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Ensembles

Ensemble Ortskern Tann miniatur|250px Das Ensemble Ortskern Tann umfasst den Marktplatz, die westlich parallel zu ihm liegende Bachstraße und die im rechten Winkel zu beiden nach Westen ansteigende Kirchgasse. Tann, um 1070 erstmals urkundlich erwähnt, 1234 mit dem Marktrecht ausgestattet und seit 1696 Wallfahrtsort, war jahrhundertelang ein vielbesuchter Handelsort Niederbayerns. Der Marktplatz repräsentiert den Typus südostbayerischer Straßenmärkte des Inntales und erstreckt sich östlich des Tanner Baches in Nord-Süd-Richtung als platzartige Ausweitung der Straße von Pfarrkirchen nach Stammham. Die Bebauung auf spätmittelalterlichem Grundriss zeigt einfache, meist dreigeschossige gemauerte Wohnhäuser, die sich platzwandartig zusammenschließen. Die Bauten stammen aus der Zeit nach der Brandkatastrophe von 1785, die Fassaden gehören dem 19. und 20. Jahrhundert an. Im Aufriss wechseln vorkragende Flachsatteldächer und Giebelabschlüsse mit waagrechten Vorschussmauern. Die Bachstraße mit dem – heute verrohrten – Bach dürfte der ursprüngliche Marktplatz gewesen sein. Hier waren noch im 19. Jahrhundert vor allem Tuchmacher und Weber angesiedelt, denen der Ort im Mittelalter seine überregionale Bedeutung verdankte. In engem Abstand aneinandergereiht begrenzen giebelständige Wohn- und Wirtschaftsgebäude überwiegend des 19. Jahrhunderts den platzartigen Straßenraum. Die Kirchgasse, wohl die Urzelle des Marktes, zweigt in nördlicher Richtung von der Bachstraße ab und führt nach rechtwinkliger Krümmung steil zur hoch über dem Ort gelegenen Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul hinauf. Sie ist mit zweigeschossigen Wohnhäusern des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts bebaut, die teils vorkragende Flachsatteldächer, teils traufseitige Dachabschlüsse zeigen. Blickpunkt der malerischen Gasse ist der stattliche Pfarrhof westlich vor der Kirche. Aktennummer: E-2-77-148-1.

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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Tann (Niederbayern)

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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