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mini|250px|Furth im Wald – Blick auf die Altstadt

Ensembles

Ensemble Pfarrstraße mini|250px|Ensemble Pfarrstraße Der vom Stadtplatz steil nach Süden zu dem ehemaligen Furttor abfallende Straßenzug ist mit Wohnhäusern, meist aus der Zeit nach dem Stadtbrand 1863, bebaut. Auf der Westseite folgt dem Rathausbau von 1924 eine Gruppe von drei Giebelhäusern mit flachen Satteldächern, dann eine geschlossene Gruppe talwärts abgetreppter Traufseithäuser. Ihnen ist ein erhöhter Gehweg mit Treppenaufgängen vorgelegt. Auf der Ostseite folgen dem hochgelegenen Pfarrhof vorwiegend Giebelhäuser mit flachen Satteldächern.

Das Ensemble wird durch das Rathaus und den Pfarrhof am hochgelegenen Übergang zum Stadtplatz beherrscht. Die lebendige Wirkung des Straßenbildes und seiner Putzfassaden ist durch moderne Schaufenstereinbrüche zum Teil erheblich beeinträchtigt.

Aktennummer: E-3-72-126-2

Ensemble Stadtplatz mini|250px|Ensemble Stadtplatz Der breite, nordsüdwärts gerichtete Straßenmarkt erstreckt sich zwischen dem 1863 aufgelassenen Obertor und dem nördlichen Ende der Pfarrstraße, die in gerader Verlängerung zum Stadtausgang beim ehemaligen Furttor führt. Die Platzanlage entstand, als im 13. Jahrhundert die Siedlung Furt und die Fernstraße nach Böhmen aus der Talniederung auf den Berg verlegt wurden; sie dehnt sich westlich unterhalb der ehemaligen Burg aus (vergleiche Ensemble Schlossplatz). Das Stadtrecht wurde spätestens 1332 verliehen.

Der Platz, der sich am Südende ausweitet, weist geschlossene, meist nach dem Stadtbrand von 1863 entstandene Bebauung, durchgehend mit Putzfassaden, auf: Die Ostseite mit meist dreigeschossigen traufseitigen Wohn- und Geschäftshäusern sowie Gaststätten, oft mit Halbgeschoss und flachen Satteldächern, der nördliche Teil auch mit flachen Giebelbauten, unter denen dem Haus Nummer 24 eine besondere städtebauliche Bedeutung zukommt, die Westseite mit traufseitigen zwei- und dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshäusern mit wechselnder Firsthöhe. Der Südteil des Stadtplatzes erhält durch die großen Amtsgebäude und den Pfarrhof sowie durch die stattlichen Geschäftshäuser Nr. 4, 6, 8 ein besonderes Gewicht. Die Barockfigur des hl. Johannes von Nepomuk in der Platzmitte ergibt einen besonderen Akzent.

Aktennummer: E-3-72-126-1

Ensemble Schlossplatz mini|250px|Ensemble Schlossplatz Das Ensemble umfasst die Bebauung des am höchsten Punkt der Stadt gelegenen Schlossplatzes und seiner Zugänge von Westen und Osten. Die Anlage geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als östlich des alten am Übergang über die Chamb gelegenen Dorfes Furt in exponierter Höhenlage von den bayerischen Herzögen eine neue Zollstätte und eine die Fernstraße nach Böhmen sichernde Burg angelegt wurde. Das herzogliche Pflegschloss, bereits in den Hussitenkriegen und im Dreißigjährigen Krieg verwüstet, wurde bis auf den Lärmerturm beim Stadtbrand 1863 zerstört.

An das Schloss und seinen Hauptturm erinnert der hohe, 1866 errichtete neugotische Stadtturm, der zusammen mit den am Platz des alten Schlosses entstandenen Mädchenschulhäusern die südliche Platzwand bildet, während die bogenförmige nördliche Seite durch kleine, nach dem Stadtbrand entstandene traufseitige Wohnhäuser mit kleinen Vorgärten gebildet wird. Am Durchgang zum Stadtplatz bilden das Amtsgericht und das große Wohngebäude Stadtplatz 4, am Durchgang zur Rosengasse die einfachen Wohnhäuser Rosenstraße 13 und 15 jeweils torartige Situationen. Das Ensemble ist durch moderne Umbauten am Haus Nummer 15 und 17 beeinträchtigt.

Aktennummer: E-3-72-126-3

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