Der Grimmbach ist ein ab der mündungsfernsten Quelle etwa 11 km, ab dem Zusammenfluss seiner beiden Quellbäche über 8 km langer Bach der Hohenloher Ebene, der zwischen dessen Dorf Geislingen am Kocher und Braunsbach selbst im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg von rechts und Osten in den mittleren Kocher mündet. Seine beiden Quellbäche heißen Elber und Hagenbach. Seine zwei größten Zuflüsse sind danach der Altenberger Grimmbach und der Haßfelder Grimmbach. Am 29. Mai 2016 ließ ein großes Unwetter den Bach weit über seine Ufer treten und gab seinem Lauf einen anderen Charakter.

Geographie Quellbäche Der etwa 2,4 km lange rechte Quellbach Elber, der die Fließgewässerkennzahl mit dem Grimmbach teilt, entsteht südlich des Gerabronner Dorfes Dünsbach am Nordostrand der Waldinsel Stettholz auf etwa . Er zieht in einem Nordbogen, an dessen Gipfel er Dünsbach berührt, westlich nach dem Ilshofener Dorf Obersteinach, das er durchquert, um dann am Westrand mit dem linken Hagenbach auf etwa zusammenzufließen. Dieser hat eine Länge von nur 2,0 km, aber durch zwei Zuflüsse etwas mehr an Einzugsgebiet und entsteht am Südwestrand derselben Waldinsel, er berührt das Mündungsdorf nur im Süden.

Verlauf Der junge Grimmbach zieht westlich in sich langsam eintiefender Wiesenmulde bis zum Zulauf des Wegwiesengrabens auf etwa nahe der Querung der Straße zwischen den Ilshofener Weilern Niedersteinach und Windisch-Brachbach. Hier beginnt Wald das Tal zu füllen, das auch nach Südwesten knickt und sich nun stark eintieft. Vom letztgenannten Weiler her läuft in der Mitte dieses Abschnitts der Brachbach zu, danach kehren sich Waldklinge und Bach ungefähr bei Braunsbach-Elzhausen auf der rechten Hochebene nach Süden.

Nach Passieren von Ilshofen-Altenberg oben auf der linken Hochebene münden kurz nacheinander die großen Zuflüsse des Altenberger und des Haßfelder Grimmbachs von dieser Seite, die weit im Osten entstehen. Nach dem Zulauf des letzten fließt der Grimmbach westwärts durch sein inzwischen etwa 150 m tiefes Waldtal, ohne noch anderen Zulauf zu erfahren als von einigen zeitweiligen Hanggerinnen. Zwischen dem oberen, linken Mündungssporn Mühlrain und dem unteren, rechten Mündungssporn Galgen tritt der Bach ins mittlere Kochertal ein, unterquert sofort die Talstraße L 1045 von Geislingen im Süden nach Braunsbach im Norden und fließt gleich darauf am Südwestrand seines alten Schwemmfächers auf in den nordwärts fließenden Kocher, der vor dem Kegel an die linke Talseite gegen einen steilen Prallhang weicht. Der Bach ist hier ab dem Zusammenfluss seiner Quelläste 8,4 km, ab der mündungsferneren Elber-Quelle 10,8 km lang. Er mündet etwa 216 Höhenmeter unterhalb der Elberquelle und hat damit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 19 ‰.

Einzugsgebiet Der Grimmbach entwässert ein Gebiet von etwa 30 km² Größe zwischen den tief eingeschnittenen Tälern der Jagst im Nordosten, der Bühler im Süden und des Kochers im Westen zu diesem hin. Der größte Teil des Einzugsgebietes bis zum Kochertalrand liegt naturräumlich gesehen im Unterraum Östliche Kocher-Jagst-Riedel, der Rest im Westen dann im Unterraum Mittleres Kocher- und Unteres Bühlertal, welche beide zum Naturraum Kocher-Jagst-Ebenen zählen.

Seine größte Erstreckung reicht von etwas östlich der Quelle des Haßfelder Grimmbachs nordwestlich von Ruppertshofen bis zur Mündung etwa 8 km davon im Westen; quer dazu ist es an der weitesten Stelle zwischen Langenburg-Nesselbach im Norden und Wolpertshausen im Süden etwa 5,3 km breit.

