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Ensembles Ensemble Ortskern Markt Kastl Das Ensemble () umfasst das auf einem Jura-Felsvorsprung liegende Kloster und den Markt zu dessen Füßen. Kastl, als älteste Benediktinerniederlassung des bayerischen Nordgaues 1103 urkundlich erwähnt, von Markgräfin Luitgard, den Grafen Berengar I. von Sulzbach, Friedrich von Kastl-Habsberg und dessen Sohn Otto gegründet, mit Ländereien ausgestattet und durch Bischof Gebhard III. von Konstanz mit Mönchen aus dem Hirsauer Reformkloster Petershausen beschickt, steht noch wie eine mittelalterliche Klosterburg über dem wegen seiner Naturschönheit gerühmten Tal der Lauterach. Ihre romanische und gotisch leicht erweiterte Form hat die 1129 geweihte Klosterkirche beibehalten, weil innerer Niedergang und die Folgen der Reformation 1563 zur Aufhebung des Klosters geführt hatten. Obwohl dieses durch die von hier ausstrahlende, unter Abt Otto Nortweiner (1378–1399) geförderte Kastler Reform, durch die Pontifikalienverleihung 1374 und die Erhebung in den Reichsstand 1413 eine bedeutende vorreformatorische Vergangenheit aufzuweisen hatte, war es bei der Rekatholisierung der Oberpfalz nicht wieder selbständige Benediktinerabtei geworden, sondern 1636 dem Jesuitenkolleg in Amberg und 1773/1782 den Maltesern als Außenstelle übergeben worden, so dass auch die Konventtrakte während der barocken Zeit wenig genutzt und daher nur leicht überformt, aber nicht neu gebaut wurden. Das ehemalige Kloster, in welches 1825 das Landgericht, 1862 das Amtsgericht mit Rentamt sowie 1958 ein ungarisches Gymnasium eingezogen sind und in dem „der brave Schweppermann begraben“ liegt, zählt somit zu den ehrwürdigsten Anlagen seiner Art in der Oberpfalz. Seine Bauten vermitteln noch heute ein Bild vom monastischen Leben des Mittelalters. Kloster und Markt bilden eine gewachsene Einheit, wenn auch die Gebäude des Marktes durch mehrmalige Auswechslung bedeutend jünger sind und meist erst dem 18. und 19. Jahrhundert angehören. Die Bebauung lässt erkennen, dass die Bewohner vorwiegend schlichte Ackerbürger oder Dienstleute waren und dass es nur die Wirte und die Müller an der Lauterach zu einem etwas größeren Wohlstand brachten. Der Grundriss des Marktes richtet sich nach den geologischen Bedingungen und ist deshalb vielgestaltig: der im Halbkreis den Bergsporn umgebenden Bebauung an der Hohenburger Straße und Klosterbergstraße schließen sich Ausweitungen flussaufwärts in das Lauterachtal und das Haintal an. Vor dem Rathaus ist ein längsgestreckter Platz ausgespart, der von meist zweigeschossigen Wohn- und Wirtshäusern eingesäumt wird. Nach Osten hin weist die Hohenburger Straße zunächst eine beidseitige Zeilenbebauung auf. Im Haintal und am gegenüberliegenden Pfingstberg drängen sich die Häuser zum Teil dicht an die Felsen heran. Die Marktkirche liegt außerhalb des Zentrums an der Neumarkter Straße. An der Bräugasse stehen noch mehrere Wohnbauten des 18. Jahrhunderts. Südlich wird der Markt von der Lauterach begrenzt, an der sich viele Mühlenanwesen aufreihten. Aktennummer: E-3-71-132-1.
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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Kastl (Lauterachtal)
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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