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mini|Pfarrkirche in Gottsdorf mini|Pfarrkirche Untergriesbach mini|Kraftwerk Jochenstein

Ensembles Ensemble Marktplatz und Marktstraße mini|250px

Das Ensemble umfasst die Hauptstraße von Untergriesbach mit ihrer Bebauung sowie den beherrschenden Bau der Pfarrkirche mit altem Friedhof und Pfarrhof.

Der west-östlich verlaufende, sehr geradlinige und zum Platz ausgeweitete Straßenraum liegt im Zuge der alten Durchgangsstraße auf einem freien Bergrücken. Diese für die Marktsiedlungen im unteren Bayerischen Wald charakteristische Lage kam in dem alten Namen des Ortes „Griesbach am hohen Markt“ zum Ausdruck. Der älteste Teil der Siedlung ist wohl im Bereich der Pfarrkirche St. Michael am Westende des Marktes zu suchen. Von hier aus erfolgte der regelmäßige Ausbau der Marktstraße nach Osten, der wohl mit der Marktrechtsverleihung durch Bischof Otto von Passau, 1260, in Zusammenhang zu bringen ist. An der nordöstlichen Ecke der hohen Kirchhofummauerung, über der das ehemalige Schulhaus aufragt, setzt die bürgerliche geschlossene Bebauung ein. Die meist zweigeschossigen verputzten Giebel, Traufseit- und Halbwalmhäuser gehen in der Regel auf das 18. und 19. Jahrhundert zurück; einige zeichnen sich durch gotisierende Kragsturzportale, durch Fassadenstuck in Formen des späten Barock und Fassadengliederungen in klassizistischen Formen aus. Für die lebendige Wirkung des Platzbildes von Bedeutung sind die ländlichen, weit vorstehenden Flachsatteldächer, die sich ebenso wie einige Vorschussmauern bzw. -giebel erhalten haben.

Die „Marktstraße“ bildet den oberen östlichen Teil des Platzes, ihr äußerer Teil fällt ostwärts ab. Ihre Bebauung ist ähnlich, doch schlichter als im Westteil des Ensembles; unter den Anwesen haben sich einzelne bäuerliche erhalten, die sich an der Straßenseite in die Platzwände einordnen und rückwärts Hofanlagen aufweisen. Störend im Straßenbild ist der schlecht gestaltete Neubau Nr. 17. Eindrucksvoller Höhepunkt im Ensemble ist die barocke im Kern mittelalterliche, vom hochgelegenen Friedhof umgebene Pfarrkirche mit ihren drei hohen Dächern und dem Turm, die im Westen das Platzbild optisch abschließen und deren Erscheinung selbst in den höher gelegenen östlichen Teilen des Platzes noch wirksam ist.

Aktennummer: E-2-75-153-1

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Literatur

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