhaus

ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 10: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach, die Rahmungen der Wohnungs- und Stalltür profiliert und geohrt, der Sturz der Wohnungstür bezeichnet „JJH 1832“ (=Johann Jakob Hofmann).T. Breuer: Landkreis Münchberg, S. 62. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 14: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach und Eckquaderung, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 82 118 127 160 134 118 105 99 150 89 77 66HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 23 17 17 18 18 19 16 18Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 299.

Religion Wulmersreuth ist bis heute nach St. Maria (Weißdorf) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Weißdorf) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1323 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Hof