mini|Carl Klein

Johann Friedrich Carl Klein (* 15. September 1842 in Hanau; † 23. Juni 1907 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher Mineraloge und Kristallograph.

Leben Klein studierte Naturwissenschaften in Berlin, Tübingen und Heidelberg. Er wurde 1868 an der Universität Heidelberg promoviert (Dr. phil.). Im Juli 1869 folgte die Habilitation.Eintrag in Dagmar Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803–1932, Springer 1986 Klein war in Heidelberg Privatdozent, ab 1873 außerordentlicher Professor und ab 1877 Professor für Mineralogie an der Universität Göttingen und Direktor des Mineralogisch-Petrographischen Instituts.Universität Göttingen, Geschichte Mineralogie Dort leitete er das Mineralogisch-Petrographische Institut und die zugehörige Sammlung. Unter anderem war Friedrich Rinne dort sein Assistent. 1887 ging Klein an die Humboldt-Universität Berlin als Professor für Geologie und Direktor des Mineralogisch-Petrographischen Instituts und der zugehörigen Sammlung. Klein war Geheimer Bergrat.

Er führte neue polarisationmikroskopische Techniken zum Studium von Mineralien ein und befasste sich mit deren optischen Eigenschaften. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt waren Meteoriten. Er erweiterte die Sammlung des Naturkundemuseums in Berlin von 217 auf 500 Exemplare.

Ehrungen und Mitgliedschaften Im Jahr 1882 wurde Klein zum Mitglied der Leopoldina gewählt. 1877 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 132. 1887 wurde er ordentliches Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften. Der Accademia delle Scienze di Torino gehörte er seit 1892 als korrespondierendes Mitglied an. 1895 wurde er Ehrenmitglied der Mineralogical Society of Great Britain and Ireland. 1899 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Accademia Nazionale dei Lincei und 1900 als korrespondierendes Mitglied in die Académie des sciences in Paris aufgenommen.

Ein von A. Sachs 1905 beschriebenes, neues Mineral erhielt ihm zu Ehren den Namen Kleinit.A. Sachs: Der kleinit, ein hexagonales quecksilberoxychlorid von Terlingua in Texas, in: Sitzungsberichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften (1905), S. 1091–1094 (PDF 250,6 kB)

Schriften Einleitung in die Krystallberechnung. Schweizerbart, Stuttgart 1876. (Digitalisat) Studien über Meteoriten, vorgenommen auf Grund des Materials der Sammlung der Universität Berlin. In: Physikalische Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Band 1. Berlin 1906. Petrographische Untersuchungen einer Suite von Gesteinen aus dem Gebiet des Bolsener Sees, Neues Jahrbuch für Mineralogie, Beilage, 1889 Apatit und Pyromorphit, Neues Jahrbuch für Mineralogie, 1902

Weblinks

Literatur zu Klein auf bibliothek.bbaw.de (PDF-Datei; 51 kB)

Einzelnachweise

Kategorie:Mineraloge Kategorie:Kristallograph Kategorie:Petrologe Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen) Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences Kategorie:Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino Kategorie:Mitglied der Accademia dei Lincei Kategorie:Geheimer Bergrat Kategorie:Mineraliensammler Kategorie:Person (Mikroskopie) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1842 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann