Vorderstoder ist eine Gemeinde im Bezirk Kirchdorf in Oberösterreich mit Einwohnern (Stand ).

Geografie Vorderstoder liegt auf 810 m Höhe im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd zehn Kilometer und von West nach Ost 6,8 Kilometer. Die Gesamtfläche beträgt Quadratkilometer. Über 60 % der Fläche sind bewaldet und 22 % werden landwirtschaftlich genutzt.

Gebirge Mit ist das Warscheneck die höchste Erhöhung in Vorderstoder. Es liegt an der Grenze zur Steiermark im Süden der Gemeinde.

Gemeindegliederung Bis 2022 umfasste das Gemeindegebiet vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl, Stand 1. Januar 2022, Quelle Statistik Austria): Gaisriegl (65) Vorderstoder (430) Vordertambergau (244) Walchegg (80)

Heute besteht die Gemeinde aus der einzigen Ortschaft Vorderstoder sowie aus der einzigen Katastralgemeinde Vorderstoder.

Vorderstoder gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Windischgarsten und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Kirchdorf an der Krems.

Nachbargemeinden

Geschichte Die Besiedlung des Gebietes begann in der Zeit nach der Völkerwanderung vor allem durch Slawen. Dies bezeugen altslawische Eigennamen wie Retschitz (Bächlein) oder Stoder (steiniger Boden). Ab dem 10. Jahrhundert wanderten Bayern und Franken ein, die sich mit den Slawen vermischten. Planmäßige Rodungen erfolgten erst ab 1170. Die beiden kleinen Glocken der heutigen Pfarrkirche tragen die Jahreszahl 1401 und gehören zu den ältesten Glocken Oberösterreichs. Die heutige Pfarrkirche wurde 1507 geweiht.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern gelegen, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich; ab dem Jahr 1490 wurde er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war er mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört Vorderstoder zum Bundesland Oberösterreich, zwischen dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 und der Wiederherstellung Oberösterreichs im Jahr 1945 zum Gau Oberdonau.

Bevölkerungsentwicklung

Der statistisch höchste erfasste Bevölkerungsstand Vorderstoders wurde 1869 mit 988 Einwohnern verzeichnet. Im Jahr 1981 wurde mit 692 Einwohnern der Tiefstand erreicht, seitdem steigt die Einwohnerzahl bei neutraler Wanderungsbilanz wegen der positiven Geburtenbilanz wieder an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Vorderstoder

Katholische Pfarrkirche Vorderstoder hl. Leopold

Wirtschaft und Infrastruktur Die Arbeitsplätze im Ort verteilen sich auf alle drei Wirtschaftssektoren. Die Landwirtschaft beschäftigt rund 60Menschen. Im Produktionssektor arbeiten 40 Personen vor allem im Baugewerbe. Der Dienstleistungssektor bietet fast 90Arbeitsplätze, vor allem in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie, soziale und öffentliche Dienste und freiberufliche Tätigkeiten.

Verkehr Bahn: Der nächste Bahnhof befindet sich im rund zehn Kilometer entfernten Windischgarsten. Von dort gibt es Direktverbindungen nach Linz und Graz. Wenige Kilometer östlich der Gemeinde verläuft die Pyhrn Autobahn.

Politik

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 2003: 7 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ. 2009: 7 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. 2015: 6 ÖVP, 3 BERG, 3 FPÖ und 1 SPÖ. 2021: 6 ÖVP, 4 BERG und 3 FPÖ.

Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:

Wappen rechts|150px Blasonierung: „Über drei goldenen, vom Schildfuß aufsteigenden Spitzen, deren mittlere höher ist als die beiden anderen, in Blau der österreichische Erzherzogshut.“ Die Gemeindefarben sind Blau-Gelb-Rot.

Persönlichkeiten Personen mit Bezug zur Gemeinde Nikolaus Thiel (* 1969), seit 2016 Abt des Stiftes Schlierbach

Weblinks

Einzelnachweise