Berod bei Wallmerod ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Geographie Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Wetzlar. Unmittelbar östlich des Ortes fließt von Nord nach Süd der Eisenbach. Zu Berod bei Wallmerod gehören auch die Wohnplätze Bruchhäusermühle und Dammsmühle.

Geschichte Berod wurde um 1292 als Berrinrode erstmals urkundlich in einem Nekrologium des Chorherrenstifts Dietkirchen erwähnt. Die Wortendung -rode bezieht sich hierbei auf die mittelalterlichen Waldrodungen zur Gewinnung von Acker- und Weideland zwischen 800 und 1200.Wald und Mensch im Wandel der Zeitalter Die erste Kapelle in Berod muss bereits zwischen 1150 und 1200 erbaut worden sein. Der Westturm der heutigen Kirche und Teile der heutigen Sakristei waren bereits Teil dieses Gebäudes. Die erste schriftliche Erwähnung der Kirche erfolgte aber 1525. Die Kapelle und der Ort gehörten im Mittelalter zum Kirchspiel Hundsangen. 1729 wurde die Kapelle vergrößert und erhielt eine barocke Ausstattung. Im Jahr 1900 wurde die Kirche erneut umgebaut und erhielt eine Nord-Süd-Richtung unter Beibehaltung des ehemaligen barocken Chorraumes. Das heutige Querhaus mit dem ehemaligen barocken Hauptaltar (im jetzigen Seitenchor) entspricht der ursprünglichen Ausrichtung der Kapelle in östliche Richtung.

1762 wurde Berod zusammen mit Wallmerod und einem Teil von Ruppach vom Trierer Erzbischof Johann Philipp von Walderdorff zur Pfarrei erhoben. 1789 wurde der Teil von Ruppach durch Zehnhausen ersetzt. 1963 wurde Wallmerod zu einer eigenen Kirchengemeinde, verblieb jedoch innerhalb der Pfarrei Berod. 1976 kam Molsberg zur Kirchengemeinde Wallmerod und damit zur Pfarrei Berod hinzu. Am 1. Januar 2016 ging die Pfarrei St. Ägidius Berod nach 254 Jahren ihres Bestehens in der neu gegründeten Großpfarrei St. Laurentius Nentershausen auf.

Eine niederadlige Familie, die sich nach Berod nannte, ist von 1357 bis 1494 greifbar.

Die Dammsmühle bei Berod wird 1574 erstmals erwähnt, von 1653 bis 1788 zudem eine Ölmühle.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Berod, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 276 1835 326 1871 312 1905 304 1939 341 1950 365 1961 360 Jahr Einwohner 1970 410 1987 440 1997 501 2005 560 2011 551 2017 550

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Berod bei Wallmerod besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem Vorsitzenden.

Bürgermeister Collin Schmidt wurde am 21. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Berod. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 90,44 % für fünf Jahre gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde Schmidt ohne Gegenkandidat mit 92,9 % der Stimmen erneut in seinem Amt bestätigt.

Schmidts Vorgänger Berthold Schönberg hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt.

Wappen

Verkehr In unmittelbarer Nähe des Ortes verläuft die B 8, die Altenkirchen (Westerwald) und Limburg an der Lahn verbindet. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Diez an der A 3 Köln–Frankfurt am Main, etwa zehn Kilometer entfernt. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Persönlichkeiten Johann Böhmer (1822–1892), Lehrer und Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Berod bei Wallmerod

Literatur Hellmuth Gensicke: Die Vier Kirchspiele. In: Nassauische Annalen Band 63, 1952, S. 309–327.

Weblinks

Ortsgemeinde Berod bei Wallmerod auf den Seiten der Verbandsgemeinde Wallmerod

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Westerwaldkreis Kategorie:Ersterwähnung 1292