Die Wasserscheide ist auf der Hochebene im Norden und im Osten oft wenig ausgeprägt, wo die Oberläufe des Grimmbachs wie der jenseitigen Konkurrenten noch flache, nur durch niedrige Hügel getrennte flache Mulden sind. Am Ostrand liegt nahe an den Quellen von Hagenbach und Elber der höchste Punkt im Stettwald auf etwa . Am Unterlauf, wo neben den unteren Klingen des Grimmbachs und seines linken Zweigs Haßfelder Grimmbach die des Orlacher Bachs und das tiefe Nebental der Bühler nahebei laufen, wird sie dann unverkennbar.

Jenseits der nordwestlichen Wasserscheide zwischen der Mündung und dem Dorf Nesselbach läuft der Orlacher Bach zum Kocher. Die anschließende nordnordöstliche Grenze bis zum Südrand von Gerabronn-Dünsbach verläuft sehr dicht am Tal der Jagst, die hier nur kleinere Zuflüsse aufnimmt, einen in Nesselbach beginnenden durch die Stechbergklinge, den Völkersbach, der in Langenburg-Kleinhürden mündet und den in Kleinforst zufließenden Dünsbach aus dem gleichnamigen Ort.

Dann knickt die Wasserscheide nach Süden, vor ihr im Osten läuft der kleine Leofelser Bach zur Jagst, danach entwässert der Scherrbach bei Ruppertshofen ein merklich größeres Bachsystem einiges weiter oben dorthin. Die Wasserscheide zum viel größeren, unmittelbar aufwärtigen Kocher-Zufluss Bühler im Süden markiert der Verlauf der A 6 von Ilshofen in Richtung Kochertalbrücke in der Landschaft recht genau; auf dem ersten Stück bis Wolpertshausen ist deren großer Zufluss Schmerach der nächste Konkurrent, danach außer der Bühler selbst auf einem Abschnitt der in Cröffelbach in diese mündende Klingenbach.

Zuflüsse und Seen Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung des Grimmbachs am Westrand von Ilshofen-Obersteinach durch Zusammenfluss von Elber und Hagenbach auf etwa . Der Bach läuft anfangs nach Westen.

Elber, rechter Hauptstrang-Oberlauf, 2,7 km und 1,5 km². Entsteht am Nordostrand des Stettholzes südlich von Gerabronn-Dünsbach auf etwa . Hagenbach, linker Nebenstrang-Oberlauf, 2,0 km und 1,7 km². Entsteht am Südwestrand des Stettholzes auf etwa . Sandelsbronner Bach, von links am südöstlichen Ortsrand von Obersteinach auf etwa , 0,7 km und ca. 0,5 km² Entsteht am Nordrand von Sandelsbronn auf etwa . Limbach, von links am Südrand von Obersteinach auf etwa , 0,5 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa . Weilergraben, von rechts noch vor der Obersteinacher Kläranlage auf etwa , 1,0 km und ca. 1,0 km². Entsteht in den Weilerwiesen auf etwa . Oberlauf unbeständig.Der Lauf knickt an diesem Zufluss nach Südwesten ab und der Bach tritt in seine Waldklinge ein. Wegwiesengraben, von rechts zwischen Windisch-Brachbach und Niedersteinach gegenüber der Nordostspitze des Weckholzes auf etwa , 1,4 km und ca. 2,3 km². 10px Entfließt auf etwas über westlich von Söllbot am Nordostrand des Frankenholzes zwei hintereinander liegenden Weihern von 0,5 ha und 0,4 ha. Hofwiesenbach, von rechts auf etwa , 0,8 km und ca. 0,5 km². 10px Entfließt auf etwa nördlich von Niedersteinbach einem 0,1 ha großen Teich. 10px Durchfließt auf etwa nahe bei Niedersteinach einen unter 0,1 ha. großen Teich. Brachbach, von links südöstlich von Niedersteinach auf , 1,8 km und 1,3 km². Entsteht etwa 400 m südöstlich des Ortsrandes von Windisch-Brachbach auf etwa .Auf dem nächsten Kilometer Fließstrecke dreht der Grimmbach auf Südkurs. (Längerer Quellast), von rechts am Südostrand von Windisch-Brachbach auf etwa , 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht etwa 600 m östlich des Weilers auf etwa . Der Offizielle Quellast ist hier weniger als 0,4 km lang und hat bis hierher nur ein Teileinzugsgebiet von ca. 0,2 km². (Bach durch die Sperbersklinge), von links zwischen Ilshofen-Altenberg und Braunsbach-Elzhausen auf , 2,2 km und ca. 1,4 km². Entsteht in den Hummeläckern südlich von Windisch-Brachbach auf etwa 10px Durchläuft nordöstlich von Altenberg auf etwa einen unter 0,2 ha großen Teich. Ottenbach, von rechts südwestlich von Altenberg auf etwa , 0,4 km und ca. 0,7 km². Beginnt in seiner oberen Waldklinge südlich von Altenberg auf rund . Ein abwärts wieder aussetzender Grabenabschnitt beginnt östlich von Altenberg auf rund etwa 0,7 km weiter aufwärts in der Talmulde. Altenberger Grimmbach, von links südsüdwestlich von Altenberg nach Durchlaufen der Äspichklinge auf unter , 4,5 km und 3,8 km². Entsteht östlich von Sandelsbronn auf etwa . Mittellauf nach Passieren des Hörlebacher Landturms bis zum Klingeneintritt unbeständig. mini|rechts|Grimmbach nahe dem Zufluss des Haßfelder Grimmbachs nach dem Unwetter Ende Mai 2016 Haßfelder Grimmbach, von links nördlich von Wolpertshausen-Hohenberg in seiner Klinge neben einer Lichtung auf , 7,7 km und 8,1 km². Entsteht am Südostrand des Stettholzes östlich von Sandelsbronn auf etwa , Klingeneintritt nahe bei Haßfelden im Bereich der querenden K 2553 aus Wolpertshausen. An der Mündung dieses Zuflusses setzt der Grimmbach zu einem Bogen nach Westnordwesten an. 10px Durchläuft bald auf etwa westlich von Ruppertshofen im Greut einen Weiher, 0,5 ha. Zulauf am Westrand von Wolpertshausen-Hörlebach, von rechts auf etwa am Westrand von Hörlebach, ca. 0,9 km Entsteht auf etwa nahe dem Hörlebacher Landturm. Im Oberlauf unbeständig. 10px Entwässert auf etwas über den Elpisfeldweiher am Nordwestrand des Weilers Hörlebach in den Bächwiesen, 0,5 ha.

Mündung des Grimmbachs zwischen Geislingen am Kocher und Braunsbach nach Unterqueren der diese verbindenden Talstraße K 1045 auf von rechts und Osten in den Kocher. Der Bach ist ab dem Zusammenfluss der Quellbäche 8,4 km, ab der Elber-Quelle 11,2 km lang und hat ein Gesamteinzugsgebiet von 30,4 km².

Orte Orte am Lauf mit ihren Zugehörigkeiten. Nur die Namen tiefster Schachtelungsstufe bezeichnen Siedlungsanrainer. Landkreis Schwäbisch Hall Gemeinde Gerabronn Dünsbach (Dorf, rechts der Elber mit wenig Abstand) Gemeinde Ilshofen, Gemeindeexklave Obersteinach Obersteinach (Dorf, an Elber und Hagenbach) Windisch-Brachbach (Weiler, linker Hügelkamm) Niedersteinach (Weiler, rechts über dem oberen Hangknick) Gemeinde Braunsbach Elzhausen (Weiler, rechts über dem oberen Hangknick) Gemeinde Ilshofen, Gemeindeexklave Obersteinach Altenberg (Weiler, links über dem oberen Hangknick) Gemeinde Wolpertshausen (links, ohne Besiedlung) Gemeinde Braunsbach (ohne Besiedlung)

Landschaft Das Einzugsgebiet ist im Osten eine flachwellige Hochebene mit kleineren Siedlungen landwirtschaftlicher Prägung, im Westen wird es durch die Klingen der dort stark eingetieften Bäche gegliedert. Es ist zu einem Sechstel bis Fünftel von Wald bedeckt, dessen größter Teil in den Waldklingen des Grimmbachs selbst und der größeren Zuflüsse im Westen steht; daneben gibt es auch auf der Hochfläche einige verstreute Waldinseln. Der überwiegende Offenlandanteil der Hochfläche steht größtenteils unterm Pflug, das wenige an Grünland liegt meist in Talmulden oder umgibt Siedlungen.

Schutzgebiete An der Grimmbachmündung ist, hauptsächlich wegen des Schwemmfächers und der Flussabdrängung, ein Naturschutzgebiet eingerichtet. Näheres dazu ist im Abschnitt zur → Geologie ausgeführt.