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mini|250px|Altenweiher, Hammerschloss mit Glockenturm mini|250px|Altstadt
Ensembles Ensemble Altstadt Vilseck Die Stadtanlage von Vilseck wird durch zwei bauliche Exponenten bestimmt, die sich wie Pole gegenüberstehen, die Burg im Osten und die Pfarrkirche St. Ägidius im Südwesten. Zwischen beiden breitet sich die ab 1331 mit einer Mauer bewehrte Kernstadt hin, an welche im Spätmittelalter südöstlich und westlich Vorstädte angefügt wurden. mini|hochkant|Sogenannter Vogelturm Die Burg war Herrschaftsmittelpunkt der oberpfälzischen Besitzungen des Hochstifts Bamberg; sie wurde hier errichtet, weil Vilseck zentral liegt und einer der ersten bambergischen Oberpfalz-Orte ist, der bereits seit 1008 zum Hochstift gehörte. Ob die älteste Siedlung bei der Kirche gelegen war, ist ungewiss. Jedenfalls wurde nach Errichtung der Burg zwischen dieser und dem Kirchenbereich das städtische Gebilde angelegt, wahrscheinlich im frühen 14. Jahrhundert.
Der Stadtgrundriss ist von klarer Einfachheit durch die Einbeschreibung eines T-förmigen Straßengebildes. Ein sich trichterförmig erweiternder Marktplatz erstreckt sich vom westlichen Obertor bis zu einer Querachse, welche die ganze Stadt durchschneidet, die Herrengasse und die Breite Gasse; von hier aus führt die schmale Schlossgasse zum Schloss, und die Froschau-Straße zum Untertor und zur Vorstadt Froschau.
Die in der äußersten südwestlichen Stadtmauerecke stehende Stadtpfarrkirche wird durch die beiden mauerparallelen Straßen der Klostergasse und der Kirchgasse erschlossen, auf welche sich der barocke Portalrisalit der Kirche ausrichtet. In Achsenfortsetzung des Marktplatzes wurde nach Westen die Vorstadt angefügt, welche ihre klare Begrenzung am Abhang vor dem Bachlauf erhielt. Die südöstliche Vorstadt an der Froschau wurde um einen dreiecksförmigen Angerplatz gruppiert und die Bebauung dann jeweils nach Bedarf in südlicher Richtung in das Wiesen- und Weihergelände hinein fortgeführt.
Die Bebauung sowohl in der Kernstadt als auch in den Vorstädten ist vorwiegend zweigeschossig und traufseitig. Die Stadtbefestigung ist in Resten erkennbar, die ringsum schützenden Weiher sind aufgelassen; das städtebauliche Zentrum des an der Nahtstelle von Marktplatz und Herrengasse freistehenden Rathauses wurde abgebrochen. Die neuzeitliche Bebauung des Grabengebietes erfolgte bedauerlicherweise ohne Sinnzusammenhang und Hinordnung auf ein bis zum heutigen Tage eindrucksvolles Altstadtgebilde.
Aktennummer: E-3-71-156-1
Stadtbefestigung
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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Vilseck
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